Tim Bendzko zu Gast: Vom Weltretten, Autofahr-Alben und puren Emotionen
Shownotes
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In dieser neuen Folge von „Im Kopf unterwegs“ haben Caro und Paul einen Gast zu Besuch, dessen Stimme sie schon seit über einem Jahrzehnt begleitet. Gemeinsam mit Tim Bendzko blicken sie zurück auf die Anfänge in Hamburger Clubs und die besondere Magie von Live-Momenten im Stadtpark. Dabei wird schnell klar: Deutsche Musik geht oft einen entscheidenden Schritt tiefer unter die Haut.
Im Fokus steht Tims neues Album, das sich für Caro und Paul als das perfekte „Autofahr-Album“ entpuppt hat – ideal für die emotionale Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Tim erzählt offen wie nie zuvor, warum dieses Werk so viel persönlicher und ungefilterter klingt als alles, was er davor gemacht hat. Er berichtet von dem befreienden Moment, als er beim Songwriting aufgehört hat, über „richtig oder falsch“ nachzudenken oder sich dem Erwartungsdruck von außen zu beugen. Es ist ein Gespräch über den Mut, sich im kreativen Prozess einfach treiben zu lassen und die eigenen Gefühle ohne strategische Filter in Musik zu verwandeln.
Im Kopf unterwegs erscheint immer mittwochs kostenlos bei Podimo.
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Im Kopf unterwegs ist eine Produktion von Podimo.
Credits Hosts: Caro & Paul Dumitrescu Kamera & Schnitt: Dennis Wienecke Producerin: Nicole Staerke Executive Producerin: Juliane Rinne Marketing: Nina Dreyer
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin froh, wenn ich manchmal einen Namen merke.
00:00:03: Kannst du gar nicht?
00:00:06: Da haben wir ja unsere Eselsbrücke über die wir schon gesprochen haben aber ... Du kannst das gar nicht, ne?
00:00:11: Ja, das muss man bei jetzt auch nicht viel besprechen.
00:00:13: Tim steht ja auch, dass du das jetzt nicht kann!
00:00:14: Es geht ja um sein neuen Album und geilen Album.
00:00:17: Die Leute sollen es hören, die sollen es kaufen... Das geht ja nicht um mich.
00:00:20: jetzt bitte, da können wir ein Andermatt drüber sprechen.
00:00:22: Aber ich würde aber das können
00:00:27: wir auch trotzdem überschmeiden.
00:00:30: Meine neue Folge im Kopf unterwegs und das crazy, wir haben Gast.
00:00:35: Crazy!
00:00:37: Das ist unser erster Gast?
00:00:38: Nein,
00:00:38: unser Sohn war schon mal zu Gast.
00:00:39: Unser Sohn War schonmal zu Gast aber das ja irgendwie der gehört jetzt zum Interiöer.
00:00:42: Ja genau,
00:00:45: Tim Benzko.
00:00:46: Da komme ich jetzt zu
00:00:46: der Ehre...
00:00:50: Also eigentlich sind
00:00:51: wir
00:00:51: nicht eigentlich, eigentlich würde ich gar nichts sagen.
00:00:54: Wir sind tatsächlich Fans der erste Stunde.
00:00:58: Hast du gar nicht gemerkt ne?
00:00:59: Hast
00:00:59: du garnicht gemerkt oder gar nicht gewusst?
00:01:01: Wir haben so gar nicht erzählt, aber vielleicht erzählst du wohl.
00:01:04: Ja ich
00:01:04: erinnere mich...
00:01:06: Also, Zwei-Tausend-Elf Hamburg Stage Club.
00:01:10: Oh, guck
00:01:11: mal!
00:01:13: Waren wir beide?
00:01:14: Es war kurz nach deinem Durchbruch.
00:01:17: Einmal kurz die Welt retten.
00:01:19: Die Welt haben wir dann im Stage Club gerettet und ich glaube Elif war als Vorbänd noch.
00:01:24: also es waren noch ein ganz kleines Heimliiges Programm.
00:01:26: Ich fand das sehr cool und da waren wir.
00:01:30: Krass Krass,
00:01:31: oder?
00:01:31: Die erste Stunde.
00:01:32: Nee ist nicht die erste Stunde!
00:01:33: Okay... Für das Letzte war mich ein Fan
00:01:35: getroffen und es sind
00:01:36: mir meinte, dass sie im Konzert bei den Jungs in dem Jahr im Jahr zwei Tausend Sieben waren da schon gut
00:01:40: gemacht.
00:01:40: Man muss das so kurz überlegen,
00:01:41: ja?
00:01:42: Ja doch hab ich
00:01:43: schon.
00:01:43: Hast du schon?
00:01:44: Es gibt tatsächlich einen Fan der ersten Stunde.
00:01:47: Ah krass.
00:01:48: Weißt du nicht wie er heißt aber die war letztens wieder da.
00:01:50: Das crazy.
00:01:52: Okay
00:01:52: dann sehen wir Fans zur zweiten Stunde.
00:01:54: Der eineinhalb
00:01:55: Stunden.
00:01:57: Aber das war nicht das erste Mal.
00:02:00: Wo wir auf dem Konzert waren.
00:02:02: Oh, jetzt erinnerst du dich an was anderes?
00:02:03: Wo waren wir noch?
00:02:04: Hilfen wir auf die Sprünge?
00:02:06: Im Stadtpark.
00:02:07: Ah im Stadtpark waren wir auch!
00:02:08: Ja... Im Stadtpack waren wir aber auch.
00:02:11: War immer schön.
00:02:12: Also Wir kommen sehr gerne zu deinem Konzern.
00:02:15: Wir haben wieder.
00:02:17: Nein wirklich, wir kommen sehr gern, weil der Musik uns berührt also.
00:02:22: Ja, auf jeden Fall.
00:02:22: Die sind ja auch hier diejenige, die tatsächlich sehr viel auch deutsche Musik hören.
00:02:29: Nicht, weil ich sie besser verstehe.
00:02:31: Ich kann noch gut Englisch sprechen.
00:02:33: aber das berührt mich ein bisschen mehr und deswegen hören wir sehr gerne deutsche Musik und du gehörst dazu wie gesagt mit uns.
00:02:41: mal die Welt gerettet oder wir mit dir also er wir mit ihr weil es ist dein Lied.
00:02:47: Das ist
00:02:47: der neues Album am Start.
00:02:50: Alles nun nicht rückwärts wollte ich bei einer sagen alles so nicht zurück genau Wir haben schon reingehört, wir haben auch eben schon reingehört.
00:02:58: Ein sehr persönliches
00:03:00: Album.
00:03:01: Wer hat dir auch drei Stunden Zeit von Hamburg nach
00:03:03: Berlin?
00:03:03: Ja genau!
00:03:03: Wir mussten fahren...
00:03:05: Ist es ein Auto-Album?
00:03:07: Ich habe das einmal vor
00:03:09: einem Jahr... Was ist denn ein typisches Autoalbum?
00:03:11: Also ich bin letztens vom Berliner Hamburg gefahren und dann ist wieder mein Mitfahrer aufgefallen so nach zwei Stunden dass ich ja gar keine Musik höre.
00:03:22: Ich kann wirklich ganz wenig Musik im Auto hören.
00:03:26: Es gibt Alben, die
00:03:28: fühlen
00:03:28: sich nach Autofahren an.
00:03:30: Aber ich glaube es hängt auch ganz stark davon ab.
00:03:33: Also fahren wir zusammen und fahre ich alleine.
00:03:37: Will ich mich unterhalten?
00:03:39: Also
00:03:40: dieses Album ist für mich ein Autofahralbum definitiv.
00:03:45: Wenn ich ganz viel Gefühl an dem Tag in mir drin habe, fahe ich dann auch gerne alleine aus und höre deinen Album Weil ich fand es schon sehr emotional.
00:03:58: Es ist ein sehr emotionales Album, also ich finde... Ich empfinde es als sehr, sehr deutlich emotionaler und persönlicher als die anderen Alben.
00:04:09: Ich weiß ja nicht wie du
00:04:10: das... Das ist so!
00:04:11: Ja oder?
00:04:13: Also es ist gefühlt, hat's sehr emotional angefangen dann ist es immer unemotionaler geworden.
00:04:20: Zumindest wenn man an so'n ganzes Algum sieht.
00:04:21: Die sind halt mal so Einzelne Songs drauf, bei denen schon ordentlich was passiert.
00:04:26: Aber ja ich hab einfach... Hatte einfach das Gefühl dass sich nicht darüber nachdenken möchte was richtig und falsch ist beim Schreiben sondern einfach geschrieben was so aus dem Haus kam.
00:04:35: Hattest du das Gefühl schon mal?
00:04:36: Also ist es so... Ja also...
00:04:39: Das klingt... Also entsteht glaube ich immer ganz schnell der Eindruck, dass irgendwie so Labels oder so eine Unterdruck setzen, dass man irgendeine bestimmte Art von Musik machen möchte.
00:04:48: aber das macht man sich natürlich am Ende selber.
00:04:51: Ich sitze natürlich Ab natürlich irgendwie findet er ein Song gut oder nicht gut und dann überlege ich natürlich immer auch ist kann das jetzt ein Song sein, der im Radio läuft oder was
00:05:00: auch immer.
00:05:03: Und es versucht bei immer irgendwie wegzudrücken weil ich einfach auch nicht daran glaube dass man so gute Songs schreiben kann.
00:05:08: also ich kenne ganze Menge Musiker die immer diese New Music Friday Playlist anhören und dann Überlegen was machen wir jetzt?
00:05:14: Also das könnte ich nicht.
00:05:15: Jetzt muss ja irgendwie aus einem raus kommen.
00:05:18: aber keine Ahnung ich hatte einfach irgendwie das Gefühl Keine Angst, dass ich so alles von mir abstreifen konnte und einfach völlig egal ist was daraus wird.
00:05:28: Das sind nicht egal was ich da schreibe.
00:05:30: Aber egal ob das im Radio laufen kann oder streamen kann, ob es in irgendeiner Art und Weise irgendwie TikTok-Kompatibel sein muss.
00:05:37: Es darf einfach keine Rolle spielen, deshalb habe ich das komplett wegignoriert.
00:05:41: Es gibt Intros und Outros, es gibt Songs die über vier Minuten sind... Es gab einfach keine regelenden Vorgaben.
00:05:50: Und das ist sehr befreiend.
00:05:52: und dann passieren natürlich so Sachen... Dann
00:05:54: passieren gute Dinge oftmals, habe ich
00:05:56: gehört?
00:05:56: Alle Songs sind persönlich immer die selber schreiben.
00:05:58: Ja, das stimmt!
00:06:00: Ich würde eher sagen es ist ungefilterter als die anderen.
00:06:03: Das ist ein gutes Wort.
00:06:04: Ja finde ich auch.
00:06:07: So fühlt ja Roba
00:06:09: auch an.
00:06:11: Ehrliches Album empfinde ich das und ich höre, also du verarbeitest da natürlich auch viele Dinge drin.
00:06:17: Logischerweise verarbeitet man immer viele Dinge in Songs Und was bei mir aber da auch so hängen geblieben ist, ist ein Gefühl trotzdem von großer Dankbarkeit Auch wenn du zurückguckst, auch wenn dein Albumtitel Das ja eigentlich das Gegenteilige möchte.
00:06:33: Aber ich habe ganz viel Dankbarkeit für ... eine Zeit rausgehört, die ja nun mal da war.
00:06:41: Und ich mag das Album sehr!
00:06:42: Ja also für mich ist es ein Autofahralbum...Album alleine.
00:06:46: und wie gesagt
00:06:46: wenn ich dann vielleicht
00:06:47: aber ein bisschen
00:06:48: zu viel Emotionen in mir habe, dann würde mir auch mal ne Träne aus dem Knaufflach rutschen glaub' ich.
00:06:53: Aber das ist ja schön dass ihr das sagt weil ich hab das Albom fertig aufgenommen, ist das ja schon in den Enden der Vierundzwanzig gewesen?
00:07:03: Das war jetzt nicht so ein Selbstläufer ein Label zu finden glaubt, dass man das veröffentlichen müsste.
00:07:08: Weil es halt nicht klassischer Mainstream-Pop ist.
00:07:12: Das ist wie gesagt einfach offensichtlich nicht irgendwie ... Es will einfach nichts so!
00:07:17: Und ich habe die ganze Zeit immer den Satz gesagt, also ich glaube, dass Menschen, die immer ein bisschen Emotionen in sich tragen werden haben... Also Menschen, mit denen sie sich tragen, wenn die das Album hören, dass das auf jeden Fall was mit ihnen machen wird.
00:07:30: Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass es so kalt ist, dass ihr das hört und sagt ja, Du siehst mich nicht.
00:07:35: Aber natürlich hat jeder seine Brille auf, aber wenn ihr schon sagt, dass ihr gerne deutschsprachige Musik hört
00:07:40: und etwas
00:07:40: mehr berührt dann seid ihr prädestiniert dafür.
00:07:44: Ich
00:07:45: glaube auch das kommt darauf an welche Lebensphase man sich befindet und absolut!
00:07:49: Alter spielt schon, glaube ich, eine Rolle.
00:07:50: Also wenn man jung ist, wenn nicht mal in unser siebzehnjähriges Sohn nehmen... Ich glaube der beschäftigt sich mich ganz an der Dinger als mit Gefühle, als mit irgendwelche Erfahrungen positiv wie auch negativ die er verarbeiten möchte oder sieht irgendwelchen Parallelen.
00:08:04: und ihr älteren... Obwohl
00:08:05: das ja eigentlich ne Generation ist bei deiches Gefühl auf dass die da sehr viel näher an ihren Emotionen sind und viel... also überhaupt!
00:08:13: Also damit aufwachsen, dass man damit irgendwie umgehen müsste.
00:08:17: Also unsere Generation und die davor... Das ist ja so alles was Emotionen es ist ja weg damit.
00:08:22: bitte wenn Kind weint dann ist der einzige Aufgabenstellung wie mach ich?
00:08:27: Wie kann das stoppen?
00:08:28: Ja das stimmt!
00:08:32: Also ja es ist wahrscheinlich wirklich ein Erfahrungsding glaube nicht als es ein Altersthema ist sondern eher also ob man sich mit dem Thema schon mal auseinandergesetzt hat.
00:08:40: Also, mit den Themen Emotionen.
00:08:42: Ich glaube ganz viel spielt ja auch eine Rolle inwieweit einem Dinge um einen rum auch egal sind.
00:08:48: also so wie du jetzt gesagt hast ich habe das Album geschrieben und es wollte raus und ich hab mich nach rechts und links geguckt bin ich ein großer Fan von.
00:08:54: also wir mögen dass man sich nicht so sehr leiden lässt von irgendwelchen gesellschaftlichen Erwartungen oder was jetzt als nächstes kommen müsste und ich glaube so ist es halt auch mit den Emotion.
00:09:04: also ich glaube viele Menschen Zeigen zu wenig Emotionen, weil die denken das ist jetzt nicht angebracht oder keine Ahnung was.
00:09:12: und ich finde es so egal.
00:09:14: Wenn man im Auto sitzt und heulen will, ah ja, heul doch!
00:09:16: Gut, das kann sie sehr
00:09:17: gut
00:09:18: bestätigen.
00:09:20: Wir können auch gemeinsam auf der Couch beim Film
00:09:23: schauen... Kann er bei einer Werbung heulen?
00:09:24: Das ist ultra
00:09:26: romantisch,
00:09:26: oder?!
00:09:27: Ich finde das sehr heullich
00:09:28: auch.
00:09:29: Doch, ich kann sehr gut weinen.
00:09:31: Du machst auch so einen komischen Tod.
00:09:33: Ja du machst schon dabei.
00:09:35: Und
00:09:35: dann weiß ich schon wie
00:09:37: es ist.
00:09:39: Aber ich finde es gut, dass man trotzdem auch als Mann Emotionen rauslassen kann.
00:09:45: Ich bin ein paar Tage älter wie du.
00:09:47: Ich wurde so erzogen, Jungs wein nicht und stelle dich nicht an.
00:09:55: Nichtsdestotrotz bin ich stolz auf mich, dass sich Emotion zeigen kann weil ich nie gelernt habe aber im Gegenteil ich hab trotzdem mal eine drauf bekommen bei einer anderen Reziehung damals wenn man geweint hat.
00:10:07: Und ich bin stolz, dass sich das anders jetzt auslebe.
00:10:11: und auch vorliebe unserer Kinder.
00:10:13: Ich glaube wir tragen es ja auch einfach schon an unsere Kinder komplett anders weiter.
00:10:16: Aber
00:10:17: trotzdem sind genau das die Momente deine Lieder oder im Fernsehen, die mich dann sehr berühren und ich dann auch definitiv weiner.
00:10:28: tatsächlich weine aber nur mal darauf zurück.
00:10:31: vielleicht vielleicht sehe ich das anders also generationsbedingt.
00:10:36: Was ich daraus damit meinte ist, je mehr Erfahrung man sammelt positiv oder negativ, desto mehr berührt solche Lieder, solche Texte.
00:10:44: Weil man sich sofort irgendwie in diese Situation zurückversetzt fühlt oder parallele findet zu einem selber und man ist dann eher berührt oder mehr beruert finde ich persönlich als wenn man jung ist und keine Erfahrungen hat.
00:10:59: also die einzige Erfahrung, die einen jungen Jahren hatte.
00:11:01: Also das war meine Sohn.
00:11:03: Welche Erfahrung hat er gemacht?
00:11:05: Jetzt so großartig, der hat eine schöne Kindheit.
00:11:08: Dem geht's gut.
00:11:08: Also Liebeskummer hatte er
00:11:09: noch nicht?
00:11:10: Der hatte noch nicht.
00:11:11: Da stimmt.
00:11:11: Er ist siebzehn.
00:11:12: Der hat nur kein Liebeskommer.
00:11:14: Er wird kommen ganz sicher.
00:11:16: Auf jeden Fall!
00:11:18: Wie entsteht so ein Lied beziehungsweise wie entsteht zu einem Album?
00:11:22: also ich habe absolut keine Ahnung sonst würde ich dich auf diese Seite stehen aber mich hat das schon immer interessiert.
00:11:29: wie entstehen zu was?
00:11:31: man setzt sich hin und sagt Bock zu schreiben.
00:11:33: Ich habe Bock, irgendwie aus mir was rauszuschreien oder in welche Richtung auch immer und wie passiert so etwas?
00:11:38: Also Bock
00:11:38: zu schreiben hatte ich eigentlich immer nicht.
00:11:40: Obwohl ich schon immer wusste... Ich muss meine Songs selber schreiben.
00:11:44: das war immer klar aber es ist gleichzeitig das anstrengendste gewesen all diesem ganzen Musik gemachte weil das gerade am Anfang meiner Karriere oder bei den ersten Songs die ich geschrieben habe war einfach wirklich sehr viel Hit and Hope.
00:11:57: also ich hab da mit der Gitarre gesessen und einfach irgendwas ausprobiert und es hat hundert Jahre gedauert weil ich immer den ganzen Tag auf dem Einfall gewartet habe und die deutsche Sprache ist ja da sehr schön.
00:12:06: Da muss was reinfallen, so dann wartet man immer.
00:12:11: Es hat mir ewig gedauert, ultra anstrengend.
00:12:14: Und mittlerweile ist das irgendwie ... hab ich einen ziemlich witzigen Modus gefunden Songs zu schreiben der einfach komplett eigentlich intuitiv passiert.
00:12:22: also ich hab erst mal eine Idee keine Ahnung wo die herkommt da können wir gleich nach drüber philosophieren nicht.
00:12:28: glaub einfach nicht dass Ideen was sind, was wir kreieren.
00:12:31: Sondern das ist was, wonach wir greifen?
00:12:33: Das ist da irgendwie einfach... Also ich könnte eine hundert Beispiele nennen wo mir einfach Sachen eingefallen sind in Mengeln auch, wo ich mir denke es kann nicht sein.
00:12:42: also so ein Wort okay.
00:12:44: aber stellenweise gucke ich irgendwie so wohin und streiche das so hin und dann ist für sich ne ganze Strophe da
00:12:50: Und dann schreibst du's einfach schnell auf!
00:12:51: Was
00:12:52: heißt du hast
00:12:53: immer Zettel
00:12:54: und Stift?
00:12:56: vorweggenommen.
00:12:56: Also ich seh zuerst um die erste Idee, die kommt meistens einfach dass ich so eine Zeile hab oder einfach so ein Thema-Idee manchmal auch, ne?
00:13:03: Dass ich plötzlich anfange um mich hinzusingen und dann hat man ja... also da hab' ich aber so einen Gefühl dazu was daraus werden soll.
00:13:10: das kann man gar nicht richtig beschreiben.
00:13:12: Also es ist wahrscheinlich auch als ihr irgendwann beschlossen habt wir machen Podcasts, dann haben wir ja so eine Idee und dann hast du sofort so ein Gefühl dazu, was man da so macht wie kann wo er so hingeht und so.
00:13:20: Das habe ich dann bei einem Song, da rufe ich meine beiden Produzenten an und schilder denen was mir da so eingefallen ist Und versuche den zu erklären, wie das musikalisch klingen soll.
00:13:30: Das könnte leihenhafter gar nicht sein!
00:13:32: Also ich steh da jetzt nicht und sag...
00:13:34: Also du ist sonst dann?
00:13:35: Nee, nicht mal!
00:13:37: Ich erkläre jetzt nicht irgendwie was die Instrumente machen sollen im Sinne von der Schlagzeugmusik Bum-Chuck machen.
00:13:41: Sondern wirklich nur in Bildern.
00:13:44: Ich stehe in der Wüste und es ist gar nicht so richtig glaubt, ob das die Erde ist oder ob das der Maß ist.
00:13:50: Also mit Paul wäre es kein Hit
00:13:52: geworden, er hat Null Komma Null Vorstellungsvermögen!
00:13:55: Und dann versuche ich mal eine Bewegung zu beschreiben und einfach dieses Gefühl irgendwie zu erklären was dieses Bild hat dass sich da vorne sehe und meine beiden Produzenten Timothy und Bene keine Ahnung wie sie's machen.
00:14:07: aber die schicken mir dann ein Instrumental dass genau das macht.
00:14:11: Das ist krass!
00:14:11: Also die fühlen, was du denen erzählst und versuchen das dann in eine Musik, in einer ersten Version?
00:14:18: Fast ein bisschen untertrieben weil es halt immer gelingt.
00:14:21: Wir haben für dieses Album jetzt... Das sind zwölf Songs drauf.
00:14:24: wir haben elf davon geschrieben also der zwölfte den habe ich wiedergefunden er ist ein bisschen älter aber es gibt kein einzigen Song mehr.
00:14:31: es gibt keinen instrumental das wir weggeschmissen haben sondern keine Ahnung.
00:14:37: und es ist ja natürlich Es ist ja jetzt nicht so, dass ich da sitze und eine Idee für ein Song habe.
00:14:42: Und immer zu hundert Prozent diesen Song dann darauf schreibe.
00:14:46: Also natürlich wenn das Instrumental von denen zurückkommt passiert natürlich noch mal was.
00:14:50: Dann ist es plötzlich eine andere Perspektive.
00:14:53: Zum Beispiel untersteinen der Song.
00:14:57: Das ist eigentlich ein Song den ich versucht... Die Idee war, dass sich über diese Ukraine-Kriegensongen schreiben möchte?
00:15:05: Also weil ich dieses Bild einfach vor mir hatte, dass irgendwie alles in Schutt und Asche liegt.
00:15:11: Und als ich den dann aber quasi instrumental bekommen habe, hat sich plötzlich wieder daraus ein bisschen ein neues Bild aufgetan.
00:15:17: Dann war das eher ein totaler Beziehungs-Song.
00:15:20: Zwei Menschen in einer Küche über die zusammenfällt.
00:15:24: Ja, also richtig verstanden, er
00:15:26: hat sich ja gewandelt!
00:15:28: Aber ne, bei anderen Songs ist das anders.
00:15:30: Bei alles noch nicht zurück.
00:15:30: zum Beispiel da ist das Bild dass ich da hatte und was am Ende auch aus dem Song geworden ist eins zu eins.
00:15:35: das wir haben es ja auch versucht in den Musikvideo nur wo ich ständig irgendwelchen unterschiedlichen Landschaften einfach stehe Das ist genau das Bild das sie vor mir hat Dass ich einfach irgendwie auf einem Planeten stehe von dem er nicht so richtig weiß.
00:15:46: ist das jetzt die Erde oder nicht?
00:15:48: Es sind keine anderen Menschen es ist auf jeden Fall irgendwie nicht so... Also es ist ein bisschen karks ist glaube ich das richtige Wort.
00:15:55: also man weiß nicht so wirklich ob das ein Lebensraum ist an dem man sein möchte Und die Vergangenheit hat so ein bisschen Interferenz mit der Vergangenkeit.
00:16:01: Das war das Bild, dass ich bei dem Song hatte und dann kam es instrumental und das war genau das.
00:16:06: So läuft das eigentlich immer!
00:16:07: Wenn ich nicht weiter weiß... Also keine Ahnung, also übersprüngliche mehr Dinge.
00:16:12: Ich kriege jetzt instrumental und was ich denn immer mache ist, dass mein Musikprogramm da reinlade und wenn ich das erst einmal höre, singe ich etwas darüber Dann habe ich ja meistens schon eine Zeile oder so eine grobe Idee und dann ist das wirklich in so einer Fantasiesprache, singe ich dann irgendwie ein Quatsch da drüber.
00:16:31: Was mehrere Vorteile hat.
00:16:33: erstens intuitiv kommen halt einfach immer schon mal so ein paar Zeilen raus die ich am Ende verwenden kann.
00:16:37: Ich hab meistens dann immer schon auch ne Melodie, die supergutes.
00:16:42: Und die Melodie ist meistens sehr viel geiler als hätte ich mir die jetzt irgendwie mit einem Text ausgedacht weil der Text ja meisten schon so einen Rhythmik vorgibt.
00:16:50: und wenn du halt nur so lalalalilulu singst und so nen Fantasi Englisch dann macht man halt so Schlenker, die würde man einfach mit Sprache zusammen nicht singen.
00:16:58: Und deshalb habe ich das Gefühl es ist auch sehr viel abwechslungsreicher sind die Songs weil einfach so Fantasy Melodien sind.
00:17:04: Das
00:17:04: stimmt!
00:17:04: Ja ja, das stimmt.
00:17:07: Genau und wenn ich ihn irgendwann nicht weiter weiss keine Ahnung.
00:17:09: oft ist dann eine zweite Strophe nochmal gefroren und dann überlegt man sich noch irgendwie so ne AC-Part und da hab' ich dann offen gar keine Idee dafür.
00:17:20: Also dann spiel ich es einfach noch mal ab und singe da drei, viermal irgendwas drüber in irgendeiner Fantasiesprache.
00:17:24: Und das immer irgendwas drin was das dann macht und oft auch so eine Rhythmik die man nicht mit Absicht singen würde.
00:17:31: Das sind ganz viele bei Wachauf zum Beispiel.
00:17:35: Da ist so ein Zepathes.
00:17:36: könnte man nicht mithabsicht so singen weil dass so viel zu spät alles ist und so Schlenker drin sind und so.
00:17:42: aber das macht am Ende so bisschen die Magie raus.
00:17:47: Dann gibt's wie gesagt manchmal so Momente.
00:17:48: Er hat so Strophe fertig, Refrain fertig.
00:17:50: Ich denke mir ja geil war ich für heute
00:17:52: Pause.
00:17:52: Und dann?
00:17:53: Manchmal mit dem Kaffee stelle mich irgendwo hinterher und denkst oh!
00:17:57: Dann fühle ich richtig wie das kommt.
00:17:58: Das will ich der Allerhalte
00:17:59: machen.
00:18:01: Also zum Beispiel bei zu verschiedenen die zwei Strophen ist komplett innerhalb von drei Sekunden habe ich die geschrieben.
00:18:05: Und jetzt hab' ich.
00:18:06: letztens haben wir so eine Listing Session gemacht... ...und er lief da nochmal nicht her, die Strophe so entdecken ist wirklich einfach genial
00:18:12: Aber du siehst dich natürlich
00:18:13: auch in dem Moment, wo die entstanden
00:18:15: ist.
00:18:15: Ist das drei
00:18:16: Sekunden gedauert?
00:18:18: Ich kann das so sagen, dass es genial ist, weil ich nicht das Gefühl habe, ich hab das gemacht.
00:18:23: Also niemand ... Das ist wie mit Zahlen.
00:18:26: Ich hatte Matheleichsensgroße in der Schule.
00:18:28: Ach schlimm!
00:18:29: Wieso?
00:18:30: Hast Du auch gehabt?
00:18:31: Ja, aber
00:18:32: wieso?
00:18:32: Es gibt ja so eine gewisse Anzahl an Dingen... Die man auf einen, wie sagt man?
00:18:38: Also die man so mit einem Augenblick erfassen kann.
00:18:40: Wenn jetzt hier zwanzig Äpfel liegen wird es wahrscheinlich schon schwer.
00:18:42: aber wenn da sieben sind das siehst du auf einen Blick dass der sieben ist und das denke ich mir das ist ja beim Schreiben von Setzen auch so.
00:18:50: also du kannst so ein Satz mit allem mal erfassen doch nicht zehn nacheinander, dass die einfach da sind.
00:18:57: Ich hatte das auch schon oft dass ich dann Angst hatte dass das ein Song ist ja nicht vor mir.
00:19:01: Echt?
00:19:02: Habe ich einmal, einmal hatte ich es eigentlich immer noch hieß der Song Das glaube ich so durch mal, ist ewig her.
00:19:07: Also wie lange ist das her?
00:19:10: Das muss... ...zw.
00:19:11: Jahrzehnt oder so.
00:19:12: Ja.
00:19:12: Laufig so durch meine Wohnung und singe den immer so vor mich hin.
00:19:15: Und hatte dann aber ganz schnell auch den ganzen Refrain inklusive Melodie und Almen.
00:19:20: Und vor allem es gab ja noch keine Musik dazu.
00:19:22: Deshalb war das ein bisschen spooky dass das so sicher war diese Melodie in meinem Kopf und so.
00:19:26: Dann habe ich eine Woche überlegt woher ich den Song kenne.
00:19:28: Nein!
00:19:30: Und dann ist das wirklich so gewesen.
00:19:31: Ich hab den einmal im Studio mit denen jemand vorgespielt bevor der veröffentlicht wurde.
00:19:37: Von diesem eine Mal ist mir der komplette Text von diesem Ruffron quasi zwei Jahre später plötzlich wieder in den Kopf gekommen, inklusive Melodie und allem.
00:19:45: Das heißt dann gehören hat das einfach wieder abgerufen?
00:19:47: Und das ist crazy!
00:19:49: Hat sich voll eingebrannt...
00:19:50: Aber ich sage es ist ein bisschen was anderes als wenn ich jetzt quasi im Schreibeprozess bin und schon ein Instrumental habe.
00:19:57: Dann ist das ne andere Kiste.
00:19:59: Da bin ich mir ein bisschen sicherer dass das nicht von jemand anders
00:20:01: ist.
00:20:03: andere Songs, aber wenn mir aus dem gar nichts gefühlten Haibis-Lied einfällt und mich so...
00:20:07: Ich noch
00:20:07: mal kurz überlegen.
00:20:09: Dass ich schon mal irgendwo gesehen habe!
00:20:10: Also jetzt hab' ich vernommen erst Text und dann Musik oder kann auch andersherum sein?
00:20:18: Dass du irgendwie ne Melodie in den Kopf
00:20:20: hast.
00:20:20: Das ist ein bisschen Pinkpong.
00:20:21: also es fängt mit einer Textidee an immer.
00:20:24: Es hat noch nie irgendwas mit der Melodie.
00:20:26: Angefangen ohne alles.
00:20:28: Witzig!
00:20:28: Guck mal, wenn ich durch mein Badezimmer bei mir würde... Alles mit der Melodie denke ich.
00:20:32: Aber
00:20:32: dann ist im nächsten Schritt läuft alles nur über die Melodie und er wird das verrückt.
00:20:39: Und dann kommt wieder der Text.
00:20:40: aber es ist ein bisschen pingpongmäßig.
00:20:43: Hat man eigentlich... Also jetzt hast du ja ein neues Album draußen und es betrifft ja jedes Album was du rausgebracht hast.
00:20:48: hat man Lieblingslieder von sich selber?
00:20:53: Das
00:20:53: war meine Frage.
00:20:56: Also so ein bisschen tatsächlich wirklich dann sehr in der Rückschau passiert ist.
00:21:00: Zum Beispiel vom letzten Album, das ist ein Song auf der heißt irgendwas mit Liebe den habe ich letztens einfach aus dem Garn nichts wieder entdeckt.
00:21:07: also auch das sind aber immer so nördiger Wahnsinn.
00:21:10: Da ist eine Zeile da drin und ich denke ja krass dass es eigentlich die Zeile die jetzt das neue Album zusammenfasst.
00:21:15: fühlt sich der Welt nicht mehr verbunden.
00:21:17: das könnte unsere Bindung sein.
00:21:19: Ich habe das Gefühl dass das so Kernthema dieser Zeit eigentlich ist Und das passiert sehr in der Rückschau.
00:21:28: Wie gesagt, wir haben diese Listening-Sessions gemacht mit Fans.
00:21:30: Das ganze Album gehört bevor es rauskam.
00:21:32: Da habe ich natürlich... Das ist ja dann sehr lustig weil man durch die Ohren der anderen plötzlich die Songs hört.
00:21:37: und wann hab' ich mal die Gelingkeit meiner eigenen Songs mit anderen zu hören ohne dass ich sie selber singe?
00:21:40: Das passiert ja normalerweise nicht!
00:21:42: Und da habe ich auch den ganzen Zeit so gelauscht und so gedacht überlegt was könnte jetzt mein Lieblingssong sein?
00:21:47: aber das sind in allen irgendwelche Sachen drin ... die ich mich dann erinnere, wie das beim Schreiben war oder keine Ahnung.
00:21:53: Hör so Passagen, wenn ich dann so denke, boah ist schon geil!
00:21:57: Und oft passiert es dann auch irgendwie bei einem Konzert dass sich ein Song singe und denke, oh da passiert jetzt aber was mit mir währenddessen... Ich finde immer alle Lieder, die schaffen das Gefühl, dass sie versucht haben da irgendwie einzufangen quasi wieder hervorzubohlen.
00:22:11: Das sind stumpf Lieblingslieder.
00:22:15: Das passiert ja noch nicht immer.
00:22:17: Du hast halt immer wieder mal so bei Konzerten dann so einen Moment, dass du ein Song, den du dreißigmal gesunken hast mit einem Mal und geh dir irgendwo so eine Tür aufmachen und denkst, ah, dafür habe ich den geschrieben.
00:22:27: Das ist immer Magic.
00:22:29: Wir fragen das aber natürlich wenn man auf der anderen Seite sieht's... Man hört ein Album an und man hat immer ein, zwei, maximal drei Lieder wo er darauf warte ich und das sind meine Lieblingslieder und spielen mir fünf Mal hin und her.
00:22:39: Welche
00:22:39: waren das jetzt bei
00:22:41: euch?
00:22:42: Der bräuchte sich jetzt die Titel tatsächlich!
00:22:47: Von der aktuelle Album, meinst du?
00:22:48: Ja.
00:22:48: Und dann haben wir leider nur... Was hast du leider gemacht?
00:22:51: Zwei Mal gehört.
00:22:52: Ich
00:22:52: weiß die Titel immer nicht!
00:22:54: Ja, das ist dein Bereich.
00:22:56: Das war der mit... Ich Summe ihn mal.
00:22:58: Kannst du nur... Wie hast du immer das Lied noch mal?
00:23:00: Und
00:23:00: dann kann ich ihm immer sagen, welches
00:23:02: ist das Elf?
00:23:02: Genau!
00:23:03: Du kannst
00:23:04: jetzt googeln kannst, ne?
00:23:05: Hast du
00:23:05: das schon mal ausgerügt?
00:23:06: Kannste rein summen.
00:23:07: Kannste
00:23:07: reinsummen, es funktioniert
00:23:08: so.
00:23:08: Jetzt hat sie
00:23:09: voll das Secret
00:23:10: mitgegeben.
00:23:11: Mach frag ruhig weiter mich.
00:23:12: Also bei uns beide ist ja so... also ich schöre gerne Musik aber unsere Musikmaus ist Caro.
00:23:19: Seitdem wir sie kennengelernt haben besuche ich fast nur Konzerte von sämtischen Künstlern vor ihr.
00:23:28: Ich
00:23:30: fand
00:23:31: das auch irgendwie weiß ich nicht, also ich bin mit MTV.
00:23:33: und wie war aufgewachsen?
00:23:35: Ich habe es gerne gehört aber so Konzertes war
00:23:37: das größte
00:23:38: ja damals aber seitdem ich mit dir zusammen bin Das sind wir regelmäßig, also regelmäßig in Hammur verpasst und verkauft einen Konzert.
00:23:45: Konzerte
00:23:46: machen so ein bestimmtes Gefühl.
00:23:47: Also du bist ja sicherlich...
00:23:49: Musik auf jeden Fall!
00:23:50: Ja aber auch Konzerten ist nochmal anders.
00:23:52: Ich finde Musik ist sowieso was total tolles, was wir Menschen da geschafft haben.
00:24:00: Livemusik ist noch mal eine ganz andere Nummer.
00:24:02: Und du wirst ja sicher die andere Seite als Konzerdgänger kennen.
00:24:08: Wenn Menschen dann anfangen mit zu singen?
00:24:12: Also, da habe
00:24:14: ich so eine Gänsehaut und ich würde nicht liefern.
00:24:17: Wie ist das für
00:24:17: dich als Künstler?
00:24:19: Weil wir stellen uns jedes Mal vor wenn ein Lied kommt und der Künstlern im Endeffekt du hast auch Parma gemacht einfach dass Publikum singen lässt für dich.
00:24:27: Ich
00:24:27: würde so gerne mal davor stehen was ist das
00:24:29: gefühlt?
00:24:29: Ich glaube es ist unbeschreiblich.
00:24:31: also für uns als Zuschauer ist Gänselhaut pur.
00:24:34: Ja ist es auch!
00:24:35: Wie ist es für Dich?
00:24:37: Irgendwie hab' ich da gleichzeitig beide Seiten auf der Bühne fühl mich da genauso wie die Zuschauer.
00:24:44: Und ein bisschen so, wie man sich, glaube ich, vorstellt was dann in so Musiker vorgehen könnte?
00:24:49: Ich stelle ja jetzt nicht an und denke die ganze Zeit BOSS ist krass, dass die jetzt mein Lied
00:24:53: singen.
00:24:55: Manchmal ist das so.
00:24:56: Also
00:24:56: v.a.,
00:24:57: wenn ich diese Songs irgendwie... Dann singe
00:24:58: ich nicht
00:25:00: mehr mit Tim.
00:25:01: Warte mal, warte mal!
00:25:02: Ich komm noch hin.
00:25:04: Wir fangen erst einmal mit dem romantischen Teil.
00:25:06: Der romantische Teil ist, dass ich sowohl als Konzertgänger als auch auf der Bühne einfach Das ist ja dann einfach so ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das da passiert.
00:25:15: Das ist eigentlich das was für mich dann also das Ding ist worum es sich dreht und ab da wird's auch einfach Magie.
00:25:22: So wenn man das Gefühl hat dass wir jetzt alle... Wir haben alle unterschiedliche Geschichten die man uns allen nicht ansieht und mit einem mal spielt es wirklich keine Rolle mehr.
00:25:33: Und wie war das?
00:25:34: Hab ich das in Liebe zu sagen einfallen.
00:25:36: Wenn man singt kann man keine Angst haben, war das nicht so?
00:25:39: Ja,
00:25:39: irgendwie ist es so.
00:25:40: Und das in der Sekunde... Keine Ahnung!
00:25:43: Man ist einfach plötzlich gerade zusammen.
00:25:45: Das kann man bei einem großen Fußball-Turnier haben oder was andere zusammengehörigheitsgefühle haben.
00:25:50: Aber ein Konzert ist einfach der kürzte Weg gefühlt dieses Gefühl mal zu haben und dass es das wonach wir alle glaube ich einfach streben auch wenn uns das Gegenteil eingeredet wird und wie auch alle das Gegnteil den ganzen Tag machen mit unseren Videos
00:26:03: von Social Media.
00:26:06: Und das ist eigentlich das, was ich dann ... Wir sprechen bei einem Konzert von einem magischen Abend.
00:26:10: Wenn man es geführt, dass sich das über einen ganzen Abend zieht, geht's nicht darum, ob jetzt bei einem Song laut mitgesungen wird, sondern einfach das Gefühl, dass wir plötzlich eine große warmer in der Masse sind die das zusammen machen und das nicht mehr ein Konzern ist, bei dem ich für Leute Musik spiele, sondern wie einfach zusammensind und irgendwie einssind.
00:26:31: Genau so dieses Ding, das man da als Musiker sitzt wo er steht und die ganze Zeit irgendwie denkt boah das ist ja jetzt so krass, dass nicht mein Song singt.
00:26:37: Natürlich denke ich das aber es ist jetzt nicht so keine Ahnung.
00:26:42: also ich hab da ganz oft Bilder drin vor mir wie ich den Song geschrieben habe und eher Erinnerungsfetzen die dann so passieren.
00:26:48: Das war damals beim ersten Album.
00:26:50: ist ein Song auf der ich laufe Den kennt ihr ja.
00:26:53: warte bei dem Konzert
00:26:54: Ja
00:26:55: Und Keine Ahnung Ich weiß noch als wir den live gespielt haben Die Leute haben alle angefangen zu singen und irgendwann auch In den Arenen ja und die wissen, dass ich denen irgendwie in Boxer Shorts im Sommer.
00:27:11: Und jetzt auf unsere.
00:27:12: Und das ist natürlich der Kleid von sich dann natürlich ein.
00:27:14: Denkst du es ist einfach Wahnsinn, dass das jetzt irgendwie
00:27:17: passiert?
00:27:17: Aber dass das Musik schafft, das finde ich halt so.
00:27:20: Das ist wirklich verrückt und dafür liebe ich Musik auch.
00:27:23: Musik macht so viel mit einem also
00:27:26: ganz ob ist natürlich auch so, dass Ich mir dann so Sachen denke Von wegen da sollte wer super wenn sie dann da singen würden Es wäre richtig geil und das passiert es einfach nicht.
00:27:34: Ach so.
00:27:36: Also klar, bei den Songs die dann irgendwie so Singles sind hoch Welt retten keine Maschine also bei keinem Maschinen ist.
00:27:43: beim Schreiben habe ich das schon vor mir gesehen dass das ein riesen Hit was der einzige Song bei dem ich bei einem schreiben wusste das muss ein Hits sein.
00:27:50: aber ich hab letztens haben wir zu dem Album Release Konzert gespielt bei denen wir alle Songs von dem Alben vor allem bis hinten einfach durchgespielt haben würde man normalerweise live nie machen.
00:28:00: also weil das keine Ahnung willst eher so große Kurven haben.
00:28:05: Und da geht es ja manchmal quasi abtempo und dann plötzlich ballade und wieder Abtempo ist also ein Hin-und-Herr.
00:28:10: Leute, du musst nicht ständig hinsetzen und aufstehen, das war Wahnsinn!
00:28:13: Aber da habe ich mir dann so bei den in der Vorbereitung am Tag nach vor überlegt dass wir beim Song Wir... Das ist der letzte Song von dem Album eigentlich kein richtiger Songs eher so eine Art Mantra.
00:28:22: Ich singe da gefühlt immer die gleiche Also nicht die gleichen Zeile aber der Aufbau ist immer dergleiche.
00:28:28: Dann hab' ich irgendwie gesagt's wäre ja ultra geil wenn man das am Ende nochmal so drei Minuten Einfach instrumentalmäßig weiterspielen.
00:28:35: Und die Songs dann einfach ... Die Songs, die Leute dann singen... Das ist erst der ... Nee frag mich nicht wie weit noch.
00:28:42: was wir suchen ist ganz nahe.
00:28:45: Wir sind erst am Anfang dieser Reise, frag ich mich wie weit nach.
00:28:47: was wir such'n is ganz nah.
00:28:48: Ich dachte es wäre irgendwie ganz romantisch wenn die dann alle am Ende diese Zeile singen.
00:28:52: Was wir suchen is ganz nach.
00:28:54: Aber so gefühlt drei Tage nach Albumveröffentlichung oder
00:28:58: so.
00:28:59: Und in diesem Fall war's so dass das tatsächlich passiert ist!
00:29:02: Und einfach Magie pur war.
00:29:05: Das waren so knapp vierhundert Leute, die alle dann so ganz andächtig diese Zeile gesungen haben und ich mir die ganze Zeit denke wenn ihr wisstet was ich damit meine.
00:29:15: Denn also alle gucken ja quasi auf mich so ungefähr und keine Ahnung von verbindet er noch immer mit jemandem der auf der Bühne steht irgendwie eine Art Sehnsucht und pröziere Sachen in den Rhein.
00:29:25: Ich mein natürlich dass das in einem ist was man sucht.
00:29:29: So und da hast du diese Leute die alle diese Zeilen singen.
00:29:32: Ich kann es nicht beschreiben, aber total magisch.
00:29:35: Dass sie das immer weitergesungen haben, auch als wir fertig waren dann eigentlich quasi.
00:29:38: Sie haben sich jetzt immer noch mal weiter gesungen.
00:29:41: Magie!
00:29:41: Also
00:29:42: manchmal passiert es und manchmal
00:29:43: passiert's nicht.
00:29:44: Auf jeden Fall was auf jeden Fall
00:29:46: magies.
00:29:48: Man hat ja so Wünsche und Träume... Das ist
00:29:52: dein größter Wunsch?
00:29:54: Aber
00:29:54: ich möchte gerne mal auf einer Bühne stehen wenn genau das passiert.
00:29:57: Ich möchte einfach wie ein kleines Mäuschen.
00:30:00: Dann stell ich mich da hinten in die Ecke und ich will das einmal, ob es noch verrückter ist als wenn man im Publikum ist?
00:30:07: Das
00:30:07: Ding ist für dich dann sogar nördig.
00:30:08: Es wird's wieder nörderlich.
00:30:09: Noch verrücker sein als für mich weil ich hab diese lustigen Kopfhörer am Ohr Und es kann tatsächlich passieren dass ich das gar nicht höre oder zumindest gar nicht so höre Wie die Lotte ist hören.
00:30:19: Also das ist wirklich immer ein bisschen schwierig zu erklären.
00:30:22: aber ich höre das Publikuum tatsächlich über Mikrofone.
00:30:24: Ich höre den nicht mit meinen Ohren in dem Sinne.
00:30:28: Weil ich Patföhre drin habe, die so dicht sind dass wenn ich die jetzt hier drin hätte und wir würden miteinander sprechen würde ich euch nicht hören.
00:30:35: Das wäre schlecht!
00:30:37: Also der Ben, der bei mir quasi meinen Ton macht ihn nicht höre... Der fährt das Publikum also er macht es quasi laut und leiser.
00:30:49: Der dann irgendwie feststellt, war da mein Ertrift keinen Ton mehr als Publikum so laut
00:30:52: ist.
00:30:52: Dann
00:30:53: macht er das ein bisschen leiser damit es auch nicht so räumlich ist.
00:30:55: Man muss jetzt immer vorstellen... Das bringt ja auch immer, ich höre den ganzen Raum wenn ich aus dem Publikums höre und deshalb ist manchmal so dass ich die supergeil höre in manchen Locations, die geben wir einfach nicht her.
00:31:06: Da musst du das sehr leise machen damit ich halbwegs anständig singen kann.
00:31:11: Wenn du ohne Kopfhörer auf die Bühne gehen würdest, würdest du im Zweifel die Band nicht richtig hören weil auf der Bühnen hörst du nur Schlachtzeug?
00:31:17: Der Rest ist stille.
00:31:19: Ja, wir waren ja nie auf der Bühne und sie wissen... Du Mensch!
00:31:21: Also vielleicht hier nur abstehen?
00:31:24: Da muss man mal zum Konzert kommen.
00:31:25: Dann bin ich euch auf die Bühnen dann könnt ihr euch das mal stechen.
00:31:28: Ich werde dir sehr dankbar weil es ist wirklich Ihr Traum.
00:31:31: Ich spreche
00:31:33: da schon Jahrzehnte von.
00:31:33: Und dann
00:31:34: geht's mir raus.
00:31:34: Okay, da machen
00:31:35: wir sehr gut.
00:31:36: Jetzt habe ich die Frage verloren, wo spielst du am liebsten?
00:31:41: Großen Publikum oder kleine Location?
00:31:43: Beides.
00:31:44: Das kann man doch nicht sagen!
00:31:45: Es sind zwei völlig unterschiedliche Welten.
00:31:47: Ich lieb's, wenn das einfach so ein Riesending ist und es eigentlich so groß ist dass du gar nichts mehr überblicken kannst Und weil das natürlich einfach eine andere Power hat.
00:31:57: Also gerade wenn wir über so was sprechen ist Publikumsachen bezogen Wir haben jetzt zwei Dreizehn in Berlin in der Waldbühne gespielt.
00:32:04: Wenn irgendwie zwanzigtausend Leute deine Songs singen die du als zwanziger Jahr irgendwo geschrieben hast Die Energie, der passiert unglaublich und auch ... Keine Ahnung.
00:32:13: Es hat auch ein bisschen den Reiz diesen Druck zu haben eine Show auf die Beine zu stellen, die das tragen kann so.
00:32:20: Aber gleichzeitig sowas wenn es irgendwie ultraintim ist Und du auch mehr sagen kannst Für dich auch keine Ahnung, es hat einfach ne andere Nähe.
00:32:29: Also es ist ein bisschen Power gegen Nähe.
00:32:32: Das würde ich nicht ... Gibt's kein ... Das einen Ohr oder das anderen Ohr?
00:32:37: Wenn die Abwechslung dies macht
00:32:40: Wie lange hast du an den Album gearbeitet, bis es fertig war?
00:32:43: Also von.
00:32:44: ich möchte gern.
00:32:45: Ja okay wie lange hast Du passioniert leidenschaftlich geschrieben an Deine Songs?
00:32:55: also ich stelle mir das sehr schwierig vor.
00:32:57: Ich kann das auch nicht bei der way sonst werde ich auch irgendwie Musiker.
00:33:01: Ich bin froh wenn ich manchmal einen Namen merke Kannst du
00:33:05: gar nicht,
00:33:06: ne?
00:33:07: Da haben wir ja unsere Eselsbrücke über die wir schon gesprochen haben.
00:33:09: Aber du kannst das gar nicht.
00:33:12: Ja, das muss man bei jetzt auch nichts hier besprechen.
00:33:14: Tim steht ja auch
00:33:14: dazu dass er es nicht kann.
00:33:15: Es geht dir um seinen neuen Album und geilen Album.
00:33:18: Die Leute sollen's hören, die sollen's kaufen... ...es geht ja nicht um mich.
00:33:21: jetzt bitte!
00:33:21: Das können wir ein anderer mal darüber sprechen.
00:33:23: Aber ich will aber das können wir auch trotzdem überschmeiden.
00:33:25: Oh Mann!
00:33:26: Nein, aber ich habe letztens wieder so einen Video irgendwo gesehen wo das einer erklärt hat.. ..das Ding ist wirklich einfach wenn dir jemand Also wir haben das Problem wahrscheinlich beide, dass wenn jemand bei mir jemanden kennenlernen, also dem guten Tag sagen.
00:33:39: Dass wir so unsicher sind, dass wir glauben, wir müssen irgendwas Schlaues sagen und wir sind so damit beschäftigt was schlaues zu sagen zu diesen Menschen, dass wer einfach entgeistig nicht anwesend sind, wenn er uns seinen Namen sagt.
00:33:51: Da habe ich letztens halt irgendwo gesehen, dass die Aufgabe ist, wenn du jemand, also dich jemand grüßt ihn noch nie gesehen hast... Leer zu sein und einfach nur auf diesen Namen zu achten, dann merkst du den auch.
00:34:03: Man lässt ihn nochmal wiederholen!
00:34:05: Das ist eine sehr schöne Erklärung.
00:34:06: Man muss dem Zuhörer sagen... Wir haben uns nie vorher gesehen.
00:34:11: Aber genau
00:34:12: so ist es.
00:34:13: Es ist genau so!
00:34:14: Du
00:34:14: hast das sowas von beschrieben, das stimmt.
00:34:17: Das kriegt mir genauso.
00:34:19: Ich will da nicht so viel sagen.
00:34:20: Na tust
00:34:21: du auch, also du bist immer sofort mit der kompletten Tür!
00:34:22: Vielleicht
00:34:23: muss man doch was sagen heute... Du warst ja auch ein Podcast dran und wir haben sie zum ersten Mal gesehen.
00:34:29: Jana?
00:34:29: Ja na danke, siehst du.
00:34:30: Ja na.
00:34:31: Und pass auf, nur was zum Thema.
00:34:37: Ich war echt total überzeugt davon dass ich das mal gesehen habe und zwar auf unserem Event.
00:34:41: aber das war nicht so und weiß sage ich als erstes Mensch bist du aber groß geworden Und der Moment, wo sie mir ihr Namen sagt.
00:34:49: Meinst du, ich habe groß geworden und die so ... Wie jetzt?
00:34:53: Wir haben uns noch nie gesehen!
00:34:55: Paul, halt bitte den Mund.
00:34:59: Aber das kann mich wirklich sehr gut nachempfinden und es ist ein Thema.
00:35:01: Ich will mich da bessern weil ich mache immer wieder die Erfahrung wenn ich auf Menschen treffe dass.
00:35:07: die können sich nicht vorstellen, dass sie mich an sie erinnert kann Weil sie immer denken, ich treffe so viele Leute.
00:35:13: Er erinnert sich nämlich.
00:35:14: Aber Gesichter merke ich mir.
00:35:15: Ich weiß so neun, neunzig Prozent ob ich jemanden schon mal gesehen habe und das ist wirklich so krass wenn du dann nach einem Jahr jemandem trist und dem einen Vornamen ansprichst.
00:35:24: die Leute drehen durch verglück.
00:35:26: Ja, das macht das mit einem auf jeden Fall.
00:35:28: Deshalb
00:35:28: möchte ich das gerne.
00:35:29: Das findest du dir auch mal vornehmen?
00:35:34: Nein, die Frage
00:35:34: war ja wie lange du...
00:35:38: Auf der einen Seite habe ich irgendwie das Gefühl, dass kann man da keinem als Arbeit verkaufen was ich da mache.
00:35:42: Auf der anderen Seite wenn ich so in meinem Umfeld mich umgucke, haben wirklich in den letzten zwei Jahren hat mich keiner gesehen im meinem Um Feld.
00:35:51: also meine Eltern schon.
00:35:52: das ist besser geworden das kann ich mittlerweile schon alleine wegen meines Sohnes.
00:35:57: Also wenn mein Sohn nicht wäre hätte die wahrscheinlich auch zwei Jahre nicht gesehen.
00:36:01: Das Song schreiben ist für mich nicht nur... das ist nicht nur der Moment, an dem ich an einem Schreibtisch sitze und irgendwie in meinen Mikrofon Sachen rein singe.
00:36:09: Wenn man das runter bricht, sind das vielleicht zwei drei Wochen in denen ich effektiv an diesem Tisch saß und die Sachen geschrieben habe.
00:36:17: Aber ich laufe damit ja die ganze Zeit schwanger und ich kann damit auch... Ich kann dann zwischendrin nichts anderes machen was irgendwie in irgendeiner Art und Weise meine Hirnkapazität bahn sprucht weil ich die ganze zeit darüber nachdenke.
00:36:27: Das ist dann immer... Ich hab das wirklich seitdem ich denken kann also ich hab irgendwann bestimmt nicht viel Musik machen und da hat es immer... war immer so.
00:36:35: ne, nee ich mach das jetzt nur weil ich dann irgendwann Musikmacher.
00:36:38: Also
00:36:39: du schließt dich irgendwie ein bisschen ein, was zu sagen?
00:36:42: Ja es ist nicht nur so ein Einschließen sondern auch so'n bisschen... Isolieren?
00:36:46: Ich kann erst wieder etwas machen wenn ich das fertig habe und dann bin ich zwischendrin einfach nicht so richtig anwesend!
00:36:50: Ich mach dazwischen drin Sachen und sehe auch zwischndrin mal Menschen und hab auch Zwischendrinnen wie in Privatleben aber trotzdem keine Ahnung.
00:36:59: es ist jetzt wirklich das Album dürfen wir hier sagen weil sie einen Tag für heute haben.
00:37:04: Also, es kam jetzt vor ein
00:37:06: paar Tagen
00:37:06: raus.
00:37:06: Und das erste Wochenende quasi
00:37:08: danach
00:37:09: bzw.
00:37:09: das Wochenende nach der Veröffentlichungswoche ist wirklich crazy wie anders sich mein Körper anfühlt weil ich plötzlich in so einem Modus... Ich muss erst mal wieder lernen dass ich einfach heute entscheide was ich heute mache.
00:37:22: So also es ist wirklich gefühlt mind.. Also, sie habe auch nicht zwei Jahre daran durchgängig gearbeitet und ich hab erstmal die Songs geschrieben und so sagen wir nach einem halben Jahr war das eigentlich quasi durch.
00:37:35: So, dann habe ich ein halbes Jahr schon noch ein bisschen andere Sachen gemacht zwischendünnt und auch ja quasi einfach Termine gehabt und keine Ahnung, hier im Label getroffen, da mal in einer Fernsehsenden gewesen, ne?
00:37:44: Hier mein Konzert gespielt... Und dann beginnt eigentlich der richtige Wahnsinn, indem ich dann wirklich arbeite also wusste auch wie arbeiten anfühle gerade in Zeiten von Social Media wo du irgendwie als Musiker nicht nur zu irgendwelchen Terminen fährst und dummes Zeug geredes sondern ... noch mal einfach ein kreativer Prozess starten muss.
00:38:03: Es sei denn, du machst einfach das was alle machen, nämlich irgendwelche TikTok-Trends nachmachen... Das ist nichts für mich!
00:38:07: Ich muss aus mir rauskommen und muss sich für mich spannend anfühlen.
00:38:13: Aber das ist halt auch richtig Arbeit.
00:38:14: also ich hab jetzt wirklich seit dreiviertel Jahr
00:38:17: gefühlt.
00:38:17: Können wir unterschreiben?
00:38:19: Bin ich in so einem fünf Minuten Takt durchgetaktet mit Sachen die ich machen muss.
00:38:23: Und dann natürlich in Verbindung mit dass man dann auch Termine hat und dann wirklich Promo-Sachen macht.
00:38:28: Und hier mal ein Konzert spielt, und da mal eine Fansendung ist absurd vorausschauend diese Sachen produzieren muss.
00:38:36: Ich kann das nicht den kreativen Teil, ich kann es nicht abgeben.
00:38:42: Das kreative Teil ist für mich nicht nur mehr auszulegen was ich in die Kamera rein sage sondern auch der wie schneide ich das danach?
00:38:48: Wie sieht das danach aus?
00:38:53: Mit allem Drum und Dran und Fotoshootings, die man so macht.
00:38:55: Und Videodrehs, die ich an diesem Album gearbeitet habe.
00:39:02: Wow!
00:39:07: Ich dachte das geht irgendwie ratzfatz.
00:39:08: In zwei, drei Wochen schlägt man sich ein... Das würde
00:39:11: auch gehen.
00:39:14: Aber ich bin leier.
00:39:17: Wir haben ja schon gesagt es ist ein sehr persönliches Album.
00:39:21: Ich sag jetzt mal, Transformationen eigentlich beschreibt in so den einzelnen Phasen.
00:39:26: Und also wenn das nicht gewesen wäre jetzt wahrscheinlich schneller gegangen.
00:39:31: Also weil ich habe einfach immer so ein bisschen auch mal diese Phasendurchleben müssen um am Ende der Phase dieses Songs schreiben zu können.
00:39:39: Aber auf jeden Fall ist das... Auch wenn es ja zu klingen, dass wäre jetzt eine Heidenarbeit gewesen.
00:39:43: für mich eigentlich ist ein spannendes Saubung gewesen rein vom Musikmachen-Part.
00:39:48: Weil das so organisch aus mir rausgeflossen ist und eben das Gefühl zu haben, nicht mehr Kreuzfahrträze zu lösen sondern wirklich einfach mitzuschreiben.
00:39:57: Einfach in mich hineinzuhorchen.
00:39:58: und wenn ich mich hineinhorche und das Gefühl habe da kommt nichts zu wissen aber dann muss ich einfach warten.
00:40:03: Das kann man
00:40:05: nicht herbeizwingen.
00:40:07: Und das keine Ahnung!
00:40:08: Ich bin da gerade in so einem Send-Modus was das Thema Song schreiben angeht denn er würde mir auch gerne gefragt ob man auf jeden Fall eine Schreibblockade hat.
00:40:14: Ich kann mit Sicherheit sagen dass es mir nicht passieren wird Schreibt Blockade, weil die Atemweise wie ich Songs schreibe.
00:40:19: Das ist keine Blockade!
00:40:20: Dann ist da einfach nichts.
00:40:22: und selbst wenn dann eine Blockade ist, hat sie einen guten Grund dazu sein und da muss man sich erst mal damit beschäftigen was man auflösen kann bis dann wieder Songs sprudeln.
00:40:34: Jetzt ist ja erstmal ganz viel gesprudelt.
00:40:37: Ich habe meine ganz andere Frage.
00:40:44: Also wir waren in dem Jahr bei deinem Konzert.
00:40:47: kurz, ich sag mal nach diesem allzeit bekannten Durchbruch sozusagen.
00:40:54: Jetzt werden wir alle älter... Man gründet Familie und so weiter.
00:40:58: Du nicht?
00:40:59: Ich wollte gerade sagen, wie
00:41:00: machst
00:41:01: du es?
00:41:02: Also ich nicht!
00:41:03: Wollte ich gerade sagen...
00:41:04: Okay also ich werde älTER und Familie und Kinder usw.
00:41:08: kommen irgendwie dazu.
00:41:11: Wie hat sich denn deinen Blick auf Erfolg und Zeit geändert im Laufe dieser Zeit.
00:41:20: Komplexe Frage?
00:41:21: Ja,
00:41:21: ich habe mir die ausgedacht.
00:41:24: Auf der Folge ist es vielleicht ein bisschen einfacher als Zeit.
00:41:27: Irgendwann schreibe ich einen Album über Zeit.
00:41:29: Ich finde das ein krasses Thema oder?
00:41:31: Wir fangen erst mal
00:41:33: mit Erfolg
00:41:34: an bevor sich meine Gedanken wieder überschlagen.
00:41:36: Das wollen wir nicht.
00:41:39: Also ich hab mich tatsächlich, bevor meine Karriere anfingen immer gefragt warum ich eigentlich Musik mache.
00:41:44: Ist das wegen Applaus und wegen ich will reich sein?
00:41:47: Und alles soll mich toll finden.
00:41:48: oder ist Musik machen Grundbedürfnisse von mir.
00:41:53: Das ist zum Glück relativ schnell klar geworden, dass ich Song schreiben muss.
00:41:57: Es geht gar nicht anders.
00:41:58: Ich habe keine Ahnung.
00:42:01: Aber trotzdem hat sich der Erfolg am Anfang natürlich total darüber definiert.
00:42:06: Also ja weil ich wollte meinen Lebensunterhalt natürlich auch damit bestreiten so dann sind wir klar es muss einen gewissen Schwellenwert muss das irgendwie übertreten.
00:42:16: Und lustigerweise, ich hab gestern meinen Keller aufgeräumt.
00:42:19: Guck mal, wäre es schon weiter als wir?
00:42:20: Ja also angefangen!
00:42:22: Das ist ein nicht endender Prozess.
00:42:25: und da stehen wirklich, also stehen meterweise goldene Schallplatten.
00:42:31: Weil das ein riesen Ding war.
00:42:32: du musst dann immer wenn dann irgendein hunderttausend zweihunderttaussend dreihundert tausend fünfhundertausend keine Ahnung ne Million, musst du so eine Schall Platte bekommen.
00:42:41: Und irgendwann fällt einem dann auf was soll das?
00:42:45: Was hat man davon.
00:42:47: Auch keine Ahnung.
00:42:48: so Charts, ja auf so ein Album irgendwie auf Nummer einzelnen Charts ist.
00:42:51: Mein erstes Album ist auf vier gechartet, was unglaublich war.
00:42:55: also das war ein unglaublicher Erfolg weil es aus dem nichts kam und überhaupt nicht zu erwarten war.
00:43:02: Also ich habe da sehr viel für gearbeitet aber es ist trotzdem bis zur der Woche in der dass dann rauskam.
00:43:09: Also wäre auch wenn es auf fünfundzwanzig gewesen wäre, wär's ein unglaublicher Erfolg gewesen.
00:43:15: Und darüber ich gestern nachgedacht habe, dann steht da, ich hab so Nummer eins Dings dastehen, Nummer eins Albumsdingen.
00:43:21: Ich glaube von meinem dritten Album ist das immer noch Mensch und das hab' ich so gesehen, dass sie ja, das ist irgendwie lustig weil in dem Moment nehmt das dann passiert, stehst du nicht da und denkst boah krass!
00:43:33: Das ist jetzt ein Riesenerfolg, weil das einfach so absehbar is'.
00:43:37: Das heißt, der Gedanke kommt erst später.
00:43:39: Also jetzt, wenn du im Keller stehst quasi?
00:43:41: Ja genau!
00:43:42: Wenn man dann so zehn Jahre zurückspringen würde vor davor wäre das unglaublich das zu erreichen.
00:43:47: aber in dem Moment, in dem es passiert war das eben eher eine logische Konsequenz aus denen wie die Situation da war und keine Ahnung was hat so viele Indikatoren.
00:43:57: denn dafür dass wir eigentlich ich weiß noch als das Album rauskamen Waren wir uns war es klar, dass das auf eins gehen wird.
00:44:04: So dann kommen immer diese lustigen Trendscharze.
00:44:07: Lustigste Geschichte habe ich noch nie erzählt und das hat mein Blick darauf und auf die Branche sehr eingenordet sag' ich mal.
00:44:16: Also freitags kommt das Album raus Dann vergeht das Wochenende und dann kommen montags diese Trendscharte Und da weißt du eigentlich schon wo die Reise hingeht.
00:44:23: Wir sind alle felsenfest davon überzeugt gewesen dass das ganz klar auf eines sein muss Wir haben gesehen wie viele Vorbesteller wir hatten im Vergleich zu den Jahren davor.
00:44:31: War das irgendwie klar?
00:44:32: Dann siehst du ja auch, was so die Konkurrenz ist.
00:44:34: Kannst das halt schon gut sehen.
00:44:36: und dann waren wir auf zwei mit einem riesigen Rückstand auf die eins.
00:44:41: Und von der Sekunde an alle Menschen, mit denen ich quasi die Monate davor jeden Tag kommuniziert habe... Was machen wir hier promimäßig, was machen wir da?
00:44:50: Kein Wort!
00:44:52: Und ich saß dann so achso!
00:44:54: Achso!
00:44:54: So läuft es!
00:44:56: Also ab da wollte einfach keiner
00:44:57: mehr irgendwie... Ja also so von meinen aus so innerhalb... Plattenfirma, mit dem er hat die ganze Zeit zu tun und einfach nichts mehr gesagt.
00:45:03: Also wahrscheinlich auch weil sie jetzt nicht wissen wie sie damit umgehen sollen muss ich auch ein bisschen den Schutz nehmen.
00:45:08: aber es war schon sehr klischee.
00:45:10: also du wirst halt irgendwie abgefeiert bis zum geht nicht mehr und ihr wird alles in den hinteren geblasen solange du irgendwie ultra erfolgreich bist.
00:45:17: und kommt der erste kleine Rückschlag quasi Und alle drehen durch.
00:45:22: dann stellt sich am nächsten tag heraus dass das einfach ein Fehler ist Bandwitz, die wir gemacht haben.
00:45:29: Also eine Special Edition war das glaube ich, dass sie einfach nicht mit gewertet wurde.
00:45:33: und wir wussten dann noch wenn man das auf dem Papier nicht gesehen hat, dass wir eigentlich einen riesen Vorsprung haben.
00:45:36: aber
00:45:37: man hat es einmal nicht gesehen in diesen Trenncharts.
00:45:40: Und dann wollten alle wieder?
00:45:41: Ja ja dann kommen Sie sich ja wieder an!
00:45:43: Aber keine Ahnung ist halt auf jeden Fall sehr mein Blick darauf geändert.
00:45:48: so und da fing eigentlich der Prozess an, dass ich angefangen habe zu lernen erst mal dass mir das auch Spaß macht, dass das eigentlich der Erfolg Also das alles zu machen, zu können.
00:46:00: Und auch wenn das immer super anstrengend ist dabei irgendwie Spaß zu empfinden.
00:46:03: Ich habe ja diesen Beruf gewählt damit ich was habe, was mich erfüllt und mir Spaß machten.
00:46:08: Wenn alle Schritte daran bis dahin war Song schreiben für mich auch noch schlimm.
00:46:12: Weil dann alles nur Stress ist und irgendwelche keine Ahnung Ziele da erreichen müssen, dann hätte ja jeden anderen Job ausüben können so.
00:46:23: Warum mache ich das?
00:46:24: So.
00:46:27: Das ist mittlerweile für mich die Definition von Erfolg.
00:46:31: Dass ich das genießen kann, was ich da habe und wenn ich dann mein Leben so heibig davon bestreiten
00:46:36: kann... Das wäre ganz gut ne?
00:46:37: Super cool!
00:46:38: Aber auch wenn nicht, ganz ehrlich.
00:46:41: Dann werde ich irgendwas anderes machen.
00:46:45: Ich kann das nicht machen und dabei die ganze Zeit meinen Leben hassen.
00:46:48: Also ich hab das ja gewählt.
00:46:50: Ganz bewusst wirklich als Kind weil ich etwas machen wollte Was macht, dass ich mein Leben genießen kann?
00:46:56: Weil ich weiß, dass in der Form nur das eine habe.
00:47:00: Und deshalb ja keine Ahnung.
00:47:01: ist es gerade auch so ne Kombi aus dem was ich grade gesagt hab und uns ein bisschen
00:47:06: ja auch keine Ahnung
00:47:07: auch privat
00:47:09: leben
00:47:09: zu haben indem nicht nur mal kurz vorbeischauen.
00:47:13: Sondern präsentist und lebst?
00:47:15: Ja!
00:47:17: Das ist wie ich ja grad schon beschrieben habe.
00:47:18: wenn ich an einem Song schreiben bin, bin ich halt schon so n bisschen aufm anderen Termin Und das ist jetzt schon sehr viel besser geworden, aber das ist natürlich noch sehr viel Luft nach oben.
00:47:31: Also dass das Song schreiben nicht so ein Arbeitsding wird sondern einfach ich zwischendrin mal das Gefühl habe euch, du musst jetzt mal einen Song schreiben, dann schreibe ich den mal und wenn ich immer genug zusammenhabe überlege ich was ich damit mache.
00:47:40: also das was ich jetzt gemacht habe dieses typische... Ich hatte wirklich einen Song geschrieben eigentlich und aus diesem Song geschlussfördert.
00:47:47: oder muss ich ihn Album machen?
00:47:49: Das dann auch sofort verkündet ja es ist der erste Song von dem Album das war komm schon den ich dieser EM-Song.
00:47:54: Und weil ich dachte, das ist ja ein Kracher der Song.
00:47:56: Da muss ich den Album machen.
00:47:57: Weil da will ich gar keinen Umstein nehmen als immer wieder tun also das Anzukündigen
00:48:02: Ich schreibe jetzt an Album und das kommt dann.
00:48:03: Weil es hat dir so viel Druck gemacht wahrscheinlich?
00:48:06: Ja, das stresst einen einfach.
00:48:07: Das ist einfach so Unsinn.
00:48:09: Gerade wenn man sagt, man muss soviel selber machen und Muskeln ist auch wieder böse.
00:48:13: Ich finde es ja auch ultrageil.
00:48:15: Wir macht das ja Spaß aber dann braucht's einmal mehr Zeit.
00:48:20: Also für das, was wir jetzt gemacht haben innerhalb von einem halben Jahr hätte man eigentlich mindestens die Jahre gebraucht.
00:48:24: Und das ist auf jeden Fall meine Prämisse für alles, was ich musikalisch in Zukunft mache und ich werde mich damit sehr viel mehr Zeit
00:48:28: lassen.".
00:48:29: Das heißt ein zeitliches Verständnis?
00:48:32: Ja, Zeit!
00:48:32: Da sind wir bei der Zeit genau... hat sich also auch verändert.
00:48:35: Also nun hast du ja mittlerweile auch einen Kind.
00:48:38: Ich finde da passiert ja auch ganz viel, wenn sich die Lebensumstände ändern.
00:48:42: Wenn Kinder dazukommen ändert sich der Blick auf die Zeit komplett.
00:48:47: Also Zeit ist was ganz Irres für mich.
00:48:49: Ich weiß meine Oma hat immer gesagt, meine Mutter sagt es auch wenn erst mal Kinder kommen dann rast die Zeit und ich habe immer als Teenie gesagt ja ihr habt doch die gleiche Zeit wie wir alle so.
00:48:58: Hat man nicht?
00:48:59: Irgendwas läuft
00:49:00: dann anders!
00:49:00: Wir sind zwar wieder bei Physik und Mathe Das Zeit hat ja das unglaubliche Angewohnheit relativ zu sein Und das gilt halt nicht nur in diesem abstrakten physikalischen Sinne sondern das ist wirklich auf alle Lebenslagen bezogen.
00:49:16: Und als Selbstständiger hat man halt einfach immer dieses unglaubliche Bedürfnis, dass wenn man in einem neuen Projekt arbeitet.
00:49:23: So am besten schon zwei Wochen bevor das Projekt fertig ist zu wissen was mache ich danach.
00:49:28: und dadurch kommt man in so einen Strudel der ganz schnell in so ein.
00:49:32: wie soll ich sagen?
00:49:34: Einfach glaubt durch viel tun auch quasi viel zu erreichen und das ist einfach glaube nicht richtig.
00:49:40: Also hast du mit so ruhigen Phasen, also wenn es ruhiger wird... ...also das kennen wir ja auch.
00:49:46: Es bewegt sich immer so in Wellen.
00:49:48: Hast du mit ruhigen Phasen problematisch?
00:49:51: Das war auf jeden Fall in den letzten Jahren so, weil ich einfach gesehen habe was mit dieser Branche passiert.
00:49:55: Das ist ja jetzt zum Glück endlich auch in den Medien.
00:49:58: diese Streaming-Dienste und wie diese Abrechungsmodelle für Künstler egal wie erfolgreich sie sind nicht geil sind.
00:50:06: Und ich bin jemand der da schon irgendwie bisschen auch gerne hinter die Kulissen guckt und es verstehen möchte.
00:50:12: Und das ist in diesem Fall nicht so gut gewesen, dass sie zu verstehen weil das in mir gemacht hat okay ich muss eigentlich also nicht muss eigentlich mehr machen, weil das System eigentlich so nicht funktionieren kann.
00:50:22: So und habe versucht es damit zu kompensieren aber das führt halt zu nichts.
00:50:25: Das ist total quatscht mit zum glück in den letzten zwei drei jahren aufgegangen was mich für jetzt total entspannt.
00:50:33: Ich hab tausend Ideen was ich so machen könnte.
00:50:36: Ich mache die Sachen dann, wenn ich das Gefühl habe jetzt hab' ich auch die Kapazitäten dafür das zu machen und nicht mehr im Sinne von euch muss machen.
00:50:43: Weil sonst kann ich nächste Woche meine Miete nicht mehr bezahlen.
00:50:46: So dass ähm ja keine Ahnung ich hab da so ein fast angeborenen fast an geborene Existenzangst in mir drin, die ich gerade
00:50:55: ziemlich gut... Das ist deine Part?
00:50:57: Das ist ihr Part?
00:50:58: Die
00:50:58: Kalkarte ziemlich gut damit umgehen soll.
00:51:04: Ich werde keinen Cent mehr verdienen, wenn ich mehr tue als ich gerade tue.
00:51:08: Das ist ein krasser Prozess für mich.
00:51:09: Also ich bin auch tatsächlich so ein bisschen groß geworden.
00:51:13: Irgendwie wurde mir das eingetrichtert und ab morgen kann alles an die Freise sein.
00:51:17: Ab morgen bist du unter der Brücke.
00:51:19: So wurde mir es ein bisschen eingefeuert.
00:51:21: Und dass es ganz schwer daraus zu kommen... Es geht so viel Leichtigkeit verloren im Leben, weil man immer diese Angst im Nacken hat.
00:51:29: Man verpasst so viele gute leichte Momente, wenn man immer schon an die Momente in drei Wochen denkt.
00:51:37: Ja, da kann ich ein Lied sehen, um alles zu machen.
00:51:39: Was sind wir hier
00:51:40: beim Thema?
00:51:40: Was die Leute von einem denken können?
00:51:42: Das ist nämlich der Witz, dass das was mir sehr geholfen hat, mir das klarzumachen.
00:51:46: Da geht es nur um andere dabei!
00:51:48: Wenn mir
00:51:48: das passieren sollte, dass sich irgendwann feststeht, oh, ich kann mir das mein Lebensstandard, den ich gerade so habe und gar nicht mehr leisten, dann ist es so... Dann ist das so... Also wenn ich irgendwas gelernt habe in den letzten Jahren, dass mich das wirklich nicht mehr so richtig tangiert was Leute über einen denken und sagen.
00:52:05: Das
00:52:06: sagt ja immer so leicht aber mittlerweile kann ich das gut.
00:52:10: Es geht nicht immer von alleine muss man manchmal ein bisschen etwas für tun.
00:52:13: Und
00:52:13: auch darauf achten!
00:52:14: Immer wieder!
00:52:17: Wir freuen uns trotzdem jetzt auf... Das ist mein neues Album.
00:52:21: Wenn
00:52:21: wir zweimal gehört, dann werden wir auf dem Brückweg noch mal hören.
00:52:24: Dann werde ich dir mitteilen...
00:52:25: Mach das mal!
00:52:26: Welches Lied?
00:52:27: Mir ist der Titel wieder angefallen was ich gerne mag anders.
00:52:31: Das mag ich wirklich gern.
00:52:32: Stimmt.
00:52:32: Habe ich auch klar gesagt.
00:52:33: Ich habe es angespielt und hab gesagt oh da fühle ich etwas.
00:52:36: Das finde ich gut.
00:52:37: Dann sage ich dir was meine Lieblings-Liebe.
00:52:39: Das ist nicht
00:52:39: die einzige Song den ich nicht jetzt geschrieben habe sondern vor fünf Jahren schon.
00:52:43: Witzig.
00:52:43: Fühlt trotzdem was.
00:52:44: Aber
00:52:45: wie ich den wiedergefunden habe ist einfach völlig verrückt.
00:52:47: Ich hab die Demos von dem Album gesucht.
00:52:49: Alles noch nicht zurück, A eingegeben auf den iPad und dann kam Andas MP-Dreien.
00:52:53: Dann habe ich den angehört, was ist das für ein Song?
00:52:55: Und wirklich jede Zeile war als hätte ich es in der Sekunde geschrieben.
00:52:58: Das war wirklich, was ich meinte mit nach Ideen greifen.
00:53:01: Das genau so ein Ding.
00:53:03: Manchmal ist man halt seine eigene Zeit voraus und schreibt Sachen, die man selber nicht versteht oder
00:53:06: die vielleicht auch zu dieser Zeit noch nicht so passen.
00:53:08: Also natürlich passen sie irgendwie aber manchmal tut sich da eine andere Schublade auf.
00:53:14: Deshalb habe
00:53:17: Also Leute, reinhören ins Album.
00:53:22: Ich kann nur sagen wir haben zweimal gehört und ich fand es sehr gut.
00:53:30: Du magst das auch?
00:53:31: Ja du magst es auch?
00:53:33: Ich werde dir noch meine Lieder also mein mindestens ein Song sagen.
00:53:36: Du solltest ja auf jeden Fall auch, du solltest textsicherer werden.
00:53:40: Okay,
00:53:40: lasst uns das ein anderes
00:53:41: Ding.
00:53:42: Ja weil
00:53:44: wir
00:53:45: wollen ja auf Konzert!
00:53:50: Ich nehme mich beim Wort und jetzt haben wir noch in Bonus-Teil noch fünf spezielle Fragen an Tim.
00:53:56: Also dranbleiben?
00:53:58: Bleib bitte dran im Bonus-Tail.
00:54:00: Was für Fragen verraten wir?
00:54:01: natürlich nicht sondern...
00:54:04: gleich!
00:54:05: Im Kopf unterwegs mit Caro & Paul.
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