Geschlagen, ignoriert & ungewollt: So war Pauls Kindheit
Shownotes
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Heute blickt Paul gemeinsam mit Caro zurück in seine Kindheit, die geprägt war von körperlicher und psychischer Gewalt – und von dem dauernden Gefühl, ein ungewolltes Kind zu sein. Aufgewachsen in Rumänien spürte er früh, dass Bestrafung alltäglich war, egal wie sehr er sich bemühte. Hilfe von Erwachsenen? Fehlanzeige.
Die Folgen trägt er lange in sich: ein verzerrtes Selbstwertgefühl, übergroßer Ehrgeiz und der Drang, es allen beweisen zu müssen. Es geht für ihn bis heute darum, diese Muster zu erkennen, einzuordnen und Wege zu finden, mit Grenzen, Therapie, Rückfällen und viel Liebe einen Umgang zu finden.
Trigger-Warnung: Diese Episode enthält Schilderungen von körperlicher und psychischer Gewalt in der Kindheit sowie Erfahrungen von Zurückweisung. Bitte hör nur, wenn du dich sicher fühlst – oder überspringe die Folge.
Hilfe & Unterstützung: Telefonseelsorge – 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – 08000 116 016 Hilfetelefon Gewalt an Männern – 0800 123 9900
Weitere Anlaufstellen: www.telefonseelsorge.de
Du bist nicht allein. 💛
Transkript anzeigen
00:00:04: Du jetzt.
00:00:04: Klappe die erste.
00:00:07: Prost.
00:00:08: Willkommen in unserem Podcast.
00:00:10: Hätte ich dich gerade bei einer begrüßt.
00:00:11: Ja,
00:00:11: wir kommen auch in unserem
00:00:12: Podcast.
00:00:12: Schön, dass du da bist.
00:00:13: Vielen Dank.
00:00:14: Vor allem in unserer Küche.
00:00:15: Das ist ein Heimspiel, sozusagen.
00:00:17: Das ist ein Heimspiel für uns.
00:00:18: Also, prüße ich ihn erst mal.
00:00:22: Schön, dass ihr da seid.
00:00:23: Ebenfalls schön, dass ihr da seid.
00:00:24: Schön, dass du da bist.
00:00:27: Wir
00:00:27: haben sie jetzt auch endlich hingekriegt, einen Namen zu finden.
00:00:30: Es war irgendwie schwierig.
00:00:32: Ja, es war schon eine Herausforderung, einfach zu überlegen.
00:00:36: Vor allem für die Ideen, die wir haben, über die Themen, die wir sprechen wollen, was zu finden, was auch passend
00:00:43: ist.
00:00:44: Und?
00:00:44: Was ist gewonnen?
00:00:45: Im
00:00:45: Kopf unterwegs.
00:00:46: Im Kopf unterwegs.
00:00:46: Ja.
00:00:54: Und jetzt sind wir heute den ersten Tag in unserem Kopf unterwegs.
00:00:57: Heute eher in meinem Kopf unterwegs.
00:00:58: Heute eher
00:00:59: in deinem.
00:00:59: Aber festgestellt, dass heute eher mein Typ ist.
00:01:02: Aber mit irgendwas muss man ja anfangen.
00:01:03: Das ist richtig.
00:01:04: Warum ein Kopf unterwegs?
00:01:06: Am Ende ist es so, dass das meiste im Kopf passiert.
00:01:11: Ja.
00:01:13: Es ist ja so, dass dort alles stattfindet.
00:01:15: Emotionen, Wut, Dinge, an denen man sich erinnern kann, Dinge, die man sich gar nicht erinnern will.
00:01:22: Dann versteckt man die im Kopf oder hinter eine Tür und man verschließt die Tür.
00:01:27: Und wir gucken jetzt ... Ich wollte
00:01:29: sagen, man kann den Menschen ja auch nur bis vor dem Kopf gucken.
00:01:32: Genau.
00:01:32: Heute
00:01:32: gucken wir mal rein.
00:01:33: Und jetzt gucken wir mal rein.
00:01:34: Das ist ja sehr spannend, weil die meisten kennen uns hier eigentlich nur ganz, ich sag mal, von der anderen Seite lustig, witzig.
00:01:43: Powerkappel, immer am Start.
00:01:45: Und heute reden wir mal ... Jetzt
00:01:48: packen wir den Koffer aus.
00:01:50: Jetzt gucken wir mal einen Kopf unterwegs.
00:01:51: Ja, da ist immer ein Kopf unterwegs.
00:01:53: Heute
00:01:54: in deinem mit einem ... Ich würde schon sagen, sehr emotionalem Thema.
00:02:02: Wir sprechen heute über deine Kindheit.
00:02:05: Das ist richtig.
00:02:06: Genau.
00:02:06: Ich bin ja jetzt schon zwanzig Jahre an deiner Seite und du an meiner.
00:02:13: Und ich finde, das ist eines der krassesten Themen, die so oft mich eingebrasselt sind, schon direkt beim Kennenlernen eigentlich.
00:02:21: Und es zieht sich aber wie an roten Faden natürlich bis jetzt durch.
00:02:27: Ich glaube, ich habe das völlige Gegenteil erlebt von deiner Kindheit.
00:02:31: Den kann ich da nicht so richtig.
00:02:34: Ich hoffe die meisten Menschen.
00:02:37: Weil bei dir war alles dabei.
00:02:39: Und du bist als Kind, ich glaube, ich kann es ganz knallhart auf den Punkt bringen, massiv verprügelt worden.
00:02:48: Ja, also psychische und philische Gewalt, weil ich mein Effekt habe, Dauerbegleiter.
00:02:58: Das ist was, ja in dem Moment als Kind nimmst du gar nicht so richtig wahr.
00:03:02: Du weißt es immer wie anders als bei anderen Menschen oder bei anderen Kindern, mit denen du abhängst.
00:03:08: Aber das kannst du für dich jetzt mal gar nicht so richtig sortieren.
00:03:10: Und erst wenn du so ein bisschen älter wirst, wird dir überhaupt bewusst was da stattgefunden hat und was das mit dir gemacht hat oder mit einem gemacht hat oder mit mir gemacht hat.
00:03:20: und Ich weiß nur ganz genau, dass ich dich von Anfang an gar nicht so richtig damit belasten wollte.
00:03:27: Nee, hast du nicht, genau.
00:03:28: Und wir fingen eigentlich überhaupt darüber zu sprechen, als wir schon etwas zusammen waren.
00:03:35: Aber du mit meiner Mutter, die erste Begegnung hattest, wo du schwanger warst.
00:03:40: Und der irdische Begegnung.
00:03:42: Und ich weiß nur, wie heute.
00:03:44: Es war Sonnig, es war Sommer.
00:03:46: Und das erste, vielleicht erzählst du, was ich
00:03:49: dir gesagt
00:03:50: habe.
00:03:50: Ich meine, ich lach jetzt drüber, aber es ist nichts zu machen.
00:03:52: Aber ich erinnere mich noch ganz genau.
00:03:54: Wir waren bei deinen Eltern und das erste was ... Es war die allererste Begegnung, das erste Hallo.
00:04:01: Und das erste, was deine Mutter sagte.
00:04:03: Ah ja, schwanger.
00:04:06: Ja, Paul.
00:04:07: Paul wollte ich ja nie haben.
00:04:08: Paul war uns so hässlich.
00:04:10: Ich hab alles versucht, dass ich den los wäre.
00:04:12: Und das war der erste Eindruck von deiner Mutter.
00:04:16: Und ich kann ehrlich sagen, der ist nicht besser geworden, der ist nicht gleichgeblieben, sondern der ist eigentlich im Verlauf unserer gemeinsamen Geschichte noch viel, viel schlimmer geworden.
00:04:27: Also, es sind deine Eltern, aber ich weiß auch, dass ich da so drüber sprechen kann, weil wir da einfach auch sehr offen und viel mit umgehen.
00:04:37: Aber speziell von deiner Mutter, ich weiß nicht, wenn ich jetzt sagen würde, halte ich gar nichts, ich hab ... Keine Worte für diese Frau.
00:04:48: Also ich hab noch nie einen empathieloseren Menschen in meinem Leben erlebt.
00:04:55: Und so viel Kälte, die im Entgegen gebracht wird wie von deiner Mutter.
00:05:00: Also kann ich gar nicht ...
00:05:01: Ja, ich glaub schon, dass sie manchmal anders kann.
00:05:05: Die Frage ist nur ... Aber
00:05:05: nicht mit dir auch.
00:05:06: Nicht
00:05:06: mit mir, genau.
00:05:08: Ja, Fakt ist ja, dass ... kein Wunschkind war.
00:05:12: Das ist Fakt.
00:05:13: Das hat sie nicht auf uns Gesicht gesagt.
00:05:15: Was die Situation natürlich nicht besser macht, die Frage ist ja nur, wie geht man mit einem Personen, mit einem Menschen, mit einem Kind um, wenn du trotzdem nicht den Wunsch hat, das diesem Kind zu bekommen.
00:05:27: Und ich glaube, ich habe ja die volle Breitseite bekommen, was es bedeutet, wenn man wirklich ein Kind ich will.
00:05:33: Das hat sich ja im täglichen Umgang geäußert.
00:05:37: Also ich sage mal so, ich hätte hier alles machen können.
00:05:41: gute Dinge, schlechte Dinge, gut gucken, schlecht gucken.
00:05:45: Es gab nie einen richtigen Grund, warum, ich sag mal, ich verprügelt würde.
00:05:50: Es
00:05:50: darf ja eigentlich nie einen Grund gehen.
00:05:52: Nein, es darf ja nie einen Grund gehen.
00:05:53: Das Thema ist ja, man reflektiert das viel, viel mehr, wenn man erwachsen ist, wenn man vor allem selber Kinder wird.
00:05:59: Und als wir Eltern geworden sind, ist das Thema für mich noch viel intensiver geworden.
00:06:06: Für mich ist immer die Situation, dass ich mich dann immer zurückversetze in dem, was wir immer in diesem Alter, wo die Kinder waren, also unsere Kinder auch, wo ich mal war.
00:06:15: Und ich weiß ganz genau, was ich damals gefühlt oder gar nichts gefühlt habe.
00:06:19: Und das wird einem bewusst einig, was so in einem Kind in dem Alter vorgeht und was das mit einem Kind macht.
00:06:24: Wie alt
00:06:27: warst du?
00:06:29: Also ... Also ich kann gar nicht so beschreiben oder sagen, so auf dem Datum oder auf dem Zeitraum definieren, wann das so alles angefangen hat.
00:06:37: Ich weiß nur, dass das für mich ein Dauerzustand war.
00:06:40: Ja, also es war schon in die erste Klasse so, dass ich zum Beispiel zum Sport, zum Sportunterricht teilweise mich nicht ausziehen wollte in der Klasse.
00:06:51: Ich meine, der meinte, das ist ja auch nicht so richtig aus, aber... Es war eigentlich, ich wollte es nicht, weil ich war an vielen Stellen am Körper mit blauem Flecken übersieht.
00:07:01: Und ja, du denkst ja am Endeffekt, du denkst ja nicht, dass das so gehört, aber wenn du es nicht anders kennst, dann ist das, das wird das irgendwann mal für einem selber, was nicht dir werden darf, zur Normalität.
00:07:15: dass du sagst, weil du bist ja nicht nur verunsichert, du weißt ja ganz genau, egal was du tust, ist egal.
00:07:23: Also es ist im Endeffekt ja die Laune, die an einem ausgelassen wurde.
00:07:30: Also ob sie gut drauf waren oder schlecht drauf waren, das wurde irgendwie gut gefunden, an uns auszulassen oder mir auszulassen.
00:07:36: Meine große Schwester war ja zum großen Teil für sie, Gott sei Dank, nicht da, weil sie war ja ein olympischer Team unterwegs und sie war ja auch mit Internaat.
00:07:46: Also sie war ja nicht zu Hause und ich war im Endeffekt ja ... der Mötter.
00:07:52: Also du warst der, der alles abgekriegt hat?
00:07:54: Ich hab alles abgekriegt, genau.
00:07:56: Du hast deine ältere Schwester und eine jüngere Schwester.
00:07:59: Die ältere ist ja kein großer, altes Unterschied.
00:08:01: Die war fast nie da.
00:08:03: Das weiß ich, die hat deshalb kaum was abgekriegt.
00:08:05: Und die Jüngere war zehn Jahre jünger.
00:08:08: Sie ist ja zehn Jahre jünger, genau.
00:08:10: Der, die groß hat, schon viel abgekriegt.
00:08:14: Aber aus dem anderen Grund, sie hat ja rhythmische Sportgemäß, die gemacht.
00:08:17: Und das war damals, oder sie war ja das, sagen wir so, das Vorzeigekind der Familie, die, ich sage mal, ins Ausland reisen durfte.
00:08:24: Und das war ein Prestige, dass ein Kind oder ein Mitglied, eine Familie in so einem olympisches Team sein kann oder darf.
00:08:34: Und das war schon so, dass die auf die Gewicht achten mussten.
00:08:37: Das heißt, sie hat ja einen bestimmten Plan, also Geschichten sind ja... Auch nicht von gestern, dass es einen bestimmten Plan gab, was essen darf, wie viel sie wiegen muss.
00:08:46: Also sie müsste, glaube ich, zwei oder drei Mal am Tag auf die Waage.
00:08:49: Und sobald das wirklich nur kurz abgewichen ist von, wenn wir darüber lachen heute, dann wurde sie verprügelt.
00:08:57: Und gleichzeitig meine Wenigkeit, weil ich sie versuchte, aber sie zu decken.
00:09:00: Also haben wir beide gekriegt.
00:09:01: Aber sie war ja... Für sie, Gott sei Dank, nicht immer zu Hause.
00:09:04: Das heißt, sie wurde zum Teil ja geschont, dieses falsche Wort.
00:09:08: Also kannst du ja gar nicht schonen.
00:09:09: Aber für sie war das definitiv schon ein bisschen anders als für mich.
00:09:16: Als nicht besser oder als nicht schlechter.
00:09:20: Wie sah das aus?
00:09:21: Also was heißt ... also ... wie in welchem Maß körperliche Gewalt?
00:09:29: Jede Art von körperlicher Gewalt ist schlimm, aber
00:09:31: ... Ja, jeder.
00:09:33: Eine Backpfeife ist das Minister.
00:09:34: Also, Backpfeife war das Minister, was da war.
00:09:38: Üblich war im Endeffekt mit den Gürtel.
00:09:40: Also, mit dem Ledergürtel.
00:09:43: So ein wahrsinnendes Wort.
00:09:44: Und wenn du weich zuprügeln.
00:09:46: Ja, egal welchen Körperteil.
00:09:47: Also, egal welchen Körperteil.
00:09:50: Wenn ich denke jetzt an unsere Kinder, wie zart man in so einem Alter ist.
00:09:54: So acht Jahre.
00:09:55: Das ist eigentlich, wie gesagt, ich denke an ...
00:09:58: Nee, darf man nicht.
00:09:59: Schlag nicht die Kurve.
00:10:03: Das ist gefährlich.
00:10:05: Das ist hart, natürlich.
00:10:08: Man kannst du dich an einen Alter erinnern, wo du sagst, ab da ging es für dich bewusst los?
00:10:14: Ja, also sechs, sieben da.
00:10:17: Da ist es nicht so.
00:10:18: Noch jünger
00:10:18: als unser Jüngster.
00:10:20: Ja.
00:10:28: Also hat es keiner gemerkt.
00:10:29: oder habt ihr es versteckt?
00:10:31: Was ist gemerkt?
00:10:34: Im Haus, also beide Eltern, nacht ja keine.
00:10:38: Wer soll das merken?
00:10:40: Und in der Schule, das war auch eine andere Zeit.
00:10:44: Man darf nicht auf die Zeit schieben.
00:10:45: Es war auch eine andere Kultur.
00:10:49: Es war vielleicht normal, mal den Kind irgendwie eine Backpfeifer zu verpassen.
00:10:53: Ob das es unbedingt erlaubt war oder irgendwie modern war, die Kinder so zu schlagen.
00:10:59: Das weiß ich.
00:10:59: Dafür war ich ja zu jung, um das überhaupt wahrzunehmen, als solches.
00:11:03: Aber Fakt ist, dass ... ... so Prügel am Tagesordnung.
00:11:09: Also das war ein Tagesordnung.
00:11:11: Und ich kann es doch nicht mal benennen auf bestimmte Gründe.
00:11:13: Also ... ... es war einfach da.
00:11:15: Und das ... ... das Schlimmste, was ich persönlich ... ... finde, ist ... ... viele mir nach Hause sagen, na ja, wieso hast du nichts gesagt?
00:11:24: Oder ... ... wieso hast du nicht gewährt?
00:11:26: Erstens kannst du dich halt so als ... ... kleines Kind überhaupt nicht werden.
00:11:29: Das sind deine Eltern, du ... ... das hast du auch bewiesen.
00:11:33: Die Eltern können die tun, was sie wollen.
00:11:35: Man liebt trotzdem seine Eltern.
00:11:37: Das ist komisch eigentlich.
00:11:45: Du entfindest irgendwann nichts mehr.
00:11:47: Das heißt, dass diese Prügelattacken, es geht ja nicht nur um die physische Prügel, also nicht diese physische, dass du verprügelt wirst, mit irgendein Gegenstand und mit Händen und sonstiges und auch die Physische.
00:12:00: Gewalt.
00:12:01: Gewalt, ne?
00:12:02: Weil da fing es bei mir auch schon an, dieses Thema, ich bin ja nichts wert.
00:12:06: Und das ist, das ist mit der schlimmste, wenn ein Kind in einem Alter dieses Gefühl entwickelt, ähm, du bist nichts wert.
00:12:16: Und eigentlich, eigentlich ist es nicht eigentlich, man sollte als Elternteil den Kind ...
00:12:25: Genau das nicht mitgehen.
00:12:27: Genau das nicht mitnehmen.
00:12:28: dass du nichts wert bist, dass du einfach nutzlos bist, dass man dich fragt, warum bist du eigentlich hier auf dieser Welt?
00:12:34: Also, du hast hier nichts verloren.
00:12:38: Und dann noch die körperliche Gewalt dazu, das ist ...
00:12:44: Aber gab es mal den Punkt, wo du dich jemandem geöffnet hast?
00:13:10: Weil du Angst hattest und weil du auch wusstest,
00:13:12: du kommst nicht
00:13:13: weiter?
00:13:13: Wo willst du hingehen?
00:13:15: Wo willst du hingehen?
00:13:18: Als Kind.
00:13:20: Wo willst du hingehen?
00:13:21: Das sind deine Eltern.
00:13:22: Den willst du sagen, die Lehrer?
00:13:24: Und deine Eltern haben das zusammengemacht?
00:13:27: Nein.
00:13:29: Nee, muss ich dazu sagen, das spritzt meine Mutter an.
00:13:37: Mein Vater ist ... Es klingt so, was ich sage.
00:13:39: Mein Vater ist im Inneren ein sehr guter Mensch.
00:13:43: Aber meine Mutter hat ihn so tagtäglich dazu gebracht.
00:13:49: Also, sie hat delegiert
00:13:51: sozusagen?
00:13:51: Sie hat delegiert, genau.
00:13:52: Sie hat nie andangelegt, sie hat nie irgendwie ... Irgendwie mich verprügelt, klar, also verbal war sie immer am Attackieren, aber tatsächlich handangelegt bei so einem Gürtel, das war schon mein Vater.
00:14:06: Eigentlich Leute, die man eigentlich mal lieben sollte.
00:14:15: Ich denke immer an unsere Kinder.
00:14:28: Hat das irgendwann von alleine aufgehört?
00:14:30: Ja, als ich fünfzehn war, als wieder Deutschland gekommen sind.
00:14:34: Weil du dich da wehren konntest?
00:14:36: Ja, weil ich körperlich so ... Ich körper die soweit war, dass ich gesagt habe, ich möchte das nicht mehr.
00:14:59: Hast du es deinen Eltern verziehen?
00:15:00: Habt ihr jemals drüber gesprochen?
00:15:01: Das möchte ich ja bis heute nicht.
00:15:03: Verziehen.
00:15:08: Verziehen.
00:15:09: Ich glaube, für meinen Äpfel muss man, glaube ich, auch ausholen.
00:15:13: Du hast ja keinen Kontakt zu deinen Eltern.
00:15:15: Nee.
00:15:16: Nee, das habe ich nicht.
00:15:19: Also, verziehen, das kann ich nicht sagen.
00:15:24: Verziehen, das ist einfach ... Man ist immer über den Punkt hinweg, was wir finden.
00:15:32: Und man ist irgendwann mal so weit, dass man sagt, mein Leben muss weitergehen.
00:15:39: Und du kennst ja meine Eltern, du kennst ja meine Mutter, mit ihr darüber zu sprechen oder ihr klarzumachen, was gewesen ist.
00:15:47: Aber hast du es mal versucht?
00:15:48: Ja.
00:15:50: Diese Zeit ist für die nicht existent.
00:15:53: Das ist alles erfunden.
00:15:55: Das ist nicht wahr.
00:15:56: Du kennst ja die Geschichten.
00:15:57: Ja, ich
00:15:57: kenne das, ja.
00:15:59: Mit meiner jüngere Schwester.
00:16:02: Sie war ja diesmal zehn Jahre junger, die hat das gar nicht mitbekommen.
00:16:04: Und sie sagt heute noch, dass das nicht wahr sein kann, weil das sind die liebsten Eltern in der Welt.
00:16:10: Aber meine große Schwester und ich, wir wissen, wie es war.
00:16:14: Wir waren dabei, wir gingen mit der Sicht aus.
00:16:18: Und für mich das Schlimmste ist, das ist natürlich für mich vieles ... Ich weiß nicht, wie mein Leben alles gelaufen wäre, ohne diese ... dieser körperliche und diese psychische Gewalt.
00:16:35: Ich weiß nur, dass ich ja heute noch sehr viel noch zu kämpfen haben teilweise.
00:16:45: Es hat ja auch viel damit zu tun, wie, ja, was das mit einem macht, vor allem in so jungen Jahren.
00:16:53: Und für mich war immer wichtig,
00:17:03: dass du nicht genauso wirst.
00:17:04: Genau.
00:17:07: Also ich hatte immer Angst, Kinder zu kriegen.
00:17:10: Ich wollte immer Kinder haben.
00:17:11: Ich hatte Angst, Kinder zu bekommen, weil man immer das Gefühl hatte oder man immer gedacht hat, was ist denn, wenn du deine Kinder antust, was du liebt hast?
00:17:21: Ich glaub, da ist man gar nicht so gefallt davon, das weiterzugeben.
00:17:26: Ich geb's Gott sei Dank nicht weiter.
00:17:28: Nee, so.
00:17:29: Ich geb's Gott sei Dank nicht weiter, aber ...
00:17:31: Also, da kann ich dich auch beruhigen.
00:17:33: Ich ... also, ich könnte mir jetzt keinen ... Also, ich könnte mir für unsere Kinder keinen liebevolleren Vater wünschen.
00:17:47: Die Sorge ... Aber ich kann das nachvollziehen, weil das ist das, was man immer hört.
00:17:55: Da braucht man sich nicht wundern, der ist schließlich auch so groß geworden.
00:18:00: Ich war ... sieben.
00:18:04: Sieben oder acht, war ich.
00:18:06: Ich hab ja nie was geschenkt bekommen.
00:18:10: Du kennst ja, ich feiere ungerne Geburtstage nicht, weil ich Geburtstag nicht mag.
00:18:13: Ich kenn
00:18:13: auch die Geschichte, ja.
00:18:15: Sondern weil ich ... Man hat mein Geburtstag nie gefeiert.
00:18:19: Es gab scheinbar keinen Grund, meinen Geburtstag zu feiern.
00:18:23: Das hat sich bei mir so eingeprägt.
00:18:24: Geburtstag feiern gibt es ja nicht.
00:18:26: Und ich hab auch nie was geschenkt bekommen.
00:18:30: Also wieder Weihnachten noch irgendwie zum Geburtstag.
00:18:33: Weil Uhtun war jedes Jahr, ich war nicht brav genug.
00:18:37: Und ich hab nie verstanden, warum.
00:18:40: Warum ich nie brav genug gewesen war.
00:18:41: Ich war gut in der Schule, ich war gut im Sport.
00:18:44: Ich hab im Endeffekt vieles getan, was ... Ja, was ... was normales Kind macht und darüber hinaus.
00:18:51: Da fing bei mir an, diese Trieb oder diese Antrieb mehr zu tun, um gesehen zu werden.
00:18:57: Weil im Endeffekt, vom Kleinen auf bin ich so erzogen worden oder so aufgewachsen, dass ich nichts wert bin.
00:19:06: Und ich wollte ja, wie jeder andere Kind oder ein anderes Mensch gesehen werden.
00:19:09: Also habe ich immer angefangen, mehr zu tun, gesehen zu werden.
00:19:12: Selbst das hat nie ausgereicht.
00:19:14: Und das hat mich immer mal so weit getrieben, dass ich immer mal in eine ganz andere Linie gefahren bin, in Bernhard, darüber spreche ich mal noch, weil ich mal das Gefühl hatte, mehr zu tun.
00:19:26: Und für mich war wichtig, mein Ehemaliger, merkst du, dass du zu Hause diese Anerkennung, diese... Gefühle, was ein Kind braucht.
00:19:37: Also diese Nähe, diese Zuneigung, das, was wir unsere Kinder geben, das merkst du, dass du das zuhause nicht bekommst.
00:19:47: Und ja, da zuckt man sich tatsächlich woanders.
00:19:54: Das zuckt man sich tatsächlich woanders und zwar bei Menschen, die einem fremd sind.
00:20:01: Ohne trotzdem sich zu öffnen.
00:20:03: Und wer war das bei dir in dem Fall?
00:20:05: Im Endeffekt waren das Freunde, Schulfreunde, in denen man sich das abholt.
00:20:10: Ohne sich zu öffnen.
00:20:11: Weil öffnen würde es für mich damals bedeuten, sich zu öffnen.
00:20:15: Hätte es bedeutet, dass ich tatsächlich erzähle, was meine Eltern tun.
00:20:18: Man chippt sich auch da gleichzeitig.
00:20:20: Das befinde ich nach in einem Betrachter, dass man auf der einen Seite, man ist wütend auf seine Eltern.
00:20:27: Gleichzeitig
00:20:29: sind sie die Eltern.
00:20:30: Und auf der anderen Seite schenkt man sich für die Eltern, wenn man sich öffnen würde, um dem anderen Menschen das sagen würde.
00:20:37: Ja.
00:20:38: Ja?
00:20:38: Weil natürlich sind viele Menschen, die sagen, wieso hast du nichts gesagt?
00:20:42: Was hätte ich mit acht Jahren sagen sollen?
00:20:44: Ja.
00:20:47: Jetzt, als ihr wachsen, weißt du ganz genau, dass das nicht okay ist.
00:20:51: Aber jetzt nicht mal unser Kind mit acht Jahren, meinst du, er wüsste es?
00:20:54: Wo
00:20:55: er damit hingeht?
00:20:56: Wo er damit hingeht?
00:20:57: Oder er wüsste,
00:20:58: das
00:20:58: ist nicht normal.
00:21:00: Meinst du, er würde in die Schule gehen, sagen, Ich werde verprügelt.
00:21:04: Ja, ich glaube tatsächlich auch, dass einfach dafür auch jeder fühlt, so sehr auf sich bedacht ist.
00:21:11: Also wenig in Auge für sein Umfeld hat.
00:21:16: Ja, nicht nur das.
00:21:19: Ich überlege halt immer, wenn du dich jetzt zum Beispiel nicht umgezogen hast beim Sportunterricht oder du hast mir zum Beispiel auch mal erzählt, dass du nicht sitzen gründest.
00:21:31: So, dann denke ich, das muss man noch merken.
00:21:34: Gehen wir alle mit solchen Steu-Klappen durch die Welt, dass man das nicht sieht?
00:21:38: Wenn sich ein Schüler jedes Mal ziert, sich umzuziehen oder nicht richtig auf seinem Stuhl sitzen kann?
00:21:45: Oder war das da so, wie du sagst?
00:21:48: Du bist ja nun auch in Rumänien groß geworden.
00:21:52: War das da so?
00:21:53: Weißt du, was ich meine?
00:21:55: War das so dieses, ja, das kann sein.
00:21:57: Vielleicht hat's ja auch jemand geahnt.
00:21:59: Das kann sein, aber das ist hier eben so.
00:22:02: Jetzt mal völlig fernab davon, dass das ... Nicht richtig ist, aber...
00:22:05: Ich sag mal so, in Rumänen hatte Lehrer sogar das recht, dich vor der Klasse zu verprügeln.
00:22:11: Das war normal.
00:22:13: Deswegen ist es schwierig für mich gewesen, oder überhaupt nicht in Banac gedacht, aber geschweige davon, dass es jemand auffällt.
00:22:22: Und wir hatten ja... Auch keine Großeltern, sie sind ja von Großeltern, also keine Kontakte in Großeltern.
00:22:28: Damit irgendwie die das sehen, wir haben ja auch keine Onkel und Tanten.
00:22:31: Also im Endeffekt waren wir ja nur für uns als Einheit.
00:22:35: Wenig Kontakt zum Nachbar.
00:22:37: Also, dass sie man sieht, dass ...
00:22:40: Aber mit deiner Groß und Schwestern konntest du dich ja aber auch nicht so richtig zusammen tun, weil sie ja wenig da war, oder?
00:22:45: Die war ja wenig da.
00:22:46: Und wenn sie
00:22:46: da war, habt ihr euch zusammen irgendwie
00:22:48: gewährt?
00:22:49: Ja, das haben wir zusammen.
00:22:50: Aber was willst du dann machen?
00:22:51: Die ist ein Jahr und sechs Monate älter wie ich.
00:22:54: Was willst du da machen gegen deinen großen Eltern?
00:22:58: Da kannst du nichts machen.
00:23:01: Und ich weiß nur ganz genau, das wollte ich eben schon erzählen, mit das hier nichts zu Geburtstag geschenkt bekommen haben, ich wollte unbedingt einen blauen Bus haben.
00:23:10: Ja,
00:23:10: die Geschichte.
00:23:11: Die Geschichte.
00:23:11: Ich wollte unbedingt, da muss ich neun gewesen sein, acht oder neun.
00:23:17: Und da war die kleine Schwester nicht geboren, unbedingt einen blauen Bus haben.
00:23:20: Und ich ... Weiß ja, ich mag gerne Buchhandelung.
00:23:26: Ich mach diesen Geruch.
00:23:27: Ich war jeden Tag da und es gab einen blauen Bus, da wollte ich unbedingt haben.
00:23:31: Und da bin ich da reingegangen und ich hab mich gekundigt, was das kostet.
00:23:36: Und ich hab meine Mutter aus dem Portemonnaie, ich sag mal Euro jetzt, geklaut, um mir diesen einen Bus zu kaufen.
00:23:44: Und ... Das war nur ein blauen Bus, ne?
00:23:51: Ja.
00:23:51: Nur ein blauen Bus.
00:23:52: Aber du hast ja nicht nur eingekauft,
00:23:54: ne?
00:23:54: Genau.
00:23:56: Ich bin hier gegangen und die Verkäuferin hat mir viel Rescue gegeben.
00:24:00: Da habe ich nur gefragt, wie viele Kamer davon nur kaufen.
00:24:03: Ich muss jetzt passen, es waren noch zehn oder dreizehn Busse, die ich noch kaufen konnte.
00:24:08: Und ich habe sie alle gekauft.
00:24:10: Das war der einzige Tag in meinem Leben bis dato.
00:24:13: Der einzige Tag, wo ich glücklich war.
00:24:15: Wohl wissen, dass ich nach Hause komme.
00:24:18: Und meine Eltern mir sowas von ... die Hölleis machen werden.
00:24:22: Das haben sie auch gemacht.
00:24:24: Aber eine Sache haben sie zusätzlich gemacht, was mich total eher aus den Socken gehauen hat.
00:24:31: Trotz all dem, was passiert ist.
00:24:35: Ich klingte jetzt abgeklärt, aber ich glaube, man stumpft ja leider ab.
00:24:42: Man stumpft ja leider ab.
00:24:43: Die haben mich gepackt.
00:24:46: Die haben meine Sachen eingepackt.
00:24:48: Und die sind mit mir ins Kind eingefahren.
00:24:56: Wir haben gesagt, bleibt ein Auto, wir müssen kurz klären.
00:25:09: Dann sind die reingegangen, die haben Gespräche geführt.
00:25:12: Warum das nicht passiert, weiß ich nicht.
00:25:14: In den Falle sind wir in mein Koffer zurückgekommen und wir sind trotzdem nach Hause gefahren.
00:25:20: Aber den Weg dahin ...
00:25:23: Davon kennst du noch jeden Meter, ne?
00:25:25: Das
00:25:25: kenn ich jeden Meter.
00:25:26: Und die Zeit davor im diesem Auto, wo wir gesessen haben.
00:25:32: Ich kann gar nicht beschreiben, auf der anderen Seite war ich froh, weil ich das irgendwie los bin.
00:25:38: Auf der Seite wusste ich gar nicht, was kommt jetzt.
00:25:42: Es war nur ein Plus.
00:25:43: Gut, das war mehr als ein Bus.
00:25:46: Aber es war das erste Mal, dass ich mir was gekauft habe, was ich gemacht habe.
00:25:53: Ich glaube, dass du sagst, dass das der einzige Tag war, an dem du glücklich warst.
00:25:56: In deiner Kindheit sagt gar nicht schon alles.
00:25:59: Dass dieser Kauf auch all das wert war, was du wusstest, was danach auf dich zukommt.
00:26:07: Es
00:26:07: war das ... Einzige, was ich bekomme, war das Kind.
00:26:12: Wahrscheinlich auch der Grund, warum ich unsere Kinder gehen über, durchaus ...
00:26:18: Mal zu viel machen.
00:26:19: Mal
00:26:19: zu viel machen.
00:26:25: Ja.
00:26:28: Und hast du mit deiner Mutter klar, die leugnet das alles und sagt, das hat nicht stattgefunden mit deinem Vater?
00:26:36: Wie ist das da?
00:26:40: Ja, mein Vater redet auch nicht gerne drüber.
00:26:44: Er weiß es aber.
00:26:45: Er weiß es aber.
00:26:46: Aber reicht einem das?
00:26:48: Das
00:26:49: reicht natürlich nicht.
00:26:50: Das reicht natürlich nicht.
00:26:51: Das reicht mir auch nicht.
00:26:52: Ich kann ihn aber nicht mehr ändern.
00:26:54: Also in seinem Augen, immer wenn du mit ihm redest und darüber immer kurz anreist, du merkst schon, dass er ganz genau weiß, was passiert ist.
00:27:00: Und das ganz genau, dass ihm das leidtut.
00:27:02: Er kann es natürlich nicht ungeschieden machen.
00:27:04: Das ist nur passiert.
00:27:06: Und ... Du fragst das immer, ob ich irgendwie verziehen habe.
00:27:15: Ich weiß auch nicht.
00:27:15: Ich glaube, ich würde einfach
00:27:16: ... Ich kann nur für mich brechen.
00:27:18: Ich hab damit abgeschlossen.
00:27:20: Innerlich ist man tot.
00:27:21: Ich weiß, ich hab Eltern, aber da ist keine Gefühle.
00:27:24: Innerlich ist man tot in der Richtung.
00:27:27: Ich weiß, dass ich für mich irgendwann mal angefangen habe, zu sagen, ich baue mir mein eigenes Nest auch.
00:27:34: Ich baue meine eigene Familie auf und ich mach alles anders.
00:27:38: Natürlich hab ich immer im Hinterkopf gehabt und immer Angst gehabt.
00:27:42: überhaupt das in Angriff zu nehmen, weil immer diese Angst mitschwiebte, du wirst genauso wie dein Vater, du wirst genauso wie deine Mutter.
00:27:51: Und das willst du nicht.
00:27:53: Und es war, ich weiß ja selber, aber es war für mich ein sehr großer Kampf, die ersten Zeit um dagegen zu wirken.
00:28:03: Diese Ausbrüche war nie da, oder diese Wunsch, es war nie da, aber die Angst war immer dabei.
00:28:14: Hast du aber geschafft?
00:28:16: Ich hab's geschafft, genau.
00:28:18: Und du hast dich, hast du das mal mit deiner Schwester aufgearbeitet?
00:28:21: Ich meine, große Schwester schon, weil wir die gleiche Kindheit gehabt haben.
00:28:26: Habt ihr darüber gesprochen?
00:28:27: Wir haben darüber gesprochen.
00:28:28: Wir wissen aber auch, dass es keinen Sinn macht, mit denen darüber zu reden, weil sie hat auch hier seit dieser Thematik natürlich auch gehabt und auch immer wieder versucht anzureißen.
00:28:40: Das bringt nichts.
00:28:42: Wir wissen, wir sind da auch dadurch auch sehr ... viel zusammengewachsen, auf eine andere Ebene zusammengewachsen.
00:28:49: Weil wir den gleichen Leidensweg hatten.
00:28:51: Aber wir haben auch für uns sozusagen festgestellt, dass Rehen darüber nichts bringt und wir lassen es einfach so, wie es ist.
00:28:59: Und krasserweise hat dich das ja von deiner jüngeren Schwester total entfernt, was sich jetzt so zeigt, ne?
00:29:07: Leider ja, aus dem Anfang Grund, sie hat natürlich zwei Welten.
00:29:12: Das, was sie erlebt.
00:29:13: Und was ihr erzählt.
00:29:14: Und das, was wir erzählen.
00:29:17: Ich verstehe sie auch.
00:29:17: Das passt in ihre Welt nicht mit überein.
00:29:21: Und ich verstehe sie auch.
00:29:22: Sie ist ja auch Mama-Kind und Papa-Kind.
00:29:27: Dass sie natürlich so ein älter Meer sich hingezogen fühlt, als zu den Geschwistern.
00:29:36: Okay.
00:29:40: Gibt es etwas, obwohl das können wir eigentlich gleich im Bonus teilmachen?
00:29:46: Stimmt, es gibt noch den Bonus-Teil.
00:29:47: Es gibt
00:29:48: den Bonus-Teil, den Polymobonus-Teil.
00:29:51: Wir dürfen dir gerne dranbleiben und da können wir eigentlich noch mal ein bisschen darüber sprechen, was du vielleicht deinem jüngeren Ich auf den Weg geben würdest in der Situation oder allgemein, wie du das siehst, wenn du mit deinem jetzigen Alter darauf guckst, auch auf dein Umfeld, auf die Gesellschaft.
00:30:15: Ja?
00:30:16: Es gibt einiges zu sagen, einmal früher nicht.
00:30:19: Dann mach das jetzt gleich.
00:30:22: Also, jetzt dranbleiben oder bis zur nächsten Folge.
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