Liebe & Vorurteile: Wie alles zwischen Caro & Paul begann

Shownotes

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Als Caro & Paul sich kennenlernen, sind beide noch in unglücklichen Beziehungen. Doch für sie war sofort klar: Das hier ist richtig. Sie beenden ihr altes Leben, ziehen zusammen, verloben sich und werden schwanger. Von außen hagelt es Kritik: „Zu schnell“, „Das kann nicht gutgehen“, „Du willst doch nur sein Geld.“ Doch sie bleiben bei sich und ihrem Gefühl.

In dieser Folge sprechen Caro & Paul darüber, wie sie gelernt haben, ihr Glück nicht von Meinungen anderer abhängig zu machen und warum sie sich nie von gesellschaftlichem Druck haben leiten lassen.

Im Kopf unterwegs erscheint immer mittwochs kostenlos bei Podimo.

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Im Kopf unterwegs ist eine Produktion von ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Podimo⁠.

Credits Hosts: Caro & Paul Dumitrescu Kamera & Schnitt: Dennis Wienecke Producerin: Nicole Staerke Executive Producerin: Juliane Rinne Marketing: Nina Dreyer Cover: Tim Schöll

Transkript anzeigen

00:00:03: Ich hab frischen Kaffee gemacht.

00:00:04: Ja, sehr gut.

00:00:05: Wir sehen die nächste Folge

00:00:07: im Kopf unterwegs.

00:00:08: Oh, ist das mal?

00:00:10: Neu.

00:00:11: damit hat sich auch mal ein schöner Thema mitgebracht.

00:00:13: Zumal ist auch ein bisschen gepachtet.

00:00:14: Ja, immer

00:00:15: schöne Themen.

00:00:15: Aber es ist

00:00:16: eigentlich ganz so schwer.

00:00:17: Das ist nicht so schwer.

00:00:18: Es geht ja um die Kennlernenphase und gleichzeitig den Druck, den wir damals auch von außen gespürt haben.

00:00:24: Ich glaube, den spüren alle Paare.

00:00:26: Es gibt ganz viel gesellschaftlichen Druck von außen, Erwartungen.

00:00:31: Und wie man damit umgeht.

00:00:34: Ja.

00:00:35: Und wie wir es überhaupt geschafft haben, dass es aus uns überhaupt irgendwas wird.

00:00:39: Ja.

00:00:39: Ich meine, aus uns als Paar meint so.

00:00:42: Nicht aus uns als Männchen.

00:00:44: Nee, nee, als Paar.

00:00:45: Aus uns beiden.

00:00:46: You and me together forever.

00:00:47: Ja.

00:00:54: Wir haben uns tatsächlich in Köln

00:00:58: kennengelernt.

00:01:00: Da waren wir eigentlich beide schon in eine feste Beziehung.

00:01:03: Also ...

00:01:04: Ja, wir waren mit festem

00:01:07: Kirm.

00:01:07: Ich hab nur nicht ausgeholt, feste Beziehungen.

00:01:09: Aber eigentlich wartet man, das kennt jeder da draußen, man wartet eigentlich auf so einen Auslöser.

00:01:15: Auf so einen Zeichen.

00:01:16: Auf so einen Zeichenauslöser, wo es heißt, ey, komm, du bist die ganze Zeit nicht happy.

00:01:22: Und jetzt

00:01:22: lass uns mal sein.

00:01:23: Weil es oft fehlt, diesen Antrieb.

00:01:25: Ja, das stimmt.

00:01:25: Der Mensch ist für den Unheiztier betrieben.

00:01:27: Ja,

00:01:27: die sind Katze machen und da haben wir's kennengelernt.

00:01:34: Du fangst mich ganz nett, nicht eher windiger, weil du gar nicht so mein Typ warst, aber hat sich auch schnell herausgerustalisiert.

00:01:42: Das

00:01:42: ist doch mein Typ.

00:01:44: Und wir sind ja relativ schnell zusammengekommen.

00:01:50: Nein, sind wir nicht.

00:01:51: Okay, ich trinke den Schluck.

00:01:54: Weil, und da sind wir wieder bei diesem gesellschaftlichen Ding.

00:01:57: Ich hab ja einen Rostock gewohnt und du in Köln.

00:01:59: Wir sind ja dann, nach der Kennenlernzeit, das war ja nur eine Woche, sind wir wieder getrennte Wege gegangen.

00:02:06: Ich wusste... Dazu muss man sagen,

00:02:07: wir haben

00:02:08: sofort zu Hause alles klargestellt.

00:02:11: Genau, wir sind nach Hause gekommen und haben sofort... Also, das war so die erste Hamtshandlung.

00:02:15: Ich hatte meinen Koffer abgestellt und hab zu meiner damaligen Mitbewohnerin gesagt, also, es ist mir... Ich weiß noch nicht, was das wird.

00:02:22: Ich weiß, dass ich ihn heirate.

00:02:23: Ich weiß noch nicht, ob er das weiß.

00:02:25: Wusste ich nicht.

00:02:26: Und ob er das will.

00:02:27: Ich wusste das.

00:02:28: Aber den, mit dem ich da jetzt zusammen bin, gerade, also die Beziehung, die will ich nicht mehr.

00:02:34: Egal, ob du mich dann anbringst.

00:02:36: Das war mir nicht egal, aber du weißt schon, was ich meine.

00:02:39: Aber das wollte ich nicht mehr.

00:02:40: Ich war da wirklich ... Nicht mehr happy und das habe ich dann auch sofort beendet.

00:02:44: Und du ja auch?

00:02:45: Ich habe niemand drüber gesprochen.

00:02:46: Ich habe es einfach beendet.

00:02:47: Du musst einfach beendet sein.

00:02:48: Genau.

00:02:50: Ich habe es einfach beendet.

00:02:51: Und wir hatten erst mal nur klassische Fernbezüge.

00:02:55: Nein.

00:02:56: Auch nicht.

00:02:59: Ich glaube, du redest die das immer schön.

00:03:01: Wir hatten ganz ... Es war schön.

00:03:03: Wir haben

00:03:03: ungefähr von September, Oktober bis Februar jeden Tag telefoniert.

00:03:08: Wie so ein altes Ehepaar, zwanzigmal am Tag.

00:03:11: Und mit Schatzi, Mausi, Knucci, Hasi, Bärchen.

00:03:14: Und ich hab immer gesagt, weil ich wohnte ja an Rostock, du in Köln.

00:03:19: Und irgendwie war klar, nun will man sich zwischendurch noch mal sehen.

00:03:22: Und Freundin, du hattest drei Anläufe.

00:03:25: Und alle drei Anläufe hast du mir abgesagt.

00:03:28: Und jetzt kommen wir zum gesellschaftlichen Druck.

00:03:30: Wollen wir zum Thema weitergehen?

00:03:31: Nein, ich hatte ungefähr zwanzig Stimmen um mich herum, die gesagt haben, hey Karo, wirklich jetzt?

00:03:36: Ja,

00:03:36: das stimmt.

00:03:37: Der verarscht dich doch.

00:03:38: Der verarscht dich doch nach Strich und Faden.

00:03:41: Lass es sein.

00:03:41: Ja.

00:03:43: Und ich habe es nicht eingelassen, wie man sieht.

00:03:46: Du hast es auch irgendwann erkannt.

00:03:47: Ich glaube, du hast irgendwann erkannt, wenn ich die jetzt nicht einfange.

00:03:49: Das

00:03:51: war so.

00:03:51: Ja, das war so diese Kreuzung.

00:03:54: Fährst

00:03:54: du links oder stand an der Kreuzung?

00:03:55: Ja.

00:03:56: Und ich habe mich doch für die richtige Richtung entschieden.

00:03:59: Sonst wären wir hier heute nicht hier.

00:04:00: Wolltest du noch

00:04:01: bei unserer Begegnung erzählen, die auch ganz wunderbar war?

00:04:03: Ja, also die Begegnung war, also an dieser Kreuzung stande ich, da kam ich aus dem Skiurlauf.

00:04:07: Und ich war sehr achtsam mit mir, ich habe mich nicht eingegremt.

00:04:11: Und ich hatte gleichzeitig einen Gerstenkorn.

00:04:13: Es sah so ein bisschen aus wie Glöckner von Notre Dame, also so ein Auge.

00:04:19: Und ich glaube, das war mein größtes Herbst.

00:04:24: Also ein Weltraumherbst.

00:04:25: Das war das.

00:04:25: Das ist noch

00:04:28: nie ein größerem Herbst, seitdem wir zusammen waren.

00:04:30: Ich sah aus wie

00:04:30: Geburtalks hier, so aus.

00:04:32: Schöner hätte ich nicht, aber ich habe noch nie wieder so schön ausgesehen.

00:04:35: Und

00:04:35: dann haben wir uns in Berlin getroffen.

00:04:36: Du hast gesagt, du bist da und ob wir uns nicht da kurz treffen können.

00:04:41: Und da habe ich schon gedacht, Moisi, jetzt machst du dich da auf den Weg.

00:04:45: Und wenn der da nicht kommt, was machst du denn?

00:04:48: Also irgendwie war das dann trotzdem.

00:04:49: irgendwie, das ist dieses gesellschaftliche Ding.

00:04:51: Mir wurde das ja von zwanzig Stimmen eingetrichtert.

00:04:54: Und irgendwann ist ja logisch, wie ein ordentlicher Mensch.

00:04:58: Ist ja vielleicht doch irgendwas dran.

00:04:59: Ich hab wirklich gedacht, dass du mich da versauern lässt.

00:05:02: Am

00:05:02: langen

00:05:03: Arm.

00:05:04: Ist aber nicht passiert.

00:05:05: Du sagst in deiner vollen Schönheit im Dankendonat.

00:05:09: Ich wär's

00:05:10: nie vergessen, im Dankendonat.

00:05:12: Potsdamer Platz.

00:05:14: Genau.

00:05:14: Und ich hab gedacht, so sieht er nicht aus, wie er aussieht.

00:05:19: Du hast es mir ja erzählt am Telefon, aber es hat alles übertroffen.

00:05:23: Dann hast du die eine entscheidende Frage gestellt.

00:05:26: Und er hat mich häpst und Gessenkorn nicht von abgehalten, sie mit einem Ja zu beantworten.

00:05:30: Ob ich dich denn wirklich liebe?

00:05:32: Ja.

00:05:32: Und ob wir es versuchen können.

00:05:33: Das wollte ich doch wissen.

00:05:35: Ja, und ich muss sagen, da hab ich so, innerlich hab ich so, ich zeig jetzt nicht den Mittelfinger, hab ich so gedacht, seht ihr mal, ihr blöden...

00:05:43: Ja, Menschen da draußen.

00:05:45: Menschen um mich rum.

00:05:46: Ich hab das durchgehalten, ich hab nicht auf eure Stimmen gehört, sondern nur auf meinen Herz.

00:05:51: Ich glaube, sonst würden wir wirklich hier nicht sitzen.

00:05:54: wenn ich mich hätte davon linken lassen.

00:05:56: Und dann waren wir irgendwie zusammen.

00:06:00: Nicht irgendwie, wir waren zusammen.

00:06:02: Ja, und so fernbeziehungsmäßig.

00:06:04: Es war noch nicht so rund.

00:06:05: Es war genau so eine Fernbeziehung, aber wir waren zusammen.

00:06:08: Da standen die Fests, wir waren zusammen.

00:06:09: Und dann gab es noch einen weiteren Wendepunkt, also kein Wendepunkt, sondern eine Kreuzung rechts oder links, wo ich gesagt habe, also Fernbeziehung ist nicht meins, weil ich bis Satonine Fernbeziehung hatte und gesagt habe, Entweder ziehst du zu mir, ich bin damals auch mal ein Mann hingezogen von Köln aus.

00:06:25: Entweder ziehst du zu mir und wir ziehen es durch oder wir lassen es.

00:06:28: Und ich tanze eine Woche später mit Sack und Park, mit Koffer, mit allem drum und dran.

00:06:32: Ich tanze bei mir vor der Tür.

00:06:33: Aber ich habe mich abruhelt am Flughafen.

00:06:37: Ja, natürlich habe ich.

00:06:38: Das weiß ich noch ganz genau.

00:06:39: Habe ich

00:06:40: mich übrigens zähiglich oft über meine Flugangst hinweg gesetzt.

00:06:44: um zu

00:06:45: dir zu kommen.

00:06:46: Das habe ich mir aufgeschrieben.

00:06:49: Aber

00:06:49: in dieser Zwischenzeit und die Zeit danach, die ist eigentlich interessant, worüber reden wollen.

00:06:57: was die Menschen, Freunde, Familie um uns herum auf einmal für eine Meinung hatten.

00:07:03: Welchen Druck die auf uns ausgeübt haben.

00:07:05: Das ist

00:07:06: ein bisschen wie Kinder haben, da auch jeder eine Meinung.

00:07:09: Und am meisten die, die

00:07:12: keine haben oder

00:07:13: nicht in einer Beziehung sind.

00:07:15: Die haben alle eine Meinung.

00:07:16: Und die wissen es auch.

00:07:17: Genau, das wirst du auch nicht verhindern können.

00:07:19: Die Frage ist nur, wie geht man selber damit um?

00:07:21: Und ich spreche es mal von mir.

00:07:23: Also es war nicht nur meine Eltern, Geschwister, sondern auch Freunde gesagt haben, Junge, das wird doch nicht.

00:07:27: Ihr kennt euch kaum noch.

00:07:29: Nicht kaum noch.

00:07:29: Ihr kennt euch kaum.

00:07:32: Und jetzt zieht ihr zusammen.

00:07:35: Wie lange seid ihr überhaupt zusammen?

00:07:36: Ich glaube,

00:07:36: man muss, glaube ich, mal einen zeitlichen Abriss machen.

00:07:38: Also wir sind im September, wir haben uns kennengelernt.

00:07:42: Im Februar habe ich die meine große Liebe gestanden, jetzt in deinem gründerschönes Gesicht.

00:07:47: Und dann sind wir im Juni zusammengezogen.

00:07:49: Richtig.

00:07:50: Und dann ist was passiert?

00:07:52: Dann haben wir uns geliebt und dann sind wir im Urlaub gefahren und im August

00:08:01: war das

00:08:01: schon.

00:08:02: Da wusste ich ganz genau... Du bist schwanger, weil du warst unmöglich.

00:08:07: Du warst unmöglich.

00:08:08: Das war ein anderer Mensch.

00:08:10: Und dann habe ich dir gesagt, bist du schwanger.

00:08:12: Ach, zwatscht.

00:08:14: Auf damit.

00:08:15: Und tatsächlich, als wir nach Hause gekommen sind, hast du ja da ... Und wir haben super gefreut.

00:08:22: Ich muss dazu sagen, du hast mich im Frühjahr gefragt, ob ich dich heiraten möchte, noch bevor wir zusammengezogen sind.

00:08:31: Und wir haben auch gleichzeitig gesagt, wir wollen auf jeden Fall Kinder, das war für uns Sonnenklar.

00:08:35: Und dann hatten wir aber, glaube ich, beide so diese typische Denke.

00:08:38: Na ja, die hat zehn Jahre die Pille genommen.

00:08:40: Das wird da,

00:08:41: das wird da.

00:08:42: Bis dahin fiel fünfmal nach Thailand und achtmal nach Australien gereist.

00:08:46: Er war nicht so, ne?

00:08:46: Da hast

00:08:47: du nur nicht mal die Packung weggeworfen, das war schon passiert.

00:08:49: Ich hatte so gefühlt das gleiche Handtuch, wie du benutzt, und dann war es irgendwie schon passiert.

00:08:53: Und da

00:08:53: war der Ring auf für ... Freunde und Familie.

00:08:58: Die

00:08:58: alle eine Meinung hatte.

00:08:59: Um Gottes Willen.

00:09:01: Sie will ihren Kindern drehen.

00:09:02: Ich hatte es ihm schon angehauen.

00:09:06: Das kannst du doch nicht tun.

00:09:08: Das hält nicht lange.

00:09:10: Ihr kennt euch kaum.

00:09:11: Man braucht eine Kennlernenphase.

00:09:14: Das ist alles nur aus Schmetterlinge raus.

00:09:19: Auch jetzt ein Kind.

00:09:20: Um Gottes Willen wollt ihr das überhaupt bekommen.

00:09:23: Das waren Dinge, die ... auf mich eingepraselt sind.

00:09:27: Denkt dran, die will ich nur ausnutzen.

00:09:29: Ich

00:09:29: weiß.

00:09:29: Du hast damals noch studiert, ich war im Job.

00:09:32: Die will ich nur ausnutzen, die will nur dein Geld.

00:09:34: Dann hast du noch ein Kind an der Backe.

00:09:37: Dann zieht sie wieder.

00:09:37: Wollte ich nur, jetzt kann ich es ja sagen.

00:09:39: Wolltest du?

00:09:39: Ja.

00:09:39: Ja, hast du auch gut geschafft.

00:09:43: Genau, und wir waren auch nicht verheiratet.

00:09:45: Ja, und du warst aber schon schwanger.

00:09:48: Aber du hast mich ja gleich im Frühjahr gefragt, ob ich dich heiraten will.

00:09:52: Und da gab es ja auch schon krasse Stimmen.

00:09:54: Es gab zu jedem Schritt, den wir gemeinsam ab da unternommen haben, hundert Meinungen.

00:10:00: Also ihr wohnt noch nicht mal zusammen.

00:10:03: Wie kannst du sie fragen, ob sie dich heiraten will?

00:10:06: was ihr seit nach sechs Monaten zusammengezogen, obwohl ihr noch nicht mal in der gleichen Stadt gelebt habt.

00:10:11: Also, all das, also schon bevor überhaupt Kind, hallo, wir sind schwanger, irgendwie am Start war, war all das schon irgendwie von außen.

00:10:21: Überlegst du doch mal.

00:10:22: Wie kennen Sie doch gar nicht, wo man sich überlegt, warum muss ihr die kennen?

00:10:26: Ich kenne sie.

00:10:27: Und es sind meine Gefühle und ich weiß, was ich tun will.

00:10:30: Und

00:10:30: warum ist das für dich zu schnell, wenn es für mich

00:10:32: doch passt?

00:10:33: Genau.

00:10:34: Also ich glaube, wir sind sowieso beide so dieser Meinung einfach machen.

00:10:40: Einfach machen, ja.

00:10:41: Weil

00:10:42: wir haben schon so viele Paare in unserem Umfeld gesehen, die waren zehn Jahre zusammen, sind nach zehn Jahren zusammengezogen, zacktrennung.

00:10:48: Das Gleiche gibt es mit... gibt es natürlich auch in allen anderen Ausführungen.

00:10:54: Ich

00:10:54: habe jetzt mit Putzen hier mit unserer Nachbarin gesprochen, die haben eine Fernbeziehung.

00:10:59: Und die haben jetzt Angst, nach fünf Jahren Fernbeziehung zusammenzuziehen, weil sie sagen, was kommt dann?

00:11:05: Kann ich das so behaupten?

00:11:06: Weil ich habe ja fünf Jahre

00:11:08: ... Jeder hat sein eigenes Leben geführt und deswegen ... Also ich bin der Meinung, es gibt nie eine Garantie für irgendwas, in wie der passt und passt nicht.

00:11:16: Und natürlich auch das ... Es kommt darauf an, wie man selber damit umgeht.

00:11:20: Will ich?

00:11:21: Will ich nicht?

00:11:21: Kämpfe ich dafür?

00:11:22: Kämpfe ich nicht dafür?

00:11:25: Schwierig finde ich immer, und das war bei uns genauso, schwierig finde ich immer, dass es oft gar nicht um einen selbst geht oder um seine eigene Gedanken, sondern die Gedanken und die Meinungen, die eingepflanzt werden.

00:11:36: Von deinem Mitmensch.

00:11:37: Also die

00:11:37: gesellschaftlichen Erwartungen.

00:11:38: Genau.

00:11:39: Die gesellschaftliche Erwartung, das gehört sich nicht.

00:11:42: Man

00:11:42: muss sich so und so lange kennenlernen, dann zieht man irgendwann zusammen, dann heiratet man, dann kriegt man zwei Kinder, dann baut man ein Haus und das letzte Kind hat Fell.

00:11:49: Du hast den Hund davor vergessen, dazwischen kommt

00:11:51: ein Hund.

00:11:53: Das letzte Kind

00:11:53: hat Fell.

00:11:54: Sagt man so, das wird ein Erhund.

00:11:55: Kennst du das nicht?

00:11:56: Nein,

00:11:56: das kenne ich nicht.

00:11:57: Das letzte

00:11:57: Kind hat Fell, dann gibst du Katze oder ein Hund.

00:12:00: Also wir sind noch nicht vollzählig, könnte man sagen, weil wir haben noch keine Katzen und kein Hund.

00:12:04: Aber

00:12:05: da müssen wir doch unsere Freunde und Mitmenschen fragen, wie sie da zu stehen.

00:12:08: Wahrscheinlich würden unsere Freunde und Mitmenschen uns sagen, dass wir schon viel zu lange auf das letzte Kind jetzt ... Also, jetzt ist die Spanne vielleicht eventuell aus gesellschaftlicher Sicht

00:12:18: schon zu groß.

00:12:19: Dann haben wir die Wartung wieder nicht erfüllt.

00:12:21: Weil unser jungster Sohn ist ja jetzt acht.

00:12:24: Also, ich könnte mir vorstellen, dass jetzt schon Stimmen kommen und sagen...

00:12:27: Autsch, Autsch, Autsch.

00:12:28: Da ist was richtig in

00:12:29: Ordnung.

00:12:30: ...für das Fake-Kind langsam abgefahren.

00:12:31: Ja, das glaube ich.

00:12:34: Ich glaube, dass das diese Thematik nicht nur bei uns ist, sondern bei vielen Menschen, dass die natürlich diesen Druck von außen... von Freunden, Bekannten, Familie.

00:12:45: Diese Stimme, die im Kopf ist, oft sehr stark ein Verhalten oder eine Entscheidung beeinflussen kann.

00:12:55: Und die Frage ist ja nur, wie geht man damit um?

00:12:57: Hörst du auf deine Familie?

00:12:58: Wir haben auch viele Paare erlebt in unserem Leben, wo es heißt, meine Eltern, meine Familie, meine Freunde haben das und das gesagt, also höre ich auf die.

00:13:07: Die Frage ist ja nur ...

00:13:10: Macht einem das glücklich

00:13:12: am Ende.

00:13:13: Und wir haben darauf überhaupt nicht gehört.

00:13:16: Nee, jetzt muss ich aber dazu sagen, das bringt einen manchmal auch in so eine Zwickmühle.

00:13:22: Weil viele Ratschläge kommen natürlich auch von Eltern.

00:13:25: Das ist zum Beispiel etwas, das geben wir unseren Kindern auch Ratschläge.

00:13:29: Aber ich versuch mir immer wieder, zu sagen, er muss seine eigenen Erfahrungen machen.

00:13:35: Und diese Meinung, gerade von unserem Elternhaus ... Ich glaube, die schleppen wir halt unser ganzes Leben lang mit uns rum, weil das haben unsere Eltern eben schon gemacht, das haben unsere Oma und Opa schon so gemacht.

00:13:45: Aber die haben das doch auch so, und du kannst das doch nicht anders.

00:13:48: Und ich glaube, damit schleppen wir uns so durchs Leben.

00:13:51: Und da ist halt so die Frage, wen will ich eigentlich glücklich machen?

00:13:55: Also, will ich jetzt meine Eltern glücklich machen?

00:13:58: Weil die haben das ja auch schon so gemacht.

00:14:01: Oder setze ich mich an erster Stelle und laufe vielleicht auch Gefahr.

00:14:06: dass ich den ein oder anderen Menschen mal ganz hart gesagt vielleicht auch verliere.

00:14:10: Weil man es nicht so tut, wie der es vielleicht möchte.

00:14:15: Allein, wenn du das ja sagst, weil den ihm das nicht möchte.

00:14:18: Oder er es anders machen würde und du seine Erwartung nicht nachkommst.

00:14:22: Aber ihm ist das ja mein Leben.

00:14:24: Ja, aber ich glaube, ganz viele lösen sich davon nicht.

00:14:27: Also, ich glaube, wir haben uns davon gelöst.

00:14:29: Darüber

00:14:30: sprechen wir.

00:14:31: in unserem Bonus-Teil.

00:14:32: Genau, der folgt im Bonus-Teil, der ist übrigens auch schon online, könnt ihr gerne schon reinhören.

00:14:38: Aber ich glaube, viele schaffen das eben nicht, sich davon zu lösen.

00:14:42: Und das ist ja auch bestimmt kein einfacher Schritt.

00:14:44: Also das war für uns auch nicht einfach.

00:14:46: Das werden wir ja nachher noch mal besprechen.

00:14:47: Aber weißt du, was ich meine?

00:14:50: Ja, ich weiß, was ich meine.

00:14:51: Aber ich versuche nicht nur, in der Lage rein zu versetzen.

00:14:54: Wie glücklich ist man denn eigentlich?

00:14:55: Na

00:14:55: gar nicht, wahrscheinlich.

00:14:57: Also ich würde sagen, ich würde sagen gar nicht.

00:14:59: Also... Also vielleicht auf den ersten Blick, wenn du auf dieses Leben guckst, derjenige würde vielleicht sagen doch doch, ich bin wirklich.

00:15:09: Aber dann fühle ich nicht das Leben.

00:15:10: Das finde ich nicht mein Leben.

00:15:12: Das Leben, was ich für ein Wind, finde ich für das Leben, was andere

00:15:15: wollen.

00:15:15: Eines anderen eigentlich.

00:15:16: Was andere sich vielleicht in mich verwirklichen.

00:15:19: Genau, das

00:15:19: wollte ich gerade sagen.

00:15:20: Das, was sie vielleicht in ihren Lieben anders gemacht haben und es vielleicht bereuen oder sagen, das war nicht optimal.

00:15:26: Versuchen dann, in mich zu projizieren.

00:15:28: Ich

00:15:29: glaube, gerade Eltern neigen auch dazu, Dinge, die sie vielleicht in ihrem Leben rückblickend hätten anders machen wollen oder gar nicht.

00:15:38: machen konnten.

00:15:39: Ich glaube, das wird oft auf die Kinder projiziert.

00:15:42: Und das ist dann so ein, aber macht das doch so?

00:15:44: Ja.

00:15:45: Und im Kopf geht es dann weiter, weil ich konnte das nicht.

00:15:49: Oder mache so, weil wir das auch gemacht haben.

00:15:51: Genau.

00:15:51: Das war gut so.

00:15:52: Ja, ihr wart ihr und ihr wart eine andere Generation.

00:15:54: Es war eine andere Zeit.

00:15:55: Ich bin ich und ich bin nicht ihr.

00:15:57: Genau.

00:15:57: Es

00:15:57: gibt eine beide Richtung.

00:15:59: Und auf der anderen Seite ist natürlich die die Menschen, die vielleicht dir dieses Glück.

00:16:06: Ja, das ist sowieso was ganz Schwieriges.

00:16:09: Die Situation gesagt, Mensch, die ist glücklich, die ist happy.

00:16:12: Ich bin total unglücklich.

00:16:13: Und ich will ja nicht, dass sie unglücklich ist.

00:16:15: Was ich meine, die gibt es auch.

00:16:18: Ich erinnere mich an zwei, drei Menschen, die in der Situation damals zu mir das gesagt haben.

00:16:24: Und ich wusste ganz genau, die sind eigentlich selber total unglücklich.

00:16:27: Also wollten gar nicht, dass ich glücklich bin.

00:16:30: Das kann ja aber gefährlich werden.

00:16:33: Ich bin immer jemand, der sagt, geh raus mit deinem Glück, weil das kann ja andere auch beflügeln.

00:16:39: Aber es ist eben leider stark davon abhängig, auf wen du triffst.

00:16:42: Also, weil das kann auch ganz viel ... Blödes hervorrufen.

00:16:46: Also einfach, weil Menschen nicht jeder Mensch gönnt gerne.

00:16:50: Das ist einfach so.

00:16:51: Und

00:16:51: leider sind auch manche Menschen, die sich als Freunde bezeichnen.

00:16:54: Richtig,

00:16:54: genau.

00:16:55: Oder auch Familie, die sich als Familie bezeichnet.

00:16:57: Gut bezeichnet sind.

00:16:58: Und es ist Familie, die das manchmal, ich sage nicht alle, ich baue schon, sie tast ich nicht alle.

00:17:03: Wir haben schon einige Menschen kennengelernt, die das einem nicht gönnen.

00:17:07: Und das finde ich schrecklich.

00:17:10: dass man sich für den anderen nicht freuen kann.

00:17:11: oder eigentlich, wie man sagt, ich will nur das Beste für dich.

00:17:15: Das hörst du immer von den Leuten, wo ich denke, was weißt du, was das Beste für mich ist?

00:17:20: Das

00:17:20: habe ich selber vielleicht noch gar nicht rausgegeben.

00:17:21: Genau, ich weiß gar nicht, was ich will.

00:17:23: Ich weiß noch gar nicht, was mich glücklich macht.

00:17:25: oder jetzt habe ich was, was mich glücklich macht, weil glücklich zu sein, das ist ja gar nichts, was du irgendwie künstlich verursachen kannst.

00:17:36: Also, was ist eine glücklich zu sein?

00:17:38: Moment der Glückssiedlichkeit.

00:17:42: Das kommt, das ist bei einem da.

00:17:45: Und wenn du in dem Moment in einer Situation entscheidend glücklich bist.

00:17:50: Wie kann ein anderer darüber urteilen und sagen, ja, Moment mal.

00:17:53: Guck doch mal genau hin, so glücklich

00:17:54: kannst du gar nicht sein.

00:17:55: Guck doch noch mal hin, weil das ist ja nicht die rote, rote Brille von der Nase.

00:18:03: Manchmal ist es auch richtig, aber in dem Moment, wo du glücklich bist, das Beziehung ist so entscheidend und sonstiges.

00:18:10: Das kannst du ja gar nicht.

00:18:11: künstliche vorrufen und das ist eigentlich erwartet von einem Mitmenschen, hätte ich damals auch von meinem Mitmenschen erwartet, nicht von allen, aber von einigen, dass sie sich freuen und sagen, ey cool, geil, wie stellst du dich das vor?

00:18:23: Was habt ihr geplant?

00:18:24: Und ich will die Person auch kennenlernen, weil sie ist immer, wir kennen sie doch gar nicht.

00:18:30: Wenn

00:18:31: das so

00:18:32: wichtig wäre.

00:18:32: Genau.

00:18:33: Wir haben sie nur einmal gesehen.

00:18:35: Warum müsst ihr die öfter sehen?

00:18:37: Man sieht das witzigerweise ganz oft in TV-Sendungen, wo es dann heißt.

00:18:43: Ich muss das noch mal mit meiner Mutter besprechen.

00:18:45: Es gibt ja die einschlägigen Sendungen.

00:18:49: Wir machen jetzt erstes Kennenlernen.

00:18:50: Aber wenn meine Mutter gegen ihn ist, dann würde ich es auch lassen.

00:18:56: Übrigens, umgekehrt geht genau so.

00:18:58: Es ist

00:19:00: egal.

00:19:00: Ich erzähle es meiner Perspektive.

00:19:04: Es ist mein Glück.

00:19:05: Was?

00:19:07: Überleg mal, wie viele Menschen ihr Glück ziehen lassen, weil jemand Außenstehendes und Eltern sind in dem Fall auch Außenstehend, auch wenn es die Eltern sind.

00:19:15: Aber die sind ja nicht in dieser Beziehung eine Meinung haben.

00:19:21: Ich glaube,

00:19:21: ganz vielen

00:19:22: Leuten entdehnt ihr Glück, weil sie auf ... auf Meinungen in ihrem nahen Umfeld hören.

00:19:29: Bist du der Meinung, dass viele Menschen, den anderen Menschen, Glück nicht gönnen?

00:19:34: Ja.

00:19:36: Wie seht ihr das?

00:19:37: Können Sie ja mal kommentieren?

00:19:38: Ich glaube schon ... Habt ihr

00:19:39: Tauben schon damit?

00:19:41: Ich glaube schon ... dass man, ich sag nicht, dass man sein ganzes Glück für sich behalten soll, um Gottes Willen.

00:19:46: Das will ich gar nicht sagen.

00:19:47: Ich finde schon, dass man einem Menschen auch ansehen darf, wenn man glücklich ist.

00:19:51: Das ist ganz wichtig.

00:19:52: Also stell dir mal vor, man würde es niemandem mehr ansehen, was wäre das schon trauriges Gesellschaftsbild.

00:19:57: Aber man muss nicht, wie sage ich denn das?

00:20:04: Also, ich glaube schon, dass es unter uns Menschen eben einfach diese Menschen gibt, die ... nicht gönnen können.

00:20:12: Ich glaube aber, dass das nicht so ein Ding ist, dass die per se nicht gönnen können, sondern ich glaube, das kommt immer aus einer eigenen Unzufriedenheit und vor allem aus einer eigenen Unglücklichkeit.

00:20:23: Also die immer noch suchen und noch nicht da angekommen sind, wo sie gerne ankommen wollen.

00:20:30: Also so dieses ich bin angekommen Gefühl.

00:20:33: Oder auch oft das Gefühl haben, wenn du jetzt glücklich bist.

00:20:36: Dass ich nicht mehr gebrauchte als Mensch oder als Freund oder als Familie.

00:20:40: Dass du einfach mir entgleitest, dass ich die Kontrolle nicht mehr habe.

00:20:43: Das ist ja oft in so einem besten Freundinnen- oder besten Freundeverhältnis, wenn dann plötzlich einer oder einen Partner kriegt.

00:20:49: Und dann ist der andere so gefühlt wie auf dem Abstellgleis.

00:20:53: Und ich glaube auch da spielt ganz oft so die Rolle dieses, ich bin jetzt eifersüchtigt, hier wird jemand weggenommen.

00:21:01: Und dann ist es gleichzeitig auch so dieses, ich kann das nicht gönnen.

00:21:05: Und da fällt mir jetzt auch ein, bei den Eltern zum Beispiel, spielt glaube ich auch ganz oft mit, ich habe mir jemand anderen vorgestellt für meine Tochter, meinen Sohn.

00:21:15: Schwierig.

00:21:16: Dazu sage ich jetzt nichts, dazu sage ich nicht.

00:21:20: Aber ja, tatsächlich, genau das ist es, dass die Eltern oder auch die Freunden natürlich ein Bild haben, wie die Person auszusehen hat und es muss es entsprechen, weil dann bin ich ja zufrieden.

00:21:31: Und das ist eigentlich Paradox.

00:21:35: Ich heirate ja nicht die Freunde und die Bekannten oder die Familie.

00:21:40: Ich heirate die Person.

00:21:43: Es gibt Leute, die sich da von Beiden flussen lassen.

00:21:49: Diesem Weg wählen, aber ich glaube nicht, dass man glücklich ist.

00:21:53: Du hast jemand an deiner Seite oder du triss eine Entscheidung, die nicht deiner ist.

00:21:59: Ich glaube aber auch, dass das viele Menschen viel zu spät merken.

00:22:03: Ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die vielleicht schon in unserem Alter in langjährigen Beziehungen hängen.

00:22:10: Ich hab auch ein Beispiel aus meinem engen Kreis vor Augen.

00:22:17: Also, das ist ein Mann.

00:22:19: Wenn ich auf diesen Mann gucke, dann denk ich ...

00:22:23: Bist du unglücklich?

00:22:24: Bist du unglücklich?

00:22:26: Es steht dir auf der Stirn.

00:22:28: Das bist du nicht.

00:22:29: Du willst das gar nicht, wie du hier lebst.

00:22:32: Ich seh's.

00:22:33: Ja, und ich glaube, das find ich schwierig.

00:22:37: Dann ist man wieder in diesem Bequemlichkeit- und Gewohnheitsding drin.

00:22:41: Und akzeptieren so ihr ...

00:22:43: Schicksal.

00:22:44: Ja, es ist halt so.

00:22:46: Ich hab die Rose Marie halt irgendwann geheiratet, weil meine Mutter fand die Dufte.

00:22:51: Aber das sind auch die Leute, die den anderen ... dieses Glück nicht gönnen, wenn sie auf einmal glücklich sind, wenn sie tolle Entscheidungen treffen.

00:22:59: Genau,

00:22:59: das sind

00:22:59: die.

00:22:59: Und dann sagen, die sind das.

00:23:01: Jetzt haben wir sie lokalisiert und eingegrenzt.

00:23:06: Nein, ich weiß beiseite.

00:23:08: Ich finde es nur wichtig, und da kommen wir später um so ein Bonus dazu, ich finde es nur wichtig, dass man selber immer wieder in sich nein schaut.

00:23:18: Und guckt, was will ich wirklich?

00:23:21: Und wen will ich zurechtmachen?

00:23:22: Weil am Ende, wenn wir eine andere Entscheidung treffen als unsere, dann ist es, Mende, ich will ja jemand anderen zufrieden stellen.

00:23:29: Weil ich will mir die Gespräche nicht hören.

00:23:32: Ich will nicht, dass der andere unglücklich ist.

00:23:34: Wie oft passiert schon mal, dass ihr sagt, wenn du das machst, sorry, dann sind wir Freunde gewesen.

00:23:39: Wie oft hört man das?

00:23:41: Oder wenn du das machst, entschuldigung, enterbe dich.

00:23:45: Wie oft hört man das?

00:23:46: Und ich glaube, das ist ja schon Gesellschaft, aber es ist schon von Person zu Person natürlich unterschiedlich, aber das prasselt auf einem ein und gehört natürlich eine gewisse Stärke dazu, meine Meinung, eine gewisse Stärke dazu, einfach mal daraus zu kommen, zu sagen, mag sein.

00:24:03: Und wenn du am Ende nicht bei meinen Freund bist oder Freundin oder was auch immer, dann ist es so.

00:24:07: Klar, mit Familie ist es ein bisschen schwierig.

00:24:09: Du kannst jetzt sagen, du bist in meiner Familie.

00:24:11: Ich gehe aber auf viele Fälle, wo man sagt, ich katte mich von meiner Familie ab, weil sie tut mir nicht gut.

00:24:17: Haben wir ein gutes Beispiel dir an diesem Tisch, also meine Wenigkeit.

00:24:20: Von daher glaube ich, dieses In-Sicht-Nein-Hören ist, ja.

00:24:27: Ich glaube auch sogar, dass dieses... Wie soll ich das sagen?

00:24:30: Dieses ganze gesellschaftliche System und diese Erwartungen an einen... Wie muss ein Ehe oder eine Ehe oder eine Partnerschaft laufen?

00:24:40: Also da gibt's ja... Was ich vorhin gesagt hab, kennengelernt, zusammenziehen, also diesen klassischen Ablauf.

00:24:46: Ich glaube, dass diese Dinge in Summe nachher auch wirklich zu Unglück führen können.

00:24:52: Weil du magst ganz glücklich in eine Beziehung starten.

00:24:56: Aber jeder hat ja so diesen gesellschaftlichen... Druck im Nacken.

00:25:00: Wir haben das irgendwann hinter uns gelassen.

00:25:02: Das können wir gleich noch mal am Bonusteil ein bisschen tiefer drauf eingehen.

00:25:06: Aber diese Erwartungen, wir sind jetzt auch schon hier schon, wir müssen jetzt ein Haus bauen.

00:25:12: Das steht so, das haben wir so.

00:25:15: Und ich glaube, wenn man diesen Dingen dann wirklich nachgeht, weil der Druck von außen so groß ist, das ist wie das erste Kind.

00:25:22: Ja, wann kommt dann das erste Kind?

00:25:23: Und die Umi hat schon zwanzig mal gefragt.

00:25:26: Und vielleicht bist du aber das Paar, was eigentlich gar kein Kind möchte, was ja

00:25:30: gar nicht schlimm ist.

00:25:31: Und trotzdem, glaube ich, gibt es eben immer wieder Paare, die solche Entscheidungen ... Um ein Kind zu kriegen, obwohl ich es gar nicht möchte.

00:25:41: Stell dir das vor.

00:25:42: Ein zweites Kind, ein drittes Kind.

00:25:44: Oder ein Haus zu bauen, obwohl ich mir das nie vorstellen konnte, dass ich mir ein Klotz ans Bein bin.

00:25:48: Weil ich das nicht bin, weil ich möchte frei sein.

00:25:51: Nur weil das irgendwelche gesellschaftlichen Mustern entspricht.

00:25:55: Und irgendwelchen Stimmen, die von außen kommen.

00:25:57: Ich glaube, das macht in Summe nachher auch einfach unglücklich.

00:26:00: Also dieses, ich bin irgendwie glücklich gestartet und wir waren ein gutes Match.

00:26:05: Und dann kam irgendwie ganz viel von außen, was mich immer unglücklicher gemacht hat.

00:26:11: Also ich glaube, das ist es auch oft, dass Leute so einen Weg gehen, den sie eigentlich gar nicht wollen.

00:26:16: Schade eigentlich.

00:26:17: Aber die gibt es.

00:26:18: Ja, die gibt es.

00:26:19: Und die sitzen dann irgendwie dreißig Jahre zusammen.

00:26:22: Und wie ich schon gesagt habe, ergeben sich dann so leidvoll ihrem Schicksal.

00:26:26: Ist halt

00:26:26: so.

00:26:27: Ist halt so, ne?

00:26:28: Man muss das Beste draus machen.

00:26:31: Ja, nee, ich muss aus meiner Beziehung das Beste

00:26:32: draus machen.

00:26:33: Nee, also, man muss aus seinem Leben das Beste machen.

00:26:36: Und da muss man einfach einen guten Buddy an seiner Seite haben, ne?

00:26:39: Also, und ich glaube...

00:26:42: Ich glaube, wir sehen gute Buddies.

00:26:44: Also mein Fazit, wir sind gute Badis.

00:26:46: Wir haben nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, aber wir haben unsere eigenen Entscheidung getroffen.

00:26:51: Und

00:26:51: damit auch unsere eigenen Erfahrungen

00:26:52: gemacht.

00:26:53: Genau, unsere eigenen Lieben geführt und...

00:26:56: Wir fühlen uns übrigens immer noch.

00:26:57: Wir fühlen uns immer noch.

00:27:00: Ich freue mich auf unseren nächsten Podcast.

00:27:02: Und

00:27:02: im Bonus-Teil sprechen wir jetzt noch über...

00:27:05: Ja, wir sprechen über uns.

00:27:08: Wie wir das alles geschafft haben, also wie wir überhaupt diesen gesellschaftlichen Druck standhalten konnten und vor allem, was auch die Folgen waren für uns.

00:27:17: Weil meistens geht das ja nicht so ganz friedvoll an einem vorbei.

00:27:22: Und darüber sprechen wir jetzt gleich.

00:27:24: Bleibt gerne dabei, die Folge ist schon online und ansonsten Sie muss beim nächsten Mal.

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