Baby verloren: So hat Caro ihre Fehlgeburt empfunden
Shownotes
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Nach einer easy verlaufenen Schwangerschaft denken Caro & Paul das ist ein Selbstläufer. Bis sie die gegenteilige Erfahrung machen müssen. Caro spürt in der berüchtigten zwölften Schwangerschaftswoche Woche: Etwas stimmt nicht. Im Krankenhaus wird ihr die Fehlgeburt bestätigt. Sie erzählt vom Funktionsmodus, den Tränen und davon, wie sehr diese Erfahrung beide unerwartet aus der Bahn wirft. Es geht auch darum, dass sie bis heute das verlorene Kind als Teil ihrer Familie ansehen und regelmäßig eine Kerze für sie anzünden.
⚠️ Triggerwarnung Diese Episode enthält Schilderungen einer Fehlgeburt. Wenn dich solche Inhalte belasten, hör die Folge nur, wenn du dich sicher fühlst.
Hier findest du Hilfe: TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 · 0800 111 0 222 · 116 123. Info-Telefon Depression: 0800 334 4533 Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800 40 40 020
Du bist nicht allein. 💛
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00:00:00: Es geht los.
00:00:01: Nächste Folge im Kopf unterwegs.
00:00:04: Wir starten.
00:00:05: Mit Kaffee?
00:00:06: Mit Kaffee, mit frischem Kaffee.
00:00:10: Ich glaub, wir sind in meinem Kopf.
00:00:11: Heute
00:00:12: gehen wir tatsächlich in dein Kopf ein bisschen rein.
00:00:16: Da gibt es auch einige Türchen, die man so ein bisschen ...
00:00:19: Ich gerne unter Verschluss halten, sagen wir mal
00:00:21: so.
00:00:21: Das hat ja auch einen Grund, warum wir diesen Podcast-Namen gewählt haben.
00:00:25: Vielleicht kommen wir dazu, um den Kopf unterwegs.
00:00:28: Es ist ja nicht nur so, sondern es passiert sehr viel im Kopf.
00:00:33: Und ... Danke, danke.
00:00:38: Ich liebe dich, wäre mir nicht so lange Feierabend, wie das entscheiden.
00:00:41: Aber ... Das lohnt sich nicht mehr.
00:00:46: Im Kopf unterwegs, mit Karo und Paul.
00:00:51: Auf jeden Fall, im Kopf passiert ja sehr viel.
00:00:53: Es gibt viele Dinge, die wir verdrängen, viele Dinge, die wir vergessen wollen.
00:00:56: Man muss ja immer so vorstellen, das ist wie eine Tür, die man verschließt.
00:01:01: Die öffnet man ja auch nicht immer gleich für jeden.
00:01:04: Man lässt auch nicht jeden rein, ne?
00:01:05: Genau.
00:01:06: Das ist ein Kopf unterwegs, wo wir gucken jetzt mal hinter einem Türschirm bei dir.
00:01:11: Betrifft uns trotzdem uns beide?
00:01:13: Betrifft uns beide und ich glaube, es ist auch ein Thema, deshalb macht man die Tür dann eben doch manchmal auf.
00:01:18: Weil man irgendwann merkt, dass es ... einem selber hilft, diese Tür zu öffnen und darüber zu sprechen und natürlich auch irgendwie ein Türöffner für andere Betroffene sein kann.
00:01:30: Also, dass man einfach über solche Themen spricht und sie nicht mit sich selber ausmacht, wozu der Mensch attendiert.
00:01:37: Wir hatten ja schon andere Folgen darüber gesprochen und das ist ja halt der Prozess, den man vielleicht, also wenn man sich fragen würde, was schätzt du an älter werden, da würde ich sagen, dass man ein bisschen entspannter wird, gelassen und dass die Dinge viel anders anpackt.
00:01:52: Und ich sage mal, mit zwanzig hätte ich nie über solche Themen gesprochen, offen gesprochen, weil es so ein Schamgefühl, etwas, was man irgendwie, du machst dich damit verletzbar und und und, aber am Ende ist es eigentlich... gut über Dinge zu sprechen, weil das wird nicht nur dir gut, sondern durchaus auch andere Menschen gut, weil es betrifft ja, viele Sachen betrifft uns ja alle oder viele, nicht alle, sondern einige.
00:02:16: Geht
00:02:17: quer durch die Gesellschaft.
00:02:19: Und heute ist das Thema Vielgeburt.
00:02:21: Ja, es sind ja jetzt auch jetzt nicht so, wo du sagst, okay, das betrifft ja nicht nur uns, sondern es betrifft auch andere Menschen.
00:02:28: Nur ich glaube schon, wenn man sich mit den Leuten austauscht, dass es unterschiedlich damit umgegangen wird.
00:02:34: Und es gibt ja die Sicht der Frau und es gibt ja auch die Sicht des Mannes, was auch vielleicht ein Thema ist heute für mich, weil ich hatte auch mehr zu knabbern, als ich gedacht hatte.
00:02:49: Ja, ja, die Fehlgeburt.
00:02:51: Mittlerweile muss ich die aber nicht mehr verdrängen.
00:02:53: Also, das war, jetzt muss ich mal überlegen, es war die fiese Dreizehn mit im Jahr.
00:03:01: Genau.
00:03:05: Also irgendwie geht es durch alle Schichten.
00:03:07: Ich glaube, deshalb ist es auch so wichtig, darüber zu sprechen.
00:03:10: Ich habe da aber am Anfang auch nicht so viel darüber gesprochen.
00:03:13: Also, bis ich dann irgendwann beim Arzt gelandet bin, weil ich gemerkt habe, dass mir das doch näher geht, als ich es jemals gedacht hätte.
00:03:22: Ich bin auch ehrlich, ich gehörte immer zu denen.
00:03:24: Ich gehörte genau zu denen, die gesagt haben, na ja, das kann ja nicht so schlimm sein.
00:03:30: Also dann gibt's ja auch noch so ... Ja.
00:03:32: Weil es einen noch nie betroffen hat.
00:03:34: Dann gibt es ja auch bestimmte Phasen in einer Schwangerschaft, wo man dann auch dazu neigt zu sagen, na ja, da war ja noch nichts da, oder.
00:03:41: na ja, solange man noch keinen Ultraschall hatte, oder, oder, oder.
00:03:46: Man findet, also, wenn man nicht betroffen ist, findet man erst mal, ich war da auch noch sehr jung, für alles so ein ... Na ja, stell dich mal nicht so an.
00:03:55: Wozu wir halt tendieren?
00:03:56: Das ist typisch.
00:03:56: Typisch menschliche Reaktion.
00:04:00: Und dann hat es mich aber leider erwischt.
00:04:02: Auch wieder in dieser Denke, mich kann das nie erwischen, nie treffen, mich lässt das alles aus.
00:04:08: Ja, ich werde hier so durchmarschieren.
00:04:10: Und das ist ja zum Glück auch für viele so.
00:04:12: Das muss man ja auch sagen.
00:04:13: Also für viele gibt es diese schlimme Erfahrung an der Schwangerschaft ja Gott sei dann gar nicht.
00:04:21: Also jede Frau, die das nicht hat oder jeder Mann, der das auch nicht miterleben muss.
00:04:26: Das ist was ganz Tolles, dass man es nicht miterlebt.
00:04:29: Aber es ist eben auch leider so.
00:04:32: Das hat mich tatsächlich schockiert, als mir das damals passiert ist oder uns passiert ist, sagte meine Frauenärzte nach der Untersuchung direkt danach zu mir.
00:04:41: Das ist kein Trost, sagte sie.
00:04:44: Aber man darf das immer nicht vergessen.
00:04:46: Eine Schwangerschaft ist nichts Selbstverständliches.
00:04:50: Jede zweite Schwangerschaft endet so.
00:04:53: Das ist eine heftige Zahl und ich hab dir das damals gesagt und du warst total schockiert, weil man das so weit weg von sich sieht.
00:05:01: Weil man selber nicht betroffen ist.
00:05:02: Genau.
00:05:03: Bei mehreren Kindern, dass alles funktioniert, das war reibungslos, dann denkt man, das ist ja ... Das läuft
00:05:08: so durch.
00:05:10: Genau, und das ist halt eben das, was aber auch ... Es hat mich damals so auf den Boden der Tatsachen gerissen.
00:05:18: Also ... Du wirst dich auch noch gut dran erinnern.
00:05:21: Du warst zu der Zeit nicht da, das weiß ich noch.
00:05:23: Ich glaub, das ist auch eine der Gründe.
00:05:28: Kann ja sein.
00:05:28: Nachher betrachtet, glaub ich, dass er schon eine große Rolle gespielt hat.
00:05:34: Du alleine mit dir ausmachen musstest.
00:05:36: Ich glaube, das ist schon ein Unterschied, wenn ein Partner oder ein Umfeld da ist, wenn so was passiert, als wenn niemand da ist.
00:05:45: Ich war eigentlich da, ich war beruflich unterwegs.
00:05:46: Ja,
00:05:47: du warst beruflich unterwegs, genau.
00:05:49: Ich hab, ich weiß noch genau, wie das losging.
00:05:54: Das Schlimme daran war ja eigentlich, dass du es erst zwei Tage vorher Noah gesagt hattest.
00:05:59: dass ich schwanger bin.
00:06:00: Wir waren in der zwölften Woche.
00:06:03: Hatten wir überhaupt irgendjemand erzählt?
00:06:05: Ich weiß das gar nicht mehr.
00:06:06: Doch, meine Eltern wussten es, also meine Familie wusste das.
00:06:11: Und dann hab ich, und wir hatten es Noah gerade gesagt, der war ja, das ist ja nur im Jahr hier, da war er gerade fünf.
00:06:18: Also es war gerade so, wir fühlten uns wieder bereit und ich war in der zwölften Woche und hab's ihm dann gerade gesagt und man wiegt sich dann ja auch in dieser Sicherheit.
00:06:30: Zwölf Wochen ist ja so diese magische Grenze.
00:06:34: Auch da wird einem dann, ja ich soll ich sagen, schmerzt sich bewusst, dass das eben auch irgendwie am Ende nur etwas ist, was so... So wird es dir halt, sag es erst, wenn die zwölf Wochen zu Ende sind.
00:06:46: Und trotzdem kann es passieren.
00:06:48: Und ich werd's nie vergessen, es ging los mit.
00:06:51: Ich hatte ein Ziehen im Unterleib.
00:06:53: Und hab da erst mal noch nichts drauf gegeben, weil ich ja mit Noah wahnsinnig schnell schwanger wurde.
00:06:59: Alles hat geklappt, Tutti Tutti und alles toll.
00:07:03: Und das ließ aber nicht nach.
00:07:05: Und dann weiß ich noch, bin ich mit meinem Bruder nachts noch in die Klinik gefahren.
00:07:09: Ähm, und da ... Und da haben wir einen Ultraschall gemacht.
00:07:16: Und das weiß ich noch, da sagte sie mir, natürlich völlig unverblügend.
00:07:20: Und das ist ja am Ende auch richtig, weil was soll sie da eine Rosarschleife drum binden?
00:07:24: Da hat sie ja noch zu mir gesagt, ja, ich kann Ihnen jetzt Magnesium geben, der Herzschlag ist da, aber ich kann Ihnen nichts versprechen.
00:07:32: Ich weiß nicht, ob der Herzschlag noch da ist.
00:07:35: So.
00:07:36: Und du warst noch nicht da, ich hatte mit dir schon gesprochen und du hast ja auch überlegt, ob du dann kommst, wie du es einrichten kannst.
00:07:42: Ich weiß gar nicht, was du in Frankfurt
00:07:44: oder wo hast du.
00:07:47: Und ich bin dann mit Noah quasi nachts wieder nach Hause.
00:07:51: Und er hat dann auch bei mir in unserem Bett geschlafen, das weiß ich noch.
00:07:55: Und ich bin dann auch irgendwann eingepennt, weil ich so erschöpft war.
00:07:59: Und am nächsten Morgen ... Also, ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, dass ich bin aufgewacht.
00:08:06: und habe sofort gewusst, und zum Glück hat Noah noch geschlafen.
00:08:10: Das war also alles, der schläft sonst nie noch.
00:08:12: Ja, ja, und das war, ihr habt ja beide in ein Bett geschlafen, muss man so sagen.
00:08:16: Genau, und
00:08:17: das war einfach so blöd, dass klingt, aber ich bin im Nachfeld so froh, dass er noch geschlafen hat, dass ich am Ende, wenn man etwas Gutes daran sehen will, dass er das nicht sehen musste.
00:08:28: Also, das war gut, weil ich bin aufgewacht.
00:08:33: Hab zu mir rüber geguckt, er hat geschlafen.
00:08:37: Ich wusste, Karo, wenn du jetzt aufstehst, ist es nicht mehr da.
00:08:40: Das hab ich gewusst.
00:08:43: Und ich hab mir intuitiv, weiß ich noch ...
00:08:47: Oh Gott.
00:08:53: Es ist schon so lange her, jetzt ist es im
00:08:56: Dreiertel.
00:09:00: Wenn du dir jetzt nicht die Hand in den Schritt hältst ... Dann richtest du hier ein unfassbares Chaos an.
00:09:06: Und das war auch so.
00:09:07: Also ich hab mir wirklich, ich hab mir noch... Wann fährst man sich schon mal so kass in den Schritt, könnte ich jetzt sagen.
00:09:13: Aber ich hab mir alles zugehalten mit zugegriffenen Beinen auf Toilette gegangen.
00:09:19: Und sobald ich die Hand los hatte, dass ich hatte alles, weil es war alles voll.
00:09:26: Also ein unfassbar schlimmes Gefühl.
00:09:30: Da sind wir wieder dabei.
00:09:31: Man sieht es auf dem Ultraschall.
00:09:33: Du hörst ein Herzschlag.
00:09:35: Er hat auch diesen
00:09:37: Pass.
00:09:38: Du kriegst den Pass, auch wenn die es in der fünften Woche feststellen, relativ früh kriegst du den Anhalt.
00:09:45: Es ist vollkommen egal, ob man einen Herzschlag sieht, ob man nur weiß, dass man schwanger ist.
00:09:54: Es reißt an dem Boden oder den Füßen weg.
00:09:59: Und ... ja, und dann hab ich ... Ab dem Moment, er hat nur immer noch geschlafen, hab ich nur funktioniert.
00:10:07: Ich weiß noch ... Ich weiß auch noch nicht, weil hab ich dich von der Toilette aus noch angerufen.
00:10:12: Du musst sagen, dass wir die ganze Nacht telefoniert haben.
00:10:15: Ja, das weiß ich gar nicht
00:10:16: mehr.
00:10:16: Hab die die ganze Nacht.
00:10:18: Ich hab dir gesagt, dann ruft er den Bruder an, weil du sagst, das ist nicht richtig.
00:10:21: Das
00:10:21: war's
00:10:22: nicht richtig.
00:10:23: Du fühlst dich komisch, du hattest Zwischenblutungen.
00:10:26: Ja, ja.
00:10:28: Dann hab ich da den Bruder in den Krankenhaus gebracht.
00:10:33: Es war natürlich schwierig, weil der Noah noch da war, der war auch klein.
00:10:37: Bis zurückgekommen, wir haben weiter telefoniert.
00:10:39: Du hast mir nur gesagt, du bist so müde, du bist nicht mal kurz hier liegen.
00:10:42: Das muss gegen vier gewesen sein, so ungefähr gegen vier.
00:10:46: Und dann haben wir morgen, es war acht Uhr, ich weiß gar nicht, das war gar nicht so spät morgens telefoniert.
00:10:54: Aber
00:10:54: hab ich dich noch von der Toilette aus angemessen, krass.
00:10:57: Aber wenn muss ich total funktioniert haben?
00:10:59: Oder hab ich geweint?
00:11:00: Du
00:11:00: hast wahrscheinlich nur funktioniert.
00:11:01: Natürlich hast du geweint.
00:11:04: Aber da wusste ich, da wusste, wo du mich angerufen hast und eigentlich nur am Schluss ist.
00:11:08: Ja, klar.
00:11:13: Ja, ich weiß nur noch danach.
00:11:14: Ich hatte dann zum Glück noch die Zeit und hab mich schnell fertig gemacht, hab mich irgendwie erst mal provisorisch versorgt und bin dann und ab.
00:11:23: da hab ich nur funktioniert.
00:11:24: Ich war so, ich hab nur geweckt.
00:11:26: hab den fertig gemacht, da ist Flosnich eine Träne, ich hab ihn in die Kita gebracht und dann bin ich, ich hab ihn abgegeben, bin zurück ins Auto und mit dem Türschlag der Tür bin ich so zusammengebrochen.
00:11:46: Da hab ich dich dann, glaub ich, auch angerufen und dann bist du, ich weiß noch, man verbindet ja immer so viel mit solchen Momenten.
00:11:52: Ich saß im Auto und es lief von Rihanna scheint bright like a diamond.
00:12:04: Kann ich immer noch nicht gut hören.
00:12:05: Also wenn's kommt, ist es immer noch so ein bisschen Wehmut bei, so ein bisschen, dass ich ihn auch mal so einknicken.
00:12:16: Dann hab ich den weggebracht, hatte dich angerufen und dann hast du auch gleich gesagt, ich komme, ist mir egal wie.
00:12:21: Jetzt fliegt ja hier wieder alles oder ich fahr mit der Bahn, irgendwie hast du es dann hingekriegt.
00:12:27: Ich bin noch in der Zeit zum Frauenarzt und mit der Nachricht, dass jede zweite Schwangerschaft so entkann.
00:12:36: Es hat mich zutiefst schockiert und unabhängig davon, dass mir das dann passiert ist, weil ich eben durch unsere erste Schwangerschaft so durchmarschiert bin.
00:12:45: Man nimmt das tatsächlich.
00:12:47: Und das kann man aber auch den Menschen, die da so durchgehen, gar nicht verübelt.
00:12:53: Genauso gibt es ja Frauen, die sagen, Schwangerschaft ist das Allerschützte in meinem Leben, was mir hier passiert ist.
00:12:59: Das kann ich jetzt zum Beispiel nicht sagen.
00:13:01: Also ja, ich war schwanger, das war okay, aber ich hab mich nie ... voller Glow gefühlt und als schönste Frau im Gegenteil.
00:13:12: Aber der Physiomie
00:13:12: menschlich, Menschen auch unterschiedlich.
00:13:15: Es gibt, glaube ich, nicht nur Frauen, sondern Männer genauso.
00:13:18: Der eine findet das irgendwie total super, der andere nicht.
00:13:20: Und der andere geht mir so eine Situation um, auch aus Männer sich, kann ich gleich noch mal erzählen, geht damit um, dass sie sagt, man, ich stelle sie so an, das ist klar, das ist irgendwie medizinisch und jede Zweite.
00:13:31: Und das ist, na, da muss man drauf vorbereitet sein.
00:13:34: Ja, das kann man immer so sagen.
00:13:36: Ich glaube, das kann man so sagen.
00:13:38: Wir kennen ja mittlerweile auch den einen und anderen, der auch so sagt, ja, hatte ich auch, aber es ist halt so.
00:13:43: Was auch okay ist, man muss ja nur dann auch trotzdem in Betracht sehen, dass es auch andere Menschen gibt, dass doch etwas näher gehen, so wie dir.
00:13:52: Du warst trotzdem auch jung, wir waren beide jung und immer im Hinterkopf haben, dass wir nie unsere Eltern oder Menschen ... Wir waren immer leider auf uns gestellt, was auch nicht schlimm ist.
00:14:10: Das hat uns noch stärker gemacht.
00:14:11: Aber ich war an den Tag auch gar nicht bei dir.
00:14:15: Ich war die ganze Woche weg damals.
00:14:17: Ich war die Woche weg und da kam ich immer Freitagabend oder Samstag nach Hause.
00:14:22: Das haben
00:14:22: alle stehen und
00:14:24: dien gelassen, das weiß ich auch.
00:14:26: Das ist trotzdem in dem Moment für dich ... So sehe ich es nachhinein oder aus der Ferne betrachtet.
00:14:35: Das hat dich total mitgerissen.
00:14:36: Du bist ja eigentlich genau die Frau, sagt die, jetzt kommt.
00:14:42: Ich erinnere mich an die Schwangerschaft.
00:14:44: wo du dir Bücher gelesen hast, also bei der ersten Schwangerschaft, und hast du gelesen, was alles passiert hat und Übelkeiten.
00:14:53: Und da hast du die Hälfte gelesen, sagst du, was für ein Schwachsinn.
00:14:57: Ja, ich war
00:14:57: halt einfach ein Schwanger.
00:14:59: Ja, nur Schwanger, aber solche was sagen.
00:15:01: Das weiß ich ganz genau.
00:15:02: Alles, was in diesem Buch stand, ist bei dir eingetroffen.
00:15:04: Ich halte das
00:15:05: gerade.
00:15:06: Ja,
00:15:06: alles.
00:15:08: Schatz, gibst du immer das Salz?
00:15:09: Ob
00:15:09: ich
00:15:11: so wenig gesteckt habe?
00:15:12: Ich hab mich auch was selbst kaputt, ne?
00:15:14: Und du weißt so, dass mein Duft, ich bin nur die Haustreppe hochgegangen und da hast du es schon, bevor ich überhaupt den Schlüssel drin gesteckt habe.
00:15:21: Geh dich duschen, du Stingst.
00:15:23: Und ich liebe diesen Duft.
00:15:24: Ich weiß, ich hatte es nicht in der Zeit.
00:15:26: Ich hätte dich
00:15:28: aus dem Balkon hängen können.
00:15:30: Genau.
00:15:31: Du bist ja eigentlich auch diese Person, die sagt, ach, quatsch, das soll man so anstellen.
00:15:35: Jetzt komm, aufgehst.
00:15:37: Aber dich hat es genau
00:15:39: umgekehrt.
00:15:39: Das ist ein unberechenbares Ding.
00:15:41: Es ist wirklich o-fascher.
00:15:44: Nicht nur die Schwangerschaft, sondern natürlich die, zumal wir sagen müssen, das war schon ... Ich glaube, dass jedes Kind ist, ich hoffe, dass jedes Kind Wunschkind ist.
00:15:52: Das ist ja kein Unfall oder sonstiges.
00:15:54: Man hat sich darauf gefreut.
00:15:57: Wir haben es ja auch erzählt.
00:15:59: Und das glaube ich zumindest mal aus deiner Sicht, aus meiner Sicht genauso.
00:16:05: Das ist so ein... Trotzdem, weil du verlierst ja keinen... Ich soll euch das sagen.
00:16:11: Vielleicht gesehen die anderen Menschen anders, aber für mich war das so... Ich verli jetzt nicht ein Coolschreiber oder ein iPhone oder so.
00:16:18: Er sagt, komm, das ist nicht mehr da.
00:16:22: Du freust dich trotzdem auf ein Menschenleben.
00:16:25: Das ist ja irgendwie dein eigenes Fleisch und Blut.
00:16:27: Und du sagst, wow, wir sind jetzt nicht mehr zu tritt.
00:16:29: Wir sind zu viert und freust dich.
00:16:33: Das macht was mit einem Menschen.
00:16:35: Wenn du jetzt kein ... Wie nennt sich das hier?
00:16:40: Abgeklärt oder so, bis ein abgeklärtes Tiefel sagt, gut, jetzt bin ich wieder schwanger.
00:16:44: Ich kenne ja auch ein Paar, die sagt so, ich bin jetzt wieder schwanger.
00:16:46: Ist halt so, komm, auf geht's, geht durch, geht auch.
00:16:51: Und das hat uns, das hat nicht nur dich mitgenommen, das hat auch ... Hätte ich auch nicht gedacht, muss ich ehrlich sagen, dass mir auch so den Boden in den Füßen wegnehmt.
00:17:03: Aber das können wir vielleicht mal, nicht vielleicht, dass wir in unserem Bonus-Teil ausführlich darüber reden, wie es mir da mitgegangen ist und was ich daraus mitgenommen habe, also ein Bonus-Teil.
00:17:16: Jetzt habe ich wieder den Pfaden, ich verdiene jetzt mal den Pfaden, den ich dem Bonus-Teil erzähle.
00:17:20: Das macht aber nichts.
00:17:22: Also für mich hast du aber genau richtig reagiert.
00:17:25: Du bist nach Hause gekommen, ich bin dann zum Flughafen gefahren und hab dich eingesammelt.
00:17:31: Dann bist du erst mal völlig doof.
00:17:34: Jeder andere würde auf die Situation gucken und sagen, Alter, habt ihr was geraucht?
00:17:38: Was ist mit euch nicht richtig?
00:17:40: Wir sind erst mal sushi essen gegangen.
00:17:42: Ich weiß, weißt du das noch?
00:17:44: Ja.
00:17:44: Ja, weil wir wussten gar nicht, wohin mit uns.
00:17:46: Und ich hatte natürlich, dann war es mittlerweile auch irgendwie schon echt mittags.
00:17:50: Du liebst Sushi und wenn du schwanger schaffst, du hast immer alles verzichtet, was irgendwie nur gefährlich ist.
00:17:56: Du bist ja so eine taffe Frau.
00:17:58: Ja.
00:17:58: Aber alles, was es heißt, bitte nicht.
00:18:00: Hast du es eingelassen?
00:18:01: Hab ich es eingelassen.
00:18:02: Aber auch alles.
00:18:03: Gut, aber dann waren wir irgendwie beide lost.
00:18:06: Ich war auch ... Trotzdem irgendwann hungrig, weil ich war zwei Stunden Frauenarzt und alles durchgekaut.
00:18:12: Das ist auch emotional anstrengend.
00:18:14: Ich war so richtig ausgelaut.
00:18:16: Das weiß ich noch.
00:18:18: Jetzt ist mir egal, was du willst.
00:18:21: Wir gehen jetzt was essen, weil du musst was essen.
00:18:24: Ich muss auch was essen, und dann waren wir sushi-essen.
00:18:28: Und waren auch echt lange.
00:18:29: Ich glaube, wir waren echt lange.
00:18:31: Wir haben
00:18:31: auch nicht viel gesprochen.
00:18:32: Wir haben nicht viel gesprochen.
00:18:34: Bis auf eine Sache.
00:18:36: Wir haben den Plan gemacht und das haben wir auch gar nicht lange besprochen.
00:18:40: Du hast noch an den Tisch entschieden.
00:18:43: Karo, wenn wir jetzt nach Hause kommen, wir packen unsere Tasche.
00:18:46: Wir holen Noah ab.
00:18:48: Wir fahren nach Sylt.
00:18:50: Ich habe hier mal eben schnell nebenbei geguckt.
00:18:52: Ich habe das jetzt reserviert für fünf Tage.
00:18:55: Und da ist zwar totales Scheißwetter, aber das Zuhause, das können wir jetzt alle, glaube ich, gerade nicht.
00:19:00: Und dann haben wir Noah abgeholt, quasi mit Sack und Park und sind nach Sylt gefahren.
00:19:05: Stimmt.
00:19:06: Und das war das Beste.
00:19:08: Da haben wir noch Legos gekauft, erinnere ich mich.
00:19:10: Da haben wir das, weiß ich nicht mehr.
00:19:11: Ja, damit ihr Kleine was zu tun hat.
00:19:13: Weiß ich nicht mehr.
00:19:14: Ja?
00:19:15: Ja.
00:19:16: Aber das war das Beste.
00:19:17: Aber auch wiederum das Beste, was wir hätten machen können.
00:19:21: Ich
00:19:21: wäre hier eingegangen wie ein Primeltopf, glaube ich.
00:19:24: Weil du fängst ja dann in der zwölften Woche bist du auch schon so, da fangen die Frauen ja auch an sich in Sicherheit zu wiegen.
00:19:31: Und so mit Nest-Bautrieb, was kann ich anders machen?
00:19:36: Dann guckst du schon und ich glaube, ich wäre hier ... Gerade diese ersten paar Tage danach, echt, oh, das hätte ich glaube ich nicht.
00:19:42: Vor allem, wir haben Noah erzählt.
00:19:44: Ja, wir haben es Noah erzählt, genau.
00:19:46: Und
00:19:46: der war damals, wie alt war der damals?
00:19:48: Fünf,
00:19:48: der ist um der sechs grade geworden.
00:19:50: Der
00:19:52: hat sich gefreut, aber konnte auch nichts mit anfangen.
00:19:55: Wie bekomme ich jetzt ein Geschwister schon?
00:19:58: Wie funktioniert das?
00:20:00: Der hat gewartet, dass der Postgute kommt, wenn er das mitbringt.
00:20:04: Dann war auch die Situation, dass wir in, da haben wir lange darüber geredet, wie man einen fünfjährigen ... Ich weiß
00:20:12: nicht noch, wo wir das gemacht haben.
00:20:13: Ich weiß das alles noch.
00:20:14: Ich könnte dir das noch sagen, was ich angehatte.
00:20:18: Wir
00:20:18: saßen im Pfannkuchenhaus auf Sylt.
00:20:21: Stimmt.
00:20:21: Ja, und ich bin sogar der Meinung, dass er da auch das Legos-Set mit hat.
00:20:26: Und da haben wir ihm das erzählt.
00:20:28: Also das war auch nicht gleich am ersten Tag.
00:20:30: Wir haben einfach gesagt, wir wollten mit der Familie raus.
00:20:33: Haben das irgendwie noch so ein, zwei Tage mit uns ausgemacht.
00:20:36: Und dann habe ich mich einigermaßen gefestigt gefühlt.
00:20:39: Und dann haben wir es ihm erzählt.
00:20:41: Das weiß ich noch.
00:20:43: Ich weiß das noch ganz genau.
00:20:45: Du weißt sowieso, was ich beim ersten Mal ... Ja, weiß ich noch,
00:20:48: soll ich dir sagen?
00:20:50: Ich hab keine Ahnung, was du
00:20:52: anhaltest.
00:20:52: Du hattest einen gestreiften Pullover an.
00:20:58: Stimmt.
00:20:58: Ich weiß nicht.
00:20:59: Da ist alles noch.
00:21:01: Aber das weiß ich eben auch noch.
00:21:03: Da haben wir ihm das gesagt und versucht zu erklären.
00:21:06: Witzigerweise hat mir das irgendwie auch geholfen im Nachgang.
00:21:11: Natürlich mussten wir erklären, wie so was passieren kann, dass das Baby nicht mehr da ist.
00:21:18: Und ich weiß auch, wir haben ihm gesagt, dass das eben etwas ist, worauf man selber keinen Einfluss hat.
00:21:25: Also Mutter Natur entscheidet eben, vielleicht war was nicht richtig, und dann geht das eben diesen Weg.
00:21:33: Und mir hat das im Nachgang, also das ist so mein Frieden, den ich damit auch geschlossen habe.
00:21:38: Ich war nie an dem Punkt, dass ich mir Vorwürfe gemacht habe.
00:21:40: Das gibt es ja auch.
00:21:41: Ich hatte erst Angst, dass ich mir sage, habe ich das Falsches gegessen, habe ich Falsch gelegen, falsch geatmet.
00:21:47: Du siehst ja alles, was du hättest falsch machen können.
00:21:49: Alles, ja.
00:21:51: Und da bin ich aber relativ schnell raus aus der Spirale, weil ich eben mir relativ schnell gesagt habe, es lag nicht an mir, sondern irgendwas hat nicht gestimmt.
00:22:02: Und witzigerweise habe ich ja auch gespürt, dass es ein Mädchen geworden wäre.
00:22:06: Das war verrückt, das bin ich
00:22:08: bis
00:22:08: heute noch.
00:22:10: Deshalb war ich hier.
00:22:10: auch das Tattoo, das eines steht für Mädchen.
00:22:14: Weil die Schwangerschaft sich so anders angefühlt hat.
00:22:18: Und mich hat das im Nachgang sehr aus dieser Spirale rausgeholt, dass ich weiß, da wollte ein Mädchen zu uns, aber es hat es nicht geschafft, weil was nicht richtig war.
00:22:31: Und ja, Moderatur hat es entschieden.
00:22:37: Wollte man das nicht, dass ich keine Prinzessin bekomme?
00:22:39: Ich hätte die sehr an die Prinzessin gehört.
00:22:41: Sie hat auch sehr in unser Kreis gepasst.
00:22:44: Jetzt zurückblickend.
00:22:46: Aber wir machen ja auch immer.
00:22:47: Das finde ich auch schön.
00:22:48: Das machen sogar die Kinder.
00:22:51: Immer, wenn wir egal, wo wir sind.
00:22:55: Egal,
00:22:55: wo wir sind.
00:22:56: Das finde ich total schön.
00:22:59: Egal, wer es von uns macht, in jeder Kirche, wo wir im Urlaub sind.
00:23:04: macht immer einer von uns fünf Kerzen.
00:23:06: Das finde ich einfach total schön.
00:23:09: Wir freuen uns, dass die Kinder das auch wollen.
00:23:10: Ja, also ich glaube, die hätte schon gut reingepasst.
00:23:16: Aber in unser Herz passt sie auch und da ist sie auch, glaube ich, immer drinnen.
00:23:20: Dass man so viele Jahre das nur so eine mitnimmt, ne?
00:23:22: Hätte ich auch nicht gedacht.
00:23:23: Also ich habe gedacht, ich kann auch, glaube ich, gut sagen, dass ich das verarbeitet habe.
00:23:28: Ich habe es wirklich gut verarbeitet.
00:23:29: Ich habe mir auch damals ja Hilfe lassen, falls du dich erinnerst.
00:23:32: Ich konnte das nicht alleine.
00:23:34: Ich war dann auf einem guten Weg in der Depression.
00:23:36: Ich war dabei.
00:23:37: Du
00:23:37: warst dabei.
00:23:38: Es war nicht schön.
00:23:40: Dann habe ich irgendwann gesagt, ich muss mal hingehen und habe mir tatsächlich etwas Aufhellendes verschreiben lassen.
00:23:48: Damit habe ich es dann am Ende auch geschafft.
00:23:52: Das war noch mal eine gute Unterstützung, um da rauszukommen.
00:23:57: Aber ist es trotzdem nicht witzig, wenn ich jetzt Freunde von mir fragen würde oder Kumpels oder auch von dir, die würden es immer als stark bezeichnen?
00:24:10: Ich glaube, das ist immer so weit wie du ... Also, du kannst den Leuten ja nicht hinter die Stirn gucken.
00:24:16: Das ist ja immer das Faszinierende, was ich sage.
00:24:18: Jeder hat ja irgendwie seinen Rucksack und sein Päckchen.
00:24:22: Aber das, was wir sehen, ist ja nur das.
00:24:29: Tatsächlich ist das ja so, es wird uns immer.
00:24:31: Wir sind immer die Starken.
00:24:33: Wir sind immer das Powerkappel.
00:24:35: Wir haben immer gute Laune.
00:24:37: Wir sind immer lustig.
00:24:38: Ja, sind wir auch.
00:24:39: Aber das heißt nicht, dass wir nicht durch schwere Zeiten gegangen sind.
00:24:43: Wir haben keine Rucksäule, wir haben ein
00:24:45: Koffer.
00:24:47: Ich glaube, es ist auch immer, wie man damit umgeht.
00:24:52: Ich glaube, man sieht das auch an dem Gespräch.
00:24:53: Ich wollte dich nicht unterbrechen.
00:24:55: Man sieht es auch an dem Gespräch, dass wir das auch nie vergessen haben, darüber zu sprechen.
00:25:04: Und das finde ich eigentlich so gut.
00:25:06: Für uns war das Thema nicht abgehakt.
00:25:09: Es ist nie abgehakt.
00:25:11: Und das ist gut, finde ich.
00:25:12: Das ist unter anderem auch ein Grund.
00:25:15: Da machen wir auch einen eigenen Podcast, glaube ich, besser davon.
00:25:19: Was macht eine Beziehung langfristig?
00:25:22: Glücklich, das falsche Wort.
00:25:25: Was ist die Weg für eine langfristige Beziehung oder glückliche langfristige Beziehung?
00:25:29: Jetzt kommen wir in Deutschland wieder durch.
00:25:31: Das ist das Blödsache, gut
00:25:31: Titel
00:25:33: von Paul.
00:25:36: Das ist so, weil, guck mal, was wir auch auf jeden Fall durch all die Erfahrungen, die wir gemacht haben, gelernt haben, ist, dass wir viel miteinander darüber reden.
00:25:46: Ich glaube, das wird wahrscheinlich so sein, dass einige Paare, das kennen wir auch ein paar, die darüber nicht reden.
00:25:53: Die jede macht das für sich aus.
00:25:56: Oder aufhören.
00:25:56: Und dann heißt es, wir haben uns auseinandergelebt oder wir haben keine Ahnung, weil man aufhört darüber zu reden.
00:26:03: Weil das ist trotzdem eine Sache, die uns beide betrifft.
00:26:07: Sie gehört zu uns.
00:26:08: Es ist natürlich, neigt man dazu, nach so einer Sache zu sagen, Ja, aber das haben wir jetzt hinter uns gelassen und jetzt ist alles gut.
00:26:16: Ja, natürlich ist alles gut.
00:26:17: Wir sind ja auch glücklich als Familie.
00:26:19: Keine Frage.
00:26:20: Aber ich finde es einfach total schön, wenn wir dann vor unseren fünf Kerzen da stehen und wenigen uns in den Abend und sagen, ach, guck mal hier, für unsere Prinzessin.
00:26:28: Wie ist es auch da?
00:26:30: Ja, und das ist schön.
00:26:31: Ich finde ... Warum sollte man das auch vergessen?
00:26:34: Da wollte irgendwie noch ein Leben zu uns und es hat aus irgendwelchen Gründen.
00:26:38: Wir Menschen können nicht alles in Erfahrung in den Ergründen bringen.
00:26:42: Sie hat den Weg nicht zu uns geschafft.
00:26:45: Trotzdem bin ich aber gut, dass sie immer trotzdem irgendwie da ist.
00:26:50: Ja, sie wird immer da sein.
00:26:51: Ja, und das ist einfach schön.
00:26:53: Aber immer bei diesem Thema ein Ankliff, das... Jetzt hast du nicht so wieder unterbrochen als für dich nicht
00:26:59: mehr.
00:27:01: Nein, aber wir haben ja auch schon oft darüber gesprochen, dass was immer von außerhalb kommt.
00:27:07: Und ich glaube, das ist ja auch ein Stück weit unser Erfolg, Erlebnis, wie auch immer man dazu sagen will, dass man immer man aufgehört hat, auf die Außenwelt zu hören.
00:27:17: Weil es gibt immer viele Menschen, die dann sagen, Ja, stelle ich nicht so an.
00:27:21: Und das ist mir auch schon mal passiert.
00:27:24: Und Mensch, das ist halb so wild.
00:27:27: Und ich finde, weil wir das über das Thema Rückseil gesprochen haben, das machen wir nicht.
00:27:33: Oder das haben wir irgendwann mal aufgehört, auch genau so zu sein, zu anderen Menschen.
00:27:38: Weil ich sage es, wir sagen ja immer, du weißt ja nicht.
00:27:43: wie der andere das empfindet.
00:27:44: Und der hat nur mal sein eigener Rucksack.
00:27:46: Der ist ja nicht wie du.
00:27:47: Und der empfindet das nun mal anders.
00:27:49: Nur weil ich das so nicht empfinde, ist sich das andere nicht empfindet.
00:27:52: Und den dann aufzulegen, aufzudrücken und sagen, jetzt stelle ich mal nicht so an, ist halb so wild und jede zweite Schwanger scharf, bla, bla, bla.
00:28:00: Und jetzt stellen wir uns hier hin und wir sind emotional dabei.
00:28:04: Ja, das ist auch richtig so, weil wir sind wir, wir haben unsere eigene Geschichte, unsere eigene Gefühle und wenn wir oder du oder ich anders damit umgehen, als die anderen, dann ist es so.
00:28:16: Und ich glaube, da muss man sich auch, wenn man mich fragt oder die Leute da draußen fragen, wie soll ich damit umgehen?
00:28:22: Einfach...
00:28:25: Einfach da sein.
00:28:25: Das war für mich so das.
00:28:26: Und nicht immer so viel Rücksicht nehmen auf die Menschen, die auf einen einprasen und die erzählen wollen, wie es eigentlich richtig ist.
00:28:33: Wenn man fragt, hat da tausend Leute eine Meinung dazu, wie man damit umgehen soll.
00:28:38: Ich finde, wenn man Freund ist, Verwandte oder nahestehende Menschen einfach da sein zuhören und wenn die Person damit ein Thema hat und die emotionalen Ergriffen ist, Verständnis dafür haben.
00:28:49: Das ist das Wichtigste in den Momenten.
00:28:51: Nicht so abtun.
00:28:52: Jetzt schere ich meine Zahnmäuschen.
00:28:54: Du bist sonst so stark.
00:28:55: Die Reaktion habe ich zum Glück nicht erfahren in unserem Freundeskreis.
00:29:01: Aber dafür, das liegt wieder an unseren guten Freundeskreis einfach.
00:29:07: Aber ich habe auch ehrlicherweise in solchen Gesprächen gar nichts erwartet.
00:29:12: Es ging mir nie darum, dass ich mich hinsetze.
00:29:15: Ich erzähle und erwarte einen Ratschlag.
00:29:18: Da tendiert der Mensch zu, dass er dann sagt, das wird schon wieder.
00:29:23: Ich hab schon was erwartet.
00:29:24: Aber das sagen wir nachher.
00:29:26: Aber du
00:29:27: hast ja was anderes erwartet.
00:29:28: Genau.
00:29:29: Ich hab was anderes
00:29:30: erwartet.
00:29:30: Aber das lösen wir natürlich auch in unserem Bonus-Teil.
00:29:35: Dafür braucht ihr Podimo-Premium-Eklitschaft.
00:29:38: Dann könnt ihr die Auflösung, was ich erwartet hatte, damals als ... Karo, die Fehlgeburt hatte.
00:29:44: Ja, für
00:29:44: den Bundestag braucht ihr Podimo-Premium.
00:29:47: Hab ich mir das alles gesagt?
00:29:48: Willst
00:29:48: du es noch mal korrigieren?
00:29:50: Sag noch mal richtig.
00:29:51: Also, sie soll dich noch mal richtig sagen.
00:29:53: Also, Podimo.
00:29:55: Nein, es
00:29:56: heißt Podimo.
00:29:57: Sag jetzt noch mal nur
00:29:58: den Part.
00:29:59: Ihr merkt, das ist eh zwanzig Jahre Podimo.
00:30:02: War das richtig?
00:30:03: Schatz, das soll rausgeschnitten werden.
00:30:05: Da soll es einfach noch mal den Rest sagen, wie es bei Podimo gibt.
00:30:09: Wie Podcast, Podimo.
00:30:11: Podimo.
00:30:12: So, jetzt habe ich es richtig, meine Frau hat mich berichtigt, wie ich das sagen soll.
00:30:15: Podimo, Premium, Mitgliedschaft, braucht ihr dafür, um den Bonusteil zu hören.
00:30:20: Und dann erzähle ich euch, was ich erwartet habe von meinen Mitmenschen, als die Vielgeburt war.
00:30:25: War das richtig, Schatz?
00:30:26: Ich glaube schon.
00:30:28: Gott sei Dank.
00:30:29: Habe ich noch Glück gehabt.
00:30:31: Ja, aber wie gesagt, ich habe nichts erwartet.
00:30:33: Also ich wollte eigentlich nur, dass man mir zuhört.
00:30:36: Also alles andere wäre auch irgendwie, wäre bei mir total abgeprallt.
00:30:42: Also so diese klugen Ratschläge, wozu wir Menschen attendieren.
00:30:46: Ist aber trotzdem ein Prozess, weil wir schon ein Podcast davor gesprochen.
00:30:49: Das ist ein Prozess.
00:30:52: Denn ich natürlich mit zwanzig mir auch gewünscht hätte, dass ich soweit bin.
00:30:56: Aber das ist man nicht soweit.
00:30:57: Man wird ja mit jeder Erfahrung positiv oder negativ man durchlebt.
00:31:03: Wird man in gewissen Dingen auch stärker oder abgeklärt, wie auch immer man dazusagen will.
00:31:11: Und das hat uns das so ein weiterer Meilenstein unser Leben.
00:31:15: Also eine gemeinsame Herausforderung zu meistern, die uns zusammengeschweißt hat.
00:31:21: Und wir kennen auch leider das andere Perschen, das jetzt nicht mehr so unser Freundeskreis gehört, die das nicht geschafft haben.
00:31:27: Die genau so eine Situation dazu gebracht haben, sich zu trennen.
00:31:31: Weil ... Die beiden, für sich, die immer den Weg gewählt haben, nicht mit dem anderen rauszumachen.
00:31:38: Jeder hat sich in seine Ecke verbrochen und haben aufgehört zu reden.
00:31:42: Und haben so getan, es werden sie stark.
00:31:44: Und am Ende sehen sie daran zerbrochen.
00:31:47: Auch wenn man denkt, na ja, jede zweite Geburt.
00:31:49: Und das ist ja wie was normales.
00:31:51: Das ergibt
00:31:51: ja nicht.
00:31:52: Das ist ja dieses wissenschaftliche, diese wissenschaftlichen Fakten dazu.
00:32:00: Die helfen die ja nicht in deiner persönlichen ... Dafür
00:32:02: sind wir Menschen.
00:32:03: Wir haben Emotionen und jedes mal anders.
00:32:06: Natürlich kann ich mich zurücklehnen und sagen, gar nicht so schlimm, weil jede zweite Schwangerschaft ... Na
00:32:11: dann!
00:32:12: Na dann!
00:32:12: Aber so ist es eben nicht.
00:32:15: Weil der Mensch schneigt dazu, ich bin dann die Erste.
00:32:19: Ich bin nicht die Zweite, bei der es nicht klappt.
00:32:21: So ist der Mensch.
00:32:23: Der blendet das aus, das gibt es nicht, mir passiert das nicht.
00:32:26: Also hilft diese Statistik, hilft einem nicht.
00:32:28: Und wenn es einem betrifft, das ist, ich weiß nicht, mir hat es halt einfach alles weggerissen.
00:32:35: Hätte ich nie gedacht,
00:32:36: niemals,
00:32:37: wenn mich einer auch jetzt noch, kann ich wirklich sagen, ich hätte niemals gedacht, dass mich das so umhaut.
00:32:44: Auch noch, also ich hab die Medikamente, hab ich ein Jahr lang genommen.
00:32:49: Ich konnte zwischendurch keine Filme gucken.
00:32:52: Wo auch nur irgendwas,
00:32:54: und
00:32:54: ich hatte ein gesundes Kind schon zu Hause.
00:32:57: Mit Kind, da ist jemand schwanger, da kriegt jemand ein Kind.
00:33:03: Ich bin sofort in mir zusammengebrochen.
00:33:05: Ich war dabei.
00:33:07: Du warst dabei.
00:33:08: Und am Ende sagst du mir wieder, beide heulen.
00:33:10: Klar, das gehört ja auch irgendwie zum Trauerprozess.
00:33:12: Aber ich hätte niemals gedacht, dass mich das so erwischt.
00:33:15: So eiskalt.
00:33:17: Auch wie wenig man sich in manchen Situationen kennt, klar, man wünscht ja niemanden so eine Situation, also im Gotteswillen.
00:33:23: Aber das hätte ich einfach nie, so wie ich mich kenne, hätte ich es nie von mir gedacht, niemals.
00:33:29: Ich von mir auch nicht.
00:33:30: Und das Schöne dabei ist, dass wir danach, wo man eigentlich gedacht hat, so das war es, und da ist jetzt irgendwie die Welt bricht für einem zusammen, dass wir trotzdem, einige Jahre später, noch
00:33:45: ...
00:33:47: Ja, das können wir vielleicht
00:33:48: mal in einem weiteren Podcast besprechen, hab ich mir überlegt.
00:33:52: Weil auch das war ja nicht selbstverständlich.
00:33:55: Stimmt.
00:33:56: Da
00:33:56: können wir ja auch noch mal drüber sprechen.
00:33:58: Da können wir zumindest mal ein bisschen antiesen.
00:34:00: Waren wir das mal, weiß ich nicht.
00:34:01: Ich bin schon wieder
00:34:02: durchgeschwitzt.
00:34:04: Es war auf jeden Fall nicht einfach.
00:34:07: Nein.
00:34:07: Das war nicht einfach.
00:34:08: Wir haben ja lange versucht.
00:34:11: Also mit vielen Versuchen.
00:34:12: Und man hat es ja am Ende festgestellt, ist lach, doch, am Ende nicht an die, ist lach an mir.
00:34:18: Aber
00:34:19: das können wir dann besprechen.
00:34:20: Das können wir dann besprechen.
00:34:21: Das sind nichts mehr, ich bin jetzt so ruhig.
00:34:24: Genau, aber es ist ein guter Podcast.
00:34:25: Ja, genau.
00:34:26: Da können wir in Ruder-Module sprechen.
00:34:29: Auf jeden Fall ist die kleine Prinzessin immer bei uns.
00:34:32: Immer.
00:34:33: Sind wir trotzdem dankbar für.
00:34:35: Und du kannst jetzt gleich noch mal erzählen.
00:34:39: im Bonus-Teil, wie das für dich war.
00:34:41: Ja.
00:34:43: Und ansonsten ...
00:34:44: Möchtest du noch
00:34:45: ein abschließendes Wort ... Ja,
00:34:46: danke, dass ich zum Bord gehofft bin.
00:34:48: Dass ich auch mal was sagen darf.
00:34:50: Aber wenn du jetzt so zurückblickst, mit dem Wissen von heute, wie würdest du in so einer Situation begegnen?
00:35:07: Wenn ich jetzt auf jemanden treffe, den das betrifft,
00:35:10: oder ... Wenn du jetzt ... Das kann ja nicht mehr passieren.
00:35:16: Das wird ja nicht mehr passieren bei uns.
00:35:18: Aber das ist eine Vorstellungssache.
00:35:20: Ist
00:35:20: eine Vorstellungssache, genau.
00:35:24: Ob ich was anderes gemacht hätte?
00:35:27: Ja.
00:35:32: Nee, also ... Nee, ich glaub nicht.
00:35:35: Also, ich glaube ... Ich glaube, generell glaube ich, dass man nie vorsichtig genug sein kann.
00:35:43: Man sollte als Frau immer auf seinen Körper hören.
00:35:45: Ich hab damals gemerkt, was nicht richtig ist.
00:35:48: Also mein Körper, da sind wir wieder beim Körper.
00:35:49: Der Körper zeigt einem immer, was nicht richtig ist.
00:35:52: Und das war so, ich hab auch mein Körper gehört.
00:35:55: Und genauso war es dann auch richtig.
00:35:58: Und genauso war es auch richtig, als ich mir Hilfe gesucht hab.
00:36:01: Es war einfach richtig.
00:36:02: Und das ist auch kein... Kein irgendwie... Keine Schuld an sich suchen oder irgendwie, dass das Schwäche ist.
00:36:10: So nach dem Motto...
00:36:12: Nein,
00:36:12: gar nicht.
00:36:13: Und das hab ich aber... Das hab ich witzigerweise nie empfunden.
00:36:16: Das habe ich nie empfunden.
00:36:18: Ich glaube, und witzigerweise hat da wahrscheinlich wieder die Aussage geholfen meiner Frauenärztin, die gesagt hat, jede zweite Schwangerschaft endet so.
00:36:25: Ich habe das jeden Tag in meiner Praxis.
00:36:28: Jeden Tag.
00:36:29: Das hat mich auf der einen Seite natürlich total schockiert.
00:36:32: Wie viel?
00:36:34: Aber es hat mir auch dieses, ich bin hier keine, die aus dem Rahmen fällt.
00:36:39: Und das hat es mir wiederum einfacher gemacht.
00:36:40: So durfte das vielleicht klingt.
00:36:42: Aber ich war nicht scharmbohaftet, gar nicht.
00:36:46: Also, ich bin ja dann auch eine Zeit lang zu Hause geblieben, hatte mich auch euer Kank geschrieben deswegen.
00:36:51: Und ich hab diesen Gang zum Arzt nie als schwierig empfunden, das muss ich sagen.
00:36:58: Also, aus erster Sicht ist das super gemacht, dass du sagst, alles gut.
00:37:03: Was soll sie da sonst sagen?
00:37:05: Aber auf der anderen Seite denkst du dir auch... Ich weiß es nicht.
00:37:08: Das ist
00:37:09: schon so ein bisschen mit der Bratpfanne.
00:37:11: Jetzt stelle ich mal nicht so an.
00:37:12: Ich habe jeden Tag hier so...
00:37:14: Ich
00:37:15: weiß, dass du nicht so gesagt hast.
00:37:15: Aber es ist natürlich so.
00:37:17: Und ich habe im Nachgang auch verstanden, warum sie es gesagt hat.
00:37:20: Genau aus diesem Grund, weil sie nicht wollte, dass ich denke, ich bin eine von tausend und genau mir, sondern sie wollte mir so ein bisschen... Ich hab da kein Wort für.
00:37:32: Weißt du ...
00:37:33: Ich weiß, was sie damit sagen wollte.
00:37:34: Und ich beende jetzt mal so abfließen.
00:37:38: Du bist was Besonderes.
00:37:39: Du bist für
00:37:40: mich was Besonderes.
00:37:41: Du bist für unsere Kinder was Besonderes.
00:37:44: Und was für eine Frau, eine Ärztin oder Ferne, das ist mir egal.
00:37:47: Du bist auch was Besonderes.
00:37:50: Und jetzt kommen wir zu ... Jetzt kommen wir zu unseren
00:37:53: ... Also, weiterhören, weitergucken.
00:37:56: Oder
00:37:59: bis zu nächsten Folgen.
00:38:00: Bis zu nächsten Folgen.
00:38:00: Aber ich bin gespannt, was du noch erzählen willst.
00:38:02: Ich will
00:38:02: da vor allem mal auflösen.
00:38:04: Was ist das?
00:38:05: Ja, auflösen.
00:38:06: Verbenken sagt auflösen.
00:38:09: Ich hab gesagt, ich will auflösen im Bonus-Time.
00:38:14: Okay.
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